Erinnern Sie sich noch, als ein paar Besoffene auf Sylt “Ausländer raus” zu L’Amour toujours gegrölt haben? Man hätte meinen können, es handelte sich um eine Notlage nationaler Tragweite: Kanzler, Innenministerin, alle traten sie pflichtschuldig vor Kameras oder veröffentlichten empörte Statements in den sozialen Netzen. Nun haben Linksterroristen die Stromversorgung von 45.000 Haushalten in Berlin sabotiert, tagelang frieren die Menschen und sitzen im Dunkeln. Dem Kanzler ist das keine Verurteilung wert. Er gratuliert lieber dem Bundespräsidenten zum Geburtstag.
Großes Entsetzen herrschte im Mai 2024 wegen belangloser Handyvideos, die die inzwischen über die Landesgrenzen hinaus bekannten Parolen “Deutschland den Deutschen” und “Ausländer raus” dokumentierten: Gigi d’Agostinos L’Amour toujours wurde wegen des albernen polit-medialen Getues zum Sommerhit des Jahres. Der damalige Kanzler Olaf Scholz gab vor laufenden Kameras ein Statement, Nancy Faeser, damals Innenministerin, sprach von einer “Schande für Deutschland” und fabulierte von “Menschenhass”.
Nun, Gerichte urteilten im Verlauf trotzdem immer wieder, dass die vermeintlichen “Nazi-Parolen” eben nicht strafbar seien. Aber so ist das eben: Die größte Gefahr in Deutschland sind per offiziellem Narrativ böse Worte (viel mehr hat der sogenannte deutsche “Rechtsextremismus” nämlich nicht zu bieten). Die tatsächlichen Gefahren werden geflissentlich ignoriert.
Dass diese reellen Gefahren nicht nur im Islamismus, sondern auch im Linksextremismus liegen, hat die “Vulkangruppe” jüngst eindrücklich bewiesen. Diese Gruppe agiert seit 2011 – Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen kritisiert Staatsschutz und Verfassungsschutz in diesem Kontext aufs Schärfste.
Die Terrorgruppe "Vulkangruppe" existiert seit 2011. Sie hat sich zum Anschlag in Berlin bekannt. Warum weiß man so wenig über sie und reagiert so zögerlich? Ex-Verfassungschef Maaßen kritisiert den Verfassungsschutz und den Staatsschutz scharf. @HGMaassen pic.twitter.com/M4E97O93f6
— JUNGE FREIHEIT (@jungefreiheit) January 4, 2026
Maaßen sprach im Interview mit der Jungen Freiheit auch an, dass der polit-mediale Komplex wohl dankbar für die US-Intervention in Venezuela sein kann, denn fast zeitgleich zu Beginn des Blackouts in Berlin sorgte die Gefangennahme von Nicolás Maduro international für Schlagzeilen. Zur Causa Maduro äußerte Bundeskanzler Friedrich Merz sich noch zurückhaltend auf X. Danach folgten aber bis Montagnachmittag nur mehr Wortmeldungen zum 150. Geburtstag von Konrad Adenauer und zum 70. Geburtstag von Frank-Walter Steinmeier.

Im Volk kommt das keineswegs gut an. In der Hauptstadt frieren die Menschen – der Katastrophenschutz hat versagt, die Androhung der Linksextremisten einer solchen Attacke schon im August war offenbar ignoriert worden (Report24 berichtete). Nach Merz’ geschmackloser Gratulation für den gemeinhin unbeliebten Bundespräsidenten Steinmeier hagelt es nun etliche wütende Kommentare in den sozialen Netzen. Steinmeier würde dem Land Orientierung geben, fabulierte Friedrich Merz in seinem Tweet. “Das wichtigste Statement des Tages, während 45.000 Haushalte in Berlin ums Überleben kämpfen und die Entourage im warmen Schloss Bellevue sich selber feiert”, kommentiert ein wütender User. Eine Nutzerin fragt:
Tausende Berliner fragen sich seit Samstag, ob ihr @bundeskanzler Worte an sie richten wird, Herr Merz. Wird er? Das Schweigen von unserem Landesoberhaupt war noch nie so dröhnend wie jetzt. Tausende ohne Strom, ohne Hoffnung. Berlin wird diese Nacht vermutlich – 5°C bekommen. Ohne Strom könnte es für die Menschen in den Wohnungen und Häuser nun lebensbedrohlich werden. Warum schweigen Sie?
Andere betiteln Merz’ Schweigen rundheraus als “absolut widerwärtig”. Wieder andere betrachten Merz nur mehr als Kanzler der Ukraine: “Da hier immer wieder die Fragestellung auftaucht, warum er sich nicht zum linken Anschlag auf die Stromversorgung äußert: Es war ja nicht in der Ukraine”, konstatiert ein Nutzer. Es wird in Summe mehr als offensichtlich, wie verraten sich viele von diesem Kanzler fühlen.
