Sinovac, Sputnik und Co. – wie viele „plötzliche Todesfälle“ gibt es im Osten?

Bild: Hintergrund freepic, Vordergrund pixabay

Mit dem fortschreitenden Jahr 2021 wird der so genannte „Hashtag“ #ploetzlichuntunerwartet in sozialen Medien immer bekannter. Denn überall scheinen Menschen ganz plötzlich schlimme Herzkrankheiten zu entwickeln, auch explosives, aggressives Krebsgeschehen ist keine Seltenheit. Auch Prominente rafft es in einem Lebensalter dahin, wo man eigentlich noch die Hälfte seines Lebens vor sich gesehen hätte. Bei einer Recherche fiel uns auf, dass die diesbezüglichen Berichte aber hauptsächlich „den Westen“ betreffen …

Eine Analyse von Willi Huber

Bei einem Gespräch mit jemandem, der viel mit Gastarbeitern aus dem Osten zu tun hat, fiel auf, dass es dort im Jahr offenbar keine plötzlichen und unerwarteten Todesfälle zu geben scheint. Im Westen hingegen sind die Zeitungen voll von Todesmeldungen, darunter auch junge Sportler und Prominente. Auch die Todesanzeigen vermitteln ein merkwürdiges Bild, zahlreiche Menschen im Alter von 40-50 scheint es auf mysteriöse Art und Weise dahinzuraffen – manchmal trifft es sogar noch jüngere. Der bekannte Blog des Wissenschaftsjournalisten Peter F. Mayer, tkp.at, berichtete jüngst: Weltweit kommt es zu Übersterblichkeit nach Dosis 1 und Booster der Covid-Impfungen.

Im Osten wird anders geimpft

Weltweit? Wir tendieren dazu, hauptsächlich die westliche Hemisphäre zu betrachten. Das ist nur natürlich, denn die Sprachbarriere zum Russischen oder gar Chinesischen ist sehr groß. Freilich, aus China kann man nicht erwarten, dass bei plötzlich und unerwarteten Vorfällen all zu viele freie Informationen an die Öffentlichkeit dringen. Diese hundertprozentige Kontrolle der öffentlichen Meinung strebt man inzwischen ja auch in Deutschland und anderen westlichen Nationen an. Doch es gibt das Gebiet der Russen, Ländern der ehemaligen Sowjetunion und verschiedenen slawischen Völkern. Überall dort sind ganz andere Impfstoffe in Mode als im Westen.

Sputnik V und CoronaVac

Auf der Seite der „Gelben Liste“ findet man eine Übersicht der weltweit zugelassenen Impfstoffe. Dazu zählt beispielsweise Sputnik V, der Impfstoff auf den Russland und seine Verbündeten setzen, aber auch CoronaVac von Sinovac, ein Impfstoff aus China. Beide wurden bereits vielen Millionen Menschen injiziert.

Sputnik V: 0,0027% schwere Nebenwirkungen

Sputnik V ist inzwischen in 70 Ländern zugelassen. Der Impfstoff basiert auf zwei rekombinanten Adenovirus-Typen, die das Gen für das Spike-Protein des SARS-CoV-2 Virus in sich tragen. Der Impfstoff soll mit jenem von AstraZeneca vom Prinzip her verwandt sein, aber einige Vorteile bieten. Zu Sputnik gibt es eine große Lancet-Studie zu Nebenwirkungen, außerdem eine Übersicht auf meduza.io. Als häufigste Nebenwirkungen werden „grippeähnlicher Zustand“, Schmerzen an der Injektionsstelle und Schwäche“, Muskelschmerzen und Fieber berichtet. Unerwünschte Nebenwirkungen werden bei über 50% der Geimpften vermerkt, laut meduza.io wären das dennoch weniger Fälle als bei den mRNA-Impfstoffen. Die Seite behauptet, dass es zu überhaupt keinen schwerwiegenden Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Sputnik-Impfung gekommen wäre. Zwar wären alle bekannten Studien nach unterschiedlichen Kriterien ausgewertet worden und somit nicht vergleichbar, aber es gäbe nirgendwo einen Hinweis darauf, dass nach der Impfung schwerere Nebenwirkungen auftreten als nach der Gabe eines Placebo. Die Zahl der Nebenwirkungen bei einer Studie in Argentinien mit 7 Millionen Geimpften wäre laut des dortigen Gesundheitsministeriums: 0,5% leichte Nebenwirkungen, schwere Nebenwirkungen wären in 0,0027% der Fälle aufgetreten.

