Geht es nach Landesvize Stephan Pernkopf, werden in Niederösterreich bis 2023 weit über 1.000 windige Spießrotoren das ganze Land zur Fratze machen. Was er uns als Energiewende verkaufen will, entpuppt sich als industrieller Kahlschlag an unserer Heimat. Ihr schönes Gesicht wird zerschnitten. Ihr Horizont weicht der Verspragelung mit stählernen Giganten. Es ist Zeit, HALT zu sagen.
Gastkommentar von Angelika Starkl
Es heißt so g’schmackig in der Niederösterreich-Werbung: „Große Natur: Das Land der 1.000 Landschaften, Auwälder und Weinlandschaften, Wiesen und Almen, enge Schluchten und weite Heidelandschaften, sanfte Hügel und raue Kämme, liebliche Flussufer und geheimnisvolle Moore: Das Zusammentreffen von alpinen, pannonischen, nord- und südeuropäischen Einflüssen beschert Niederösterreich eine Vielfalt von Landschaftstypen, die so nah beisammen in Mitteleuropa nirgends zu finden sind.“
Das klingt doch nach einem wahren Märchenland! Die Realität sieht aber anders aus. Wer sich ein Bild davon machen will, der soll die A 5 ein paar Kilometer aus der Zone Gänserndorf Richtung Mistelbach fahren und sich den Anblick zu Gemüte führen: Die einst wunderschöne Weinviertler Naturlandschaft ist dort einer Industriezone zum Opfer gefallen. Hunderte Windmaschinen beherrschen die Fluren. Die politische Verantwortung für diesen Kahlschlag und die weitere Zerstörung Niederösterreichs hat einen Namen: ÖVP!
Von der Volks- zur Verräterpartei
Die einst unter Landeshauptmann Erwin Pröll so gut geführte niederösterreichische Volkspartei ist heute unter der Ägide von Mikl-Leitner und Stephan Pernkopf dabei, das Land der 1000 Landschaften und tausenden Naturgärten massiv zu missbrauchen. Denn die Partei hat sich längst von ihren Wurzeln verabschiedet. Was früher das konservative Gewissen des Heimatlandes war, agiert heute als Vollstrecker einer globalistischen Öko-Ideologie, die Naturlandschaften der Windindustrie opfert. Es ist ein beispielloser Verrat! Man zerstört heute das Erbe unserer Vorfahren, um fragwürdige Klimavorgaben zu erfüllen. Die Menschen vor Ort werden nicht gehört. Aber gerade sie sind es, die dann später mit den Trümmern einer fehlentscheidenden Energiepolitik leben müssen, wenn sie umgesetzt wird.
Die ÖVP, die sich gerne als Schutzherrin des Landes inszeniert, hat ihre Seele an die Windkraft-Lobby verkauft. Ihr Wandel von der Volks- zur Verräterpartei wird gerade politisch vollzogen. Wenn die Landes-ÖVP jetzt auch noch der Entmachtung ihrer eigenen Bürgermeister Vorschub leistet, indem sie das „Erneuerbaren Beschleunigungsgesetz“ mitträgt, dann ist die Selbst-Zerstörung perfekt!
Die Irrtümer dieser Energiepolitik
Stephan Pernkopf meint, durch den massiven Ausbau von Windindustrie die heimische Wirtschaft und die Haushalte vor Preissprüngen am Weltmarkt zu schützen.
Das stimmt nicht, denn es gibt das Merit-Order-Prinzip: Der Strompreis an der Börse wird nicht durch den günstigen Strom von Windrädern bestimmt, sondern durch das teuerste Kraftwerk, das gerade am Netz ist! Solange dieses Prinzip existiert, zahlen die Niederösterreicher den „Gaspreis“, egal wie viele Spießrotoren ihre Landschaft verschandeln. Die Windmaschinen füllen also nur die Taschen der Betreiber, aber senken nicht die Rechnung der Haushalte. Die als günstig gepriesene Windkraft wird so zur teuren Belastung.
Pernkopf verspricht 10.000 neue Arbeitsplätze durch „Green Technology“
Das stimmt nicht, denn es gibt keine Wertschöpfung vor Ort, weil die großen Windkraftanlagen nicht in Niederösterreich produziert werden. Die Wertschöpfung findet bei internationalen Konzernen in Norddeutschland, Dänemark oder China statt. In Niederösterreich bleiben lediglich die Montage-Kolonnen und ein Minimum an Wartungspersonal übrig. Von einem „Job-Wunder“ von 10.000 Arbeitsplätzen kann keine Rede sein. Und selbst wenn es diese Jobs gäbe: Die Wirtschaft stöhnt bereits unter einem massiven Fachkräftemangel. Diese versprochenen 10.000 Stellen sind oft nur theoretische Rechenmodelle auf dem Papier. Sie haben mit der Realität nix zu tun.
Pernkopf verschweigt, dass die industrielle Verschandelung viele Arbeitsplätze in anderen Branchen wie dem Tourismus und der Gastronomie vernichtet. Sie leben von der unberührten Natur. Wer will in einer Industriezone Urlaub machen? Wir riskieren die Existenz von Heurigen, Gasthäusern und Zimmervermietern, die ihre Gäste verlieren.
Pernkopfs Versprechen vom Schutz der Haushalte ist eine Farce. Die Bilanz des Stromversorgers EVN zeigt’s: Während die Bürger unter den hohen Strompreisen ächzen, scheffelt der Konzern Geld: 1,5 Milliarden Euro Gewinn seit 2022! Das Land Niederösterreich kassiert als Mehrheitseigentümer kräftig mit. Wer neue Windräder fordert, meint die Maximierung der Dividenden. Eine Umverteilung von der zerstörten Heimat direkt in die Kassen der Landespolitik.
Pernkopfs Versprechen sind nur geschönte Verpackungen für einen brutalen industriellen Umbau. Ob Bürgerbeteiligung oder Repowering. Man spielt die Karte der Angst vor dem Gashahn aus, um den Weg für stählerne Monster freizumachen, die unsere Heimat unwiederbringlich zerstören. Man nennt das eine Politik der Phrasen, die am Ende nur einen Gewinner kennt – die Wind-Lobby und ihre politischen Abzocker.
Hochmut kommt vor dem Fall
Die niederösterreichische ÖVP begeht einen historischen Fehler. Wo die Heimat demontiert wird, ihre besorgten Menschen für dumm und unwissend gehalten werden, dort kommt auch die Quittung! Die Wähler im ländlichen Raum haben ein feines Gespür für Verrat. Wird das Gesicht Niederösterreichs mit Windmonstern verschandelt, ist ein blau-gelbes Wunder nicht weit. Die ÖVP in Niederösterreich ist gut beraten, ihren restriktiven Kurs mit der Windindustrie aufzugeben. Ihre Wähler laufen bereits in Scharen davon. ES REICHT!
