Nur 14 % der PCR-Positiven waren infiziert: Chemiker fordern Antworten vom RKI

Bild: freepik / photoroyalty

Wurden mehr als 80 Prozent der PCR-Positiven zu Unrecht in Quarantäne geschickt? Die Testungen in den Corona-Jahren standen aus gutem Grund stetig in der Kritik. Eine Forschungsarbeit stellte fest, dass offenbar nur 14 Prozent der laut PCR-Tests vermeintlich “Infizierten” tatsächlich eine Infektion durchgemacht und entsprechend IgG-Antikörper gebildet haben. Fünf Chemiker rund um Prof. Dr. Jörg Matysik haken daher nun beim RKI nach und fordern Antworten.

Aufhänger des Briefs ist die Forschungsarbeit von Günther, Rockenfeller und Walach aus dem vergangenen Oktober. Die drei Wissenschaftler werteten Daten von PCR- und IgG-Tests der  „Akkreditierten Labore in der Medizin e.V.“ (ALM, Berlin) aus, wonach nur etwa 14 Prozent der laut PCR-Tests Corona-“Infizierten” tatsächlich messbare IgG-Antikörper aufwiesen, also nachweislich eine Infektion durchgemacht haben. Die Chemiker Prof. Dr. Jörg Matysik, Prof. Dr. Gerald Dyker, Prof. Dr. Andreas Schnepf, Prof. Dr. Tobias Unruh und Prof. Dr. Martin Winkler fassen die Ergebnisse in ihrem Brief an das RKI zusammen:

Da ein positiver IgG-Antikörper-Test anzeigt, dass eine Virusinfektion vorlag, und ein PCR-Test angibt, ob Virusmaterial im Nasen-Rachen-Raum nachweisbar ist, sollten die Ergebnisse beider Tests das gleiche Ergebnis liefern, wenn man davon ausgeht, dass auch der PCR-Test eine Infektion nachweist. Die Autoren haben genau diese Analyse durchgeführt und dabei festgestellt, dass konservativ gerechnet nur circa 14 % der PCR-positiv getesteten Menschen auch tatsächlich eine Infektion durchgemacht hatten, d.h. bei über 80 % der Menschen, die einen positiven PCR-Test hatten, kam es nicht zu einer Infektion, die zu messbaren IgG-Antikörpern geführt hat.

Quelle: Berliner Zeitung

Anschließend erkundigen sich die Professoren, ob auch das RKI den PCR-Test als ungeeignetes Mittel erachte, um festzustellen, ob eine Person aktuell mit SARS-CoV-2 infiziert oder infektiös ist. Sie verweisen darauf, dass die Aussagekraft des Tests gerade bei hohen Ct-Werten laut verschiedener Publikationen eingeschränkt sei: Bei Ct-Werten über 30 sei demnach kein vermehrungsfähiges Virus mehr kultivierbar. Zudem stelle die aktuelle Arbeit fest, dass laut Auswertung der ALM-Daten schon Mitte November 2020 15 Prozent der Bevölkerung eine Infektion durchgemacht hatten, also IgG-positiv waren.

Darauf aufbauend formulieren die Chemiker fünf Fragen, die wir im Folgenden im Wortlaut wiedergeben:

  1. Weshalb hält das RKI immer noch an dem PCR-Test als Goldstandard fest ([3] veröffentlicht am 23 Jan. 2020), wenn es doch in der Methodenwahl frei ist und es sich bereits im Frühjahr 2021 ([4] veröffentlicht am 28. Mai 2021) abgezeichnet hatte, dass der PCR-Test keine Infektion nachweisen kann, was durch die oben zitierte Arbeit nochmals eindrucksvoll bestätigt worden ist?
  2. Da der PCR-Test offensichtlich nicht annähernd zuverlässig eine Corona-Infektion nachweisen kann, könnte es dann nicht sein, dass mehr als 80 % der PCR-Positiven zu Unrecht in Quarantäne geschickt wurden?
  3. Woran könnte es liegen, dass das RKI den Anteil der IgG-Positiven Mitte November 2020 mit 2-3 % angab, obwohl nun die Auswertung der ALM-Daten von damals einen Wert von 15% ergeben?
  4. Weshalb wurde die Veröffentlichung der ALM-Daten in KW21 (2021) eingestellt? Hier waren bereits 50 % der IgG-Getesteten positiv.
  5. Das in der Arbeit angewendete Modell sagt eine Immunisierung von 85 % für Ende 2021 voraus. Das stimmt gut mit den vom RKI angegebenen 92 % überein ([5] veröffentlicht am 14. Dez. 2022). Die Zunahme der IgG-Positiven mit 1.8 % pro Woche vor der Impfkampagne war höher als danach, dort war die Zunahme nur noch 1.1 % pro Woche. Daher fragen wir Sie, ob eine Immunisierung auch ohne Impfkampagne erfolgt wäre?

Die natürliche Immunität durch Infektion wurde in den Corona-Jahren konsequent als unzureichend dargestellt, während die experimentelle Corona-Impfung als Wundermittel angepriesen wurde. Das Testregime mit Androhung von Quarantänen war ein wichtiger Hebel, um die Menschen zur Impfung zu nötigen, denn Impflinge durften sich frei bewegen. Die Politik hat mit ihrem grundrechtsfeindlichen Kurs einem massiven Vertrauensverlust herbeigeführt. Daher müssen Verantwortliche sich wohl die Frage gefallen lassen, inwieweit bereitwillig auch ungeeignete Tests mit absurd hohen Quoten von falsch-positiven Ergebnissen genutzt wurden, um Druck auszuüben und die Impfkampagnen voranzutreiben…

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