Sanktionen gegen russische Ölkonzerne: Geht Berlin bald der Sprit aus?

(C) Report24/KI

Wegen Sanktionen gegen die russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil kann die Ölraffinerie PCK Schwedt den Betrieb bald nicht mehr garantieren. Dies könnte die Versorgung Berlins und mehrerer Tankstellen im Osten der Bundesrepublik beeinträchtigen.

Die Raffinerie PCK Schwedt, eine Rosneft-Tochter, steht vor großen Problemen. Denn die Anlage ist auf die Verarbeitung von russischem Öl spezialisiert und wird auch dank einer Ausnahmegenehmigung noch bis Ende April von dort aus versorgt. Doch danach ist Schluss.

Nun warnt das Management des Unternehmens vor den negativen Auswirkungen auf die Versorgung in Ostdeutschland. Demnach werden rund 90 Prozent der Spritversorgung der Bundeshauptstadt, der Berliner Flughafen und viele Tankstellen in den neuen Bundesländern von dort aus versorgt. Alternative Lieferketten aufzubauen wird teuer.

Zwar heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministerium, man führe Gespräche über eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung, doch auch ein Eigentümerwechsel wird ins Spiel gebracht. So hätten unter anderem US-amerikanische Investoren ein Interesse am Kauf der Raffinerie bekundet. Eine Übernahme durch den Staat sei ebenfalls denkbar.

Derzeit stehen die deutschen Rosneft-Töchter unter einer staatlichen Treuhandverwaltung, wurden jedoch aus diplomatischen Gründen nicht enteignet. Doch da Washington und Moskau ohnehin an einem Energieabkommen arbeiten wollen, könnte sich hier eine Lösung abzeichnen. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg und ohne baldige Maßnahmen könnte die Versorgung der ostdeutschen Bundesländer bald schon leiden.

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