Pentagon überprüft Effektivität von Frauen in der kämpfenden Truppe

(C) Report24/KI

Es ist allgemein bekannt, dass Männer den Frauen physisch überlegen sind. Das Pentagon startet nun eine Überprüfung der Effektivität von Frauen bei den kämpfenden Truppen. Verteidigungsminister Pete Hegseth will die hohen Standards von früher wieder eingesetzt sehen.

Seit nunmehr einem Jahrzehnt gelten bei den US-Truppen keine Beschränkungen mehr für den Einsatz von Frauen bei den Bodenkampfeinheiten. Nun soll laut einem Bericht des NPR eine sechsmonatige Überprüfung durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die militärische Effektivität nicht unter der Einbindung von tausenden Soldatinnen und Marines bei den Infanterie-, Panzer- und Artillerieeinheiten leidet.

Der Unterstaatssekretär für Personal im Verteidigungsministerium, Anthony Tata, erklärte vergangenen Monat in einem Memo, Ziel der Maßnahme sei es, die “operative Effektivität von Bodenkampfeinheiten zehn Jahre nachdem das Ministerium alle verbleibenden Beschränkungen für den Dienst von Frauen in Kampfrollen aufgehoben hat”, zu bestimmen. Die Army und das Marine Corps sollen ihm sämtliche Daten zur Einsatzbereitschaft, Ausbildung, Leistung, Verlusten und zum Führungsklima von Bodenkampfeinheiten und -personal bereitstellen.

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Ziel dieser Maßnahme ist es, sicherzustellen, “dass Standards eingehalten werden und die Vereinigten Staaten das tödlichste Militär behalten”, so Pentagon-Sprecher Kingsley Wilson gegenüber NPR. Die Standards sollen demnach “einheitlich elitär und geschlechtsneutral sein”. Denn es wäre egal, ob man Mann oder Frau sei, der Rucksack sei gleich schwer. Der Verteidigungsminister werde “keine Standards kompromittieren, um Quoten oder eine ideologische Agenda zu erfüllen”, erklärte er weiter. Dies sei gesunder Menschenverstand.

Verteidigungsminister Pete Hegseth, der selbst Veteran der Nationalgarde der Armee ist und sowohl im Irak als auch in Afghanistan gedient hat, sprach sich schon früher gegen Frauen in Bodenkampfeinheiten aus. Deshalb müssten die bewährten körperlichen Standards, die seit 2015 gerade für Frauen immer weiter aufgeweicht worden seien, wieder “auf den ursprünglichen Standard zurückgeführt werden”, wie er im vergangenen September erklärte.

“Wenn es um jede Tätigkeit geht, die körperliche Kraft erfordert, um sie im Kampf auszuführen, müssen diese körperlichen Standards hoch und geschlechtsneutral sein”, sagte Hegseth. “Wenn Frauen es schaffen, hervorragend. Wenn nicht, ist es eben so. Wenn das bedeutet, dass sich für manche Kampfverwendungen keine Frauen qualifizieren, dann sei es so. Das ist nicht die Absicht, aber es könnte das Ergebnis sein.”

Frauen stellen in den Kampfeinheiten der Armee weiterhin eine Minderheit. Rund 3.800 Soldatinnen dienen derzeit in Infanterie, Panzertruppe und Artillerie. Mehr als 150 von ihnen haben die physisch und mental extrem fordernde Ranger-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Nur eine sehr kleine Zahl – schätzungsweise etwa zehn – hat zudem die Green-Beret-Ausbildung bestanden. Beim Marine Corps sind rund 700 Frauen in bodengebundenen Kampfverwendungen eingesetzt. In allen diesen Bereichen gelten für Frauen dieselben Leistungs- und Einsatzstandards wie für männliche Soldaten.

Der damalige Verteidigungsminister Ash Carter gab 2015 auf einer Pressekonferenz im Pentagon bekannt, dass Frauen künftig für sämtliche Bodenkampfverwendungen zugelassen würden. Es sei nicht nachvollziehbar, so Carter, warum man die Hälfte der Bevölkerung grundsätzlich von diesen Aufgaben ausschließe. Voraussetzung sei allerdings, dass Frauen die gleichen Qualifikationen und Leistungsstandards erfüllten wie Männer. Nur dann könnten sie einen Beitrag zur militärischen Mission leisten, der ihnen bislang verwehrt gewesen sei.

Die Entscheidung stieß jedoch insbesondere beim Marine Corps auf erheblichen Widerstand. Der damalige Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, General Joe Dunford, blieb der Pressekonferenz demonstrativ fern und erklärte stattdessen schriftlich, seine Aufgabe bestehe nun darin, Carters Entscheidung ordnungsgemäß umzusetzen. Intern reagierten viele Marines verärgert. Bereits 2015 hatte das Marine Corps in der Mojave-Wüste eine umfangreiche Übung durchgeführt, deren Ergebnisse nahelegten, dass geschlechterintegrierte Einheiten langsamer, weniger kampfstark und anfälliger für Verletzungen seien als rein männliche Verbände. Marineoffiziere warnten zudem, die Integration von Frauen erhöhe das Risiko von Gefechtsverlusten.

Angesichts der geplanten Überprüfung und Verschärfung der Standards dürfte es in Zukunft wohl deutlich weniger Frauen bei den kämpfenden Truppen der Vereinigten Staaten geben. Bei der Armee ist es wie im Sport – physische Kraft und Ausdauer sind für den Erfolg entscheidend. Pete Hegseth weiß dies aus eigener Erfahrung bei seinen Auslandseinsätzen.

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