Seit Ende Dezember 2025 erschüttern massive Proteste den Iran, ausgelöst von massiver Misswirtschaft, grassierender Korruption und tiefer Ablehnung der islamischen Herrschaft. In den letzten drei Tagen haben Streiks und Demonstrationen weiter zugenommen, der Aufstand könnte diesmal das Ende der Ayatollahs einleiten.
Von Chris Veber
Die Unruhen, die am 28. Dezember 2025 im Teheraner Basar begannen, haben sich in den ersten Januartagen 2026 auf über 150 Städte und 31 Provinzen ausgeweitet. In den letzten drei Tagen meldeten iranische Quellen auf Social Media Streiks in Märkten von Shiraz, Tehran und Kermanshah sowie anhaltende Kundgebungen in Mashhad, Abdanan und Aligudarz.
Ich bemühe mich so sehr, nicht von meinen Gefühlen überwältigt zu werden. Ich kann meinen Augen kaum glauben…
— David Rosenblatt (@b4l4g4n) January 7, 2026
Das ist Aligudarz in Lorestan/Iran und Zehntausende Iraner skandieren: „Dies ist die letzte Schlacht, Pahlavi wird zurückkehren!“
😭❤️🦁 pic.twitter.com/AIxP7QL8yN
Videos zeigen zehntausende Demonstranten, die Regime-Symbole niederreißen und Parolen wie „Javid Shah“ für den Kronprinz Reza Pahlavi rufen. Inzwischen ist der Aufstand im Iran sogar bis in westliche Nachrichtenagenturen vorgedrungen.
Die Proteste richten sich nicht allgemein gegen die Korruption und das wirtschaftliche Versagen des islamischen Regimes, sondern gegen die theokratische Unterdrückung im Namen Allahs. Demonstranten werfen Reis aus IRGC-Geschäften in die Luft, ein Symbol der Verweigerung von Almosen eines verhassten Systems. Frauen verbrennen die ihnen aufgezwungenen Kopftücher, kein „Allahu Akbar“ erklingt, keine Kefiye wird getragen, stattdessen fordern die Aufständischen Freiheit und die Rückkehr zur vorislamischen persischen Identität.
If anyone tells you the protests in Iran are merely “economic,” show them this video.
— Masih Alinejad 🏳️ (@AlinejadMasih) January 7, 2026
In the city of Abdanan, protesters tore open bags of rice inside a shop owned by the IRGC and threw the rice into the air.
Rice along with other basic food staples has become increasingly… pic.twitter.com/01SnDCgkDq
Dieser anti-islamistische Charakter der iranischen Revolution erklärt auch die verhaltene Berichterstattung im Werte-Westen. Während der Terror der Hamas und pro-Hamas Kundgebungen mit islamistischen Symbolen intensiv und wohlwollend medial begleitet wurden, bleibt der iranische Aufstand ein Randthema. So, als wollte man die Gefühle der sensiblen Anhänger des Islamofaschismus im Westen nicht stören. Die iranische Diaspora organisiert ihre Solidarität übrigens friedlich, ohne Gewalt und Antisemitismus, im Unterschied zu den Freunden der Hamas, die europäische Städte mit Gewalt überzogen.
Das Regime reagiert mit Gewalt, bisher gab es mindestens 36 Tote. Auch wurde versucht, das komplette Internet im Iran abzuschalten, wohl um anschließend ungestört morden zu können.
In einem aktuellen Video aus Mashhad