Planwirtschaft und Klimasozialismus: Bauministerin will Wohnfläche der Deutschen beschränken

Symbolbild: Freepik

Beanspruchen die Deutschen pro Person zu viel Wohnraum? Im Hinblick auf den angeblichen “Klimaschutz” fordert Bundesbauministerin Klara Geywitz eine Debatte über die Größe von Wohnungen: Anstatt endlich dringend notwendigen neuen Wohnraum zu bauen, will man die Bürger wohl lieber aus “zu großen” Wohnungen hinauswerfen. Immerhin: Die Opposition, aber auch der Koalitionspartner FDP, üben scharfe Kritik.

Ein Kommentar von Andrea Waldner

Im Rahmen eines Sofortplans zum Erreichen der Klimaziele, die im vergangenen Jahr verfehlt wurden, regte Bundesbauminsterin Klara Geywitz (SPD) am Mittwoch auch eine gesellschaftliche Diskussion über Wohnflächenkonsum an. Laut statistischem Bundesamt wohnt jeder Deutsche auf 47,4 Quadratmetern, die durchschnittliche Wohnungsgröße liegt bei 92 Quadratmetern und 4,4 Zimmern. Die Ministerin argumentiert, dass beim Klimaschutz sämtlicher Fortschritt der vergangenen Jahre aufgefressen worden sei, weil der Flächenkonsum pro Person immer mehr steige.

Christian Dürr, der Vorsitzende der Koalitionsfraktion FDP, sagte der „Bild“-Zeitung: „Ich halte nichts davon, den Menschen vorzuschreiben, wie sie zu wohnen haben. Das Klima interessiert sich nicht dafür, wie groß die Fläche ist, auf der jemand wohnt, sondern wie viel CO₂ ausgestoßen wird.“

Auch die Union rügte den Vorstoß: „Anstatt neue Klimasozialismus-Ideen zu verbreiten, sollte sich die Ministerin um ihre eigenen Baustellen kümmern“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. „Sie sollte dafür sorgen, dass die versprochenen 400.000 Wohnungen gebaut werden.“ Die Zukunft des “klimabewussten” Wohnens hänge vom Energiebedarf und der Energieerzeugung ab und nicht von der Pro-Kopf-Wohnfläche.

Auch der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei (CDU), äußerte Kritik: „Bei mir schrillen alle Alarmglocken, wenn die Bauministerin das individuelle Wohnen regulieren will.“ Es sei geradezu absurd, die Herausforderungen der Zukunft mit „erhobenem Zeigefinger“ und „planwirtschaftlichen Rezepten“ meistern zu wollen.

Die Regierenden setzen alles daran, den Bürgern vorzuschreiben, wie sie zu leben haben. Nach Ess- und Verkehrsverhalten wird nun auch das „Wohnverhalten“ der Bürger kritisiert – natürlich dient angeblich alles dem “Klimaschutz” (oder eher dem Klimawahn). Dabei hat die jetzige Regierung ebenso wie die vorherige selbst ihren Anteil an der Wohnungsnot in Deutschland. Nach dem Motto: „Wir haben Platz“ wurden Millionen Migranten eingeladen. Jetzt wird der Platz langsam knapp – oder gilt das nur für die, die schon länger hier leben? Sollen jetzt etwa Rentner ihr Haus oder ihre große Wohnung räumen, damit kinderreiche Migrantenfamilien einziehen können? Im Übrigen könnte die Frau Ministerin auch mit guten Beispiel vorangehen und in eine 35 Quadratmeter Wohnung einziehen – oder sich solche kruden Aussagen sparen.

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