Sinovac: 5 von 168.400 Geimpften mit schweren Nebenwirkungen

Sinovac ist in 13 Ländern zugelassen, steht aber in Summe über einer Milliarde Menschen zur Verfügung. Dabei soll es sich um einen klassischen Totimpfstoff handeln. Die Phase III-Tests dazu wurden in Brasilien, Chile, Indonesien, den Philippinen und der Türkei durchgeführt. Aktuell wird folgende Wirksamkeit behauptet: 66% Effektivität gegen eine symptomatische Erkrankung, 88% gegen eine notwendige Hospitalisierung, 90% gegen eine notwendige Intensivbehandlung und 86% gegen einen tödlichen Verlauf. Das kann man nun glauben oder nicht, die diesbezügliche Studie findet sich hier: Effectiveness of an Inactivated SARS-CoV-2 Vaccine in Chile. Nebenwirkungen wurden beispielsweise im medizinisch sehr gut versorgten Singapur relativ wenige gemeldet. Dort wurden bis Ende August 168.400 Dosen verimpft, bei 90 Menschen kam es zu Nebenwirkungen, 5 davon waren schwer. Dabei handelte es sich – in viel geringerer Anzahl – um die Nebenwirkungen die man auch von den West-Impfstoffen kennt: Gesichtslähmung, Allergische Überreaktion und Schwindelanfälle.

Zahlen vielversprechend, doch sind sie wahr?

Wir werden unsere Recherchen intensivieren, ob es in den Ländern, die auf Sputnik V, Sinovac oder andere Impfstoffe setzen, zu anderen oder weniger Nebenwirkungen kommt. Eine erste Einschätzung kann falsch sein, zudem darf man nicht vergessen, dass viele Menschen im Osten weitaus weniger „wehleidig“ sind und auch schwere Nebenwirkungen wegignorieren könnten. Sucht man im russischen Sprachraum nach „Toten nach der Impfung“ stößt man beispielsweise auf den Fall eines 19-jährigen Jungen in Bucha, Ukraine. Geimpft wurde er allerdings mit Pfizer-Biontech, er starb am 14. September, einen Tag nach seiner Impfung, an Herz-Lungen-Versagen, Lungenödem und Herzschwäche. Im August starben drei Menschen in Krasnodar, Russland, nachdem sie die erste Covid-19 Teilimpfung erhalten hatten. Sie hatten schwere Vorerkrankungen, waren Dialyse-Patienten und zudem angeblich an Covid-19 erkrankt. Die Seite Lenta.ru gibt leider nicht an, mit welchem Impfstoff sie geimpft wurden. In St. Petersburg sind im Juli mehrere Menschen nach ihrer zweiten Impfung verstorben. Alle Geimpften hatten schwere Vorerkrankungen im Bereich des Herzens oder Krebs. Am 10. September erklärte der Direktor des Gamaleya National Center of Epidemiology and Microbiology, Alexander Günzburg gegenüber der Nachrichtenagentur TASS, dass es weltweit noch keinen Todesfall nach einer Sputnik V Impfung gegeben habe.

Vielleicht sicherere Alternativen für Impfwütige?

Die genannten Impfstoffe wurden von der EMA noch nicht zugelassen. Ob dies medizinische oder politische Gründe hat, werden wir nicht ergründen können. Letztendlich wird jeder Einzelne die Entscheidung treffen müssen, ob er eine Covid-19 Impfung für sich als sinnvoll erachtet. Es gibt genügend Statistiken, die das Risiko je nach Altersgruppe gut herausarbeiten. Zudem empfiehlt sich, mit Menschen aus Ostländern zu sprechen, welche Erfahrungen sie selbst und ihre Familien gemacht haben und von wie vielen Nebenwirkungen oder Todesfällen nach den Impfungen sie wissen. Wer weiß, vielleicht ist für jene, die dem Impfdruck nachgeben müssen oder wollen, einer der genannten Impfstoffe eine bessere Alternative – sofern er denn auch von den jeweiligen Regierungen anerkannt wird.

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