Ein verheerender Stromausfall hat Australiens größte Ammoniak-Fabrik für Monate lahmgelegt. Und das ausgerechnet jetzt, wo das Mullah-Regime im Iran die wichtigste Handelsroute der Welt blockiert. Denn die Lieferungen aus dem Nahen Osten fallen ebenfalls aus.
Die gigantische Pilbara-Anlage des norwegischen Yara-Konzerns in Australien steht still. Ein massiver Stromausfall hat die Ausrüstung derart schwer beschädigt, dass mindestens zwei Monate lang kein Gramm Ammoniak mehr produziert werden kann. Normalerweise liefert das Werk 850.000 Tonnen im Jahr. Ein Unternehmenssprecher versuchte zwar mit PR-Floskeln zu beschwichtigen, man wolle den Betrieb “so schnell wie möglich” wieder hochfahren, doch dies könnte Monate dauern.
Damit droht der nächste Schock seit der Eskalation in der Ukraine und den Produktionsausfällen in Europa, weil Flüssiggas zu teuer ist, um gewinnbringend Düngemittel zu produzieren. Mehr als ein Viertel des weltweit gehandelten Ammoniaks und unfassbare 43 Prozent der Harnstoff-Exporte (der wichtigste Dünger überhaupt) fließen normalerweise durch die Straße von Hormus. Doch damit ist jetzt Schluss.
Australia's largest ammonia plant will be shut for two months to repair damage caused by a power outage, amidst a global supply crunch for the vital fertiliser and explosives ingredient.https://t.co/pavjBXIQdy
— TANSTAAFL (Islam is an Abomination)🇦🇺🇮🇱🇺🇸 (@OutbackNate) March 23, 2026
Weil die Mullahs im Iran die Meerenge blockieren – eine direkte Folge der militärischen Eskalation mit den USA und Israel -, tröpfelt der lebenswichtige Nachschub nur noch. Die Konsequenzen sind bereits spürbar: In Indien mussten erste Düngerfabriken dichtmachen, weil das Gas fehlt. Und jetzt bricht auch noch der australische Mega-Produzent weg!
Für die Landwirtschaft ist das ein absoluter Albtraum. Allein die australischen Bauern haben letztes Jahr im April und Mai 1,2 Millionen Tonnen Harnstoff importiert, um ihre Felder rechtzeitig zur Aussaat zu bestellen. Drei Viertel dieses Düngers kamen aus den Golfstaaten. Ohne eine Versorgung mit ausreichenden Düngemitteln drohen Ernteeinbußen und damit auch explodierende Preise im Supermarkt. Die Krise trifft damit nicht nur die globale Versorgung mit Erdöl, Erdgas und Helium, sondern auch mit anderen wichtigen Rohstoffen.
Doch nicht nur unsere Lebensmittelversorgung wackelt bedenklich. Ammoniak ist auch der unverzichtbare Grundstoff für Sprengstoffe (TAN), die in der gigantischen australischen Bergbauindustrie gebraucht werden. Ohne Sprengstoff kein Eisenerz-Abbau. 330.000 Tonnen dieses Sprengstoffs fehlen den Minen-Giganten nun plötzlich. Ob die Industrie genug Reserven hat, um diesen Schock abzufedern, ist völlig unklar. Die Konkurrenz vom zweitgrößten Ammoniak-Werk (CSBP) hüllt sich derweil in Schweigen und flüchtet sich in nichtssagende Phrasen: Man würde die Lieferketten “kontinuierlich überwachen”, heißt es lapidar.
Angesichts dessen, dass die globalen Düngemittelmärkte ohnehin schon extrem angespannt sind, wird die Lage immer kritischer. Denn auch die globale Landwirtschaft ist von den Ausfällen im Nahen Osten massivst betroffen – und mit dem zusätzlichen Produktionsstopp in Australien (sowie in Indien und anderen Ländern) verschärft sich die Situation immer weiter.
