Ist der Veganismus-Trend vorbei?

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Jahrelang haben vor allem Tierrechts- und Klimagruppen einen Hype um vegane Lebensmittel vorangetrieben. Doch übrig geblieben ist davon nicht mehr viel. Nicht mal jetzt, im sogenannten “Veganuary”, wächst das Interesse am Veganismus. Der Trend scheint vorbei zu sein.

Die sogenannte vegane Ernährungsweise, also der Verzicht auf sämtliche tierische Produkte, wurde jahrelang propagiert. Vor allem Tierrechtler und Klimafanatiker verkauften den Veganismus als moralische Pflicht. Man würde dadurch das Tierleid beenden und auch noch das Klima retten. Ein Psychospiel mit dem moralischen Empfinden der Menschen, das jedoch zusehends auf taube Ohren stößt.

Noch vor wenigen Jahren überboten sich Supermärkte mit neuen Ersatzprodukten, immer mehr Unternehmen starteten eigene vegane Produktionslinien und Fast-Food-Ketten inszenierten ihre Sojaburger als Symbol des Fortschritts und der Weltrettung. Doch die große Umerziehung des Essverhaltens ist ganz offensichtlich gescheitert, wie auch der britische Telegraph berichtet.

Die Absätze veganer Produkte gehen zurück, die Käuferzahlen schrumpfen, ganze Produktionslinien werden eingestampft und jene Unternehmen, die sich wie beispielsweise “Beyond Meat” – auch mit tatkräftiger Unterstützung aus Hollywood und von Leuten wie Bill Gates – rein auf die Produktion veganer Nahrungsmittel konzentrierten, kämpfen zusehends ums Überleben.

Der Rückzug großer Handelsketten und Restaurantketten ist das logische Ende einer künstlich aufgeblasenen Nachfrage. Veganismus funktionierte hervorragend als Lifestyle-Statement, aber miserabel als dauerhaftes Ernährungsmodell. Viele erklärten sich vegan, solange es bequem, modisch und sozial erwünscht war – doch Hunger, Geschmack und Preis sind hartnäckiger als jede Kampagne. Spätestens wenn der (in Sachen Gesundheit ohnehin fragwürdige) Sojaersatz teurer ist als Schwein oder Huhn, endet die moralische Standfestigkeit. Siehe auch: Schädliche Hormon-Einflüsse – Frankreich will Sojaprodukte aus öffentlichen Kantinen verbannen

Die Ernährungsindustrie hatte sich eingeredet, aus einer lautstarken Minderheit einen Massenmarkt formen zu können. Das Ergebnis war eine Überproduktion von Produkten, die vor allem eines waren: teuer, hochverarbeitet und geschmacklich bestenfalls mittelmäßig. Besonders entlarvend ist das Scheitern jener veganen Prestigeprojekte, die mit Hollywood-Glamour und Sportlerpathos aufgeladen wurden. Wenn selbst milliardenschwere Investoren und prominente Aushängeschilder keinen stabilen Betrieb hinbekommen, liegt das Problem nicht am Marketing, sondern am Produkt.

Der vielleicht peinlichste Befund für die Vegan-Bewegung ist jedoch ein anderer: Selbst in ihren Hochzeiten hielt kaum jemand durch. Der sogenannte “Veganuary” entpuppt sich dabei als Selbsttäuschung. Ein Monat moralischer Selbstinszenierung, der regelmäßig an Appetit und Alltag scheiterte. Nur wenige selbst ernannte Veganer hielten diesen Monat durch.

Der Hype ist vorbei, ohne jemals wirklich eine Chance auf permanenten Erfolg gehabt zu haben. Die Mehrheit der Menschen isst das, was ihnen schmeckt, was sie sich preislich leisten können und was sie sättigt. So einfach ist das. Allerdings darf das nicht jedes Tierleid durch Massentierhaltung rechtfertigen, so viel Zeit muss sein.

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