Mitten im tiefsten Winter liegen Teile Berlins im Dunkeln. Ein Brandanschlag auf ein Heizkraftwerk in Lichterfelde ließ rund 45.000 Haushalte ohne Strom und Heizung zurück. Die linke „Vulkangruppe“ bekannte sich zu der Tat, eine linksfanatische Formation, die mit militanter Gewalt den „Klimaschutz“ durchsetzen will. Ausgerechnet Berlin, die wohl linksgrünste Metropole Europas, wird zum Ziel. Warum greifen Fanatiker ausgerechnet jene an, die ihre Ideale teilen?
Berlin gilt als Deutschlands Vorzeigestadt „progressiver“ Politik. Der regierende Bürgermeister hisst Regenbogenflaggen, die Stadt quartiert Asylinvasoren in Luxushotels ein und investiert Millionen in „klimafreundliche“ Toiletten oder Radwege, die teurer sind als mancher Autobahnabschnitt (Anmerkung: 319 Millionen Euro waren für Radwege verplant!). Doch für die wahren Gläubigen reicht das nicht. Berlin ist linksgrün. Aber nicht linksgrün GENUG!
Der minimale Kompromiss mit der Realität macht die Stadt in den Augen der Vulkangruppe zur Komplizin des „Systems“. Das Bekennerschreiben der Gruppe lässt keinen Zweifel an der ideologischen Reinheit der Linksfanatiker. Fossile Energie sei die pure „Gier“, die Erde werde „ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, vergewaltigt“ und „verbrennt einfach“. Kraftwerke abschalten sei „Handarbeit“, müssten also weiter sabotiert werden. Der Anschlag sei eine „gemeinwohlorientierte Aktion“ und “gesellschaftlich sinnvoll“ sowie ein „Akt der internationalen Solidarität“. Da kommen wirklich alle Keywords der Wokoharam vor, vom Gemeinwohl bis zur Solidarität. Wer da nicht hundertzehnprozentig auf Linie ist, wird zum Feind deklariert. Fanatikerlogik par excellence.
Aus Geschichte und Literatur kennen wir das Muster. Robespierre, Architekt der Französischen Revolution, endete selbst unter der Guillotine, hingerichtet von seinen Mitrevolutionären. In „Game of Thrones“ wurde Cersei Lannister von ebenjenen religiösen Eiferern eingesperrt, die sie zuvor instrumentalisiert hatte. Die Revolution frisst immer ihre Kinder. Heute erleben wir das in der Kirche des Klimas. Moderaterer Grünismus ist auch Verrat. Wer aus Gründen der physikalischen Notwendigkeit weiterhin teilweise Öl und Gas nutzen will, um Blackouts zu verhindern, ist für die Wokoharam Teil des Problems. Dieses Prinzip gilt auch abseits der Kirche des Klimas. Auch im politischen Islam kennen die wahren Gläubigen keinen Kompromiss. Wer vom reinen Pfad abweicht, wird zum Ziel.
Beide Strömungen, der woke Extremismus und der Islamofaschismus, teilen die Intoleranz gegenüber jeglicher Abweichung vom Pfade der Rechtgläubigkeit. Und doch werden beide in Europa nicht konsequent bekämpft, sondern hofiert. In Deutschland und Österreich fließen Hunderte Millionen an Organisationen, die entweder mit der Antifa oder den Muslimbrüdern sympathisieren oder gleich Teile dieser Gruppen sind. Linke Gewalt wird verharmlost, solange sie sich nur gegen „rechts“ richtet. Islamistische Netzwerke dürfen frei agieren und indoktrinieren, solange sie (noch) nicht offen Waffen tragen. Die Islamofaschisten haben bereits gemordet, vom Berliner Weihnachtsmarkt bis zur Wiener Innenstadt. Bei den Wokoharam ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Gewalt gegen Dinge in tödliche Gewalt gegen Menschen kippt.
Unsere Regierungen finanzieren unbeeindruckt von jeder Gewalttat und jedem Extremismus jene, die die offene Gesellschaft vernichten wollen. Für unsere, pardon, ich kann’s nicht anders formulieren, vertrottelten Herrscher steht der Feind immer rechts. Doch die größte Bedrohung für Europas Sicherheit kommt von linksgrünen und islamischen Extremisten. Sie dulden keinen anderen Glauben, keine Abweichung vom Weg der Tugend, keine Realität, keine Kompromisse. Einem Fanatiker kann man nie rein genug im wahren Glauben sein.
