Regenbogentreppe mit Deutschlandfarben übermalt – Stadt erstattet Strafanzeige

Symbolbild: KI

Die sogenannte Regenbogentreppe in Arnsberg-Neheim, die Verbindung zwischen Busbahnhof und Neheimer Markt, hat erneut einen neuen Anstrich bekommen. Unbekannte haben die bunten Stufen am vergangenen Wochenende großflächig mit den deutschen Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold übermalt. Die Stadtverwaltung sieht darin eine klare Sachbeschädigung und hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Grünen sind empört.

Die Treppe wurde im Sommer 2025 im Rahmen eines Schulprojekts des Gymnasiums Laurentianum in Regenbogenfarben gestaltet. Schüler sollten die Stufen als Symbol für Vielfalt, Offenheit und Toleranz bemalen – in enger Abstimmung mit der Stadt Arnsberg. Nur zwei Tage nach der Fertigstellung wurde sie teilweise mit schwarzer Farbe übermalt. Die Regenbogenfarben an der Treppe wurden danach erneuert.

Nun folgte der zweite Vorfall mit den Deutschlandfarben, der besonders bei den Grünen für Wut und Entsetzen sorgte. Die Fraktionssprecherin der Grünen in der Arnsberger Stadtvertretung, Verena Verspohl, bezeichnete die Übermalung als „rechtsextreme Aussage“. Auf Instagram sowie in einem Video empörte sie sich: „Eine Regenbogentreppe über Nacht in Schwarz-Rot-Gold übersprühen ist eine klare rechtsextreme Aussage gegen Vielfalt, Queers und eine bunte Gesellschaft, pro Nationalismus.“

In dem Video ergänzte sie: „Malt euch zu Hause in Nationalfarben ein, hängt euch die Fahne in den Garten, macht, was ihr wollt. Das ist mir alles egal. Aber das ist der öffentliche Raum, und das geht einfach überhaupt nicht.“ Offenbar setzt Verspohl normalen Patriotismus mit Rechtsextremismus gleich.

Auch Bürgermeister Ralf Paul Bittner (SPD) äußerte sich: „Die Regenbogentreppe steht für Offenheit, Vielfalt und gegenseitigen Respekt in unserer Stadt. Da sie ohne jede Abstimmung übermalt wurde, handelt es sich um eine Veränderung und Beschädigung öffentlichen Eigentums, die wir wie in allen vergleichbaren Fällen zur Anzeige bringen.“ Die Stadt soll tatsächlich Strafanzeige gestellt haben. Es sei laut Bittner „unerheblich, mit welchen Motiven Wände, Straßen oder Gebäude bemalt oder besprüht werden“. Der SPD-Politiker betonte: „Die Nationalflagge steht für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Würde des Menschen. Sie darf nicht gegen andere Werte ausgespielt werden.“

Eine deutlich schärfere Stellungnahme zu Verpohls Äußerungen kam von dem AfD-Politiker Uwe Schulz. Auf Facebook schrieb er:

„Liebe Verena Verspohl, das hier ist Deutschland, nicht „Fantasy World“.
Im steuerfinanzierten öffentlichen Raum möchten die meisten Bürger nicht permanent mit links-woker Ideologie und Symbolik genervt werden.
Sie sind Mandatsträgerin in Deutschland, nicht in „Woke-Land“.
Regenbogen-Accessoires können Sie zu Hause aufhängen. Unsere Farben sind nun mal Schwarz Rot Gold! 🇩🇪

Mitarbeiter der Stadtwerke Arnsberg haben die Übermalung inzwischen entfernt und die Regenbogenfarben wiederhergestellt. Wie lange das so bleiben wird, muss sich zeigen. In der Bevölkerung wird die Regenbogenflagge nach Skandalen rund um pädophile Dragqueens und “queere” Kinderschänder jedenfalls kaum mehr positiv assoziiert.

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