Der Tank-Tourismus schadet der Inlandsversorgung in der Slowakei, weshalb die Regierung nun entsprechende Maßnahmen ergreift. Premierminister Fico kritisiert dabei auch Selenskyj scharf. Künftig gelten für ausländische Fahrzeuge höhere Spritpreise.
Während in anderen europäischen Ländern die Spritpreise durch die Decke gehen und die deutsche Politik tatenlos zusieht, macht die Slowakei jetzt ernst: Premierminister Robert Fico zieht die Notbremse im Diesel-Wahnsinn! Um das eigene Volk zu schützen, gelten an slowakischen Zapfsäulen künftig zwei Preisklassen – eine für Einheimische und eine deutlich teurere für Ausländer.
Polish drivers in Slovakia will face higher fuel prices as the government moves to curb fuel tourism by allowing stations to charge more for foreign-registered cars and limit diesel sales.https://t.co/Oc8ZbzFJ2m
— TVP World (@TVPWorld_com) March 19, 2026
Der Grund für die drastische Maßnahme, die das Kabinett am Mittwoch in Bratislava beschlossen hat? Ein beispielloser Tank-Tourismus, der das Land regelrecht leersaugt. Vor allem Polen stürmen die grenznahen Tankstellen, weil der Sprit in der Slowakei massiv günstiger ist. Die Folge: Im Norden des Landes sind Dutzende Tankstellen buchstäblich auf dem Trockenen.
Doch Fico benennt auch den wahren Schuldigen für die Energie-Misere – und teilt heftig gegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aus. “Es gibt in dieser Situation wohl keine andere Lösung, wenn Herr Selenskyj so ‚hilfreich‘ zu uns ist”, ätzte der slowakische Regierungschef sarkastisch. Hintergrund des bitteren Seitenhiebs: Die Ukraine weigert sich seit Januar strikt, den Ölfluss durch die wichtige Druschba-Pipeline wieder aufzunehmen.
Die Slowakei musste daraufhin im Februar den Öl-Notstand ausrufen und an die staatlichen Reserven gehen, um die Raffinerie in Bratislava überhaupt am Laufen zu halten. Experten aus der Slowakei und Ungarn sind sich sicher: Technisch wäre die Lieferung problemlos möglich – Kiew blockiert offenbar ganz bewusst. Fico lässt sich das nicht länger bieten. Beim EU-Gipfel in Brüssel will er der geplanten Ukraine-Resolution seine Stimme verweigern. Der Grund: Die drängenden Probleme rund um die Druschba-Pipeline werden von den Eurokraten in dem Papier einfach totgeschwiegen.
Die neue Regelung, die nun in Kraft tritt, sieht vor, dass Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen künftig einen Preis bezahlen müssen, der sich am Durchschnitt der teureren Nachbarländer (Österreich, Tschechien und Polen) orientiert. Gleichzeitig wird rationiert. Erlaubt ist nur noch eine reguläre Tankfüllung plus maximal ein 10-Liter-Kanister. Weiters gibt es einen Export-Stopp für Diesel.
