Der Tod einer über 80-jährigen Frau nach einem nächtlichen Strom- und Heizungsausfall am Berliner Schlachtsee verdeutlicht das umfassende staatliche Versagen in dieser Krisensituation. Während Politik und Verwaltung von Resilienzprogrammen sprechen, berichten Betroffene von Kälte, Angst und vollständiger Isolation. Das Interview eines unmittelbar betroffenen Journalisten verdeutlicht, wie dünn die Schutzversprechen geworden sind, wenn sie erstmals wirklich gebraucht werden.
In einem Interview der Jungen Freiheit schildert der Journalist Christian Stoll die dramatischen Stunden nach dem nächtlichen Zusammenbruch der Strom- und Wärmeversorgung in Teilen Berlins. Die Vermieterin des Hauses, in dem Stoll mit seiner Familie lebt, wurde am Morgen tot aufgefunden. Nach seinen Angaben war die Frau noch wenige Tage zuvor aktiv, geistig wach und körperlich bemerkenswert fit. In der Nacht des Ausfalls kühlte das Gebäude rasch aus. Am nächsten Morgen fand ihr Bruder sie leblos vor. Die genaue Todesursache ist bislang ungeklärt, Spekulationen über den genauen Hergang lehnt Stoll ausdrücklich ab.
Sehen Sie hier das Interview, das die Junge Freiheit am 6. Jänner 2026 via YouTube veröffentlichte:
Was bleibt, ist die Erfahrung völliger Verlassenheit. Weder staatliche Stellen noch organisierte Hilfsdienste seien sichtbar gewesen. Keine klopfenden Helfer, keine Decken, kein heißes Wasser, keine verlässlichen Informationen. Stattdessen Durchsagen der Polizei, die kaum zu verstehen waren, und Hubschrauber in der Nacht, offenbar aus Sorge vor Plünderungen. Für die Menschen, die bleiben mussten, sei dies eine zusätzliche Belastung gewesen, beschreibt Stoll. Er selbst spricht von Nächten unter mehreren Decken, von Kälte, Angst und Erschöpfung.
Staatliche Resilienz nur auf dem Papier
Besonders scharf fällt die Kritik an politischen Verlautbarungen aus. Ankündigungen über günstige Hotelzimmer oder abstrakte Resilienzprogramme seien vor Ort nicht angekommen. Für Menschen mit Tieren, ohne Verwandte oder mit gesundheitlichen Einschränkungen seien diese Angebote realitätsfern. Stoll verweist darauf, dass es bereits Monate zuvor in einem anderen Berliner Bezirk ähnliche Vorfälle gegeben habe, ohne dass daraus offenbar Lehren gezogen worden seien.
Brisant ist der politische Kontext, den Stoll anspricht. Nach seinem Kenntnisstand gehe der massive Stromausfall auf einen linksextremen Anschlag zurück. Die Folgen seien verharmlost worden, sowohl in der Dimension des Schadens als auch in der Zahl der Betroffenen. Wenn von zehntausenden Haushalten die Rede sei, werde ausgeblendet, dass dahinter eine sechsstellige Zahl von Menschen stehe. Der Tod der Rentnerin sei eine direkte Folge ideologisch motivierter Gewalt, deren Gefährlichkeit seit Jahren relativiert werde.
Der Staat ist im Moment der Not abwesend
Der Journalist beschreibt sich selbst als langjährigen Unterstützer des Staates, dem er gedient habe. Umso größer sei die Enttäuschung. Während Steuerschulden umgehend geahndet würden, bleibe der Staat im Moment realer Not abwesend. Hilfe komme am Ende von Privatpersonen, in diesem Fall vom Bruder der Verstorbenen, der mit einem Generator versuchte, die verbliebenen Bewohner notdürftig zu versorgen.
Der Tod der alten Dame am Schlachtsee steht damit exemplarisch für eine Entwicklung, die viele Bürger zunehmend wahrnehmen. Der Staat erscheint stark im Kontrollieren und schwach im Schützen. Das oben verlinkte Interview der Jungen Freiheit dokumentiert diesen Bruch eindrücklich. Es ist das Protokoll eines Winters, in dem sich zeigte, dass linker Terror tödlich ist – und der Staat auf allen Ebenen versagt, obwohl er horrende Steuersummen von seinen “Untertanen” erpresst.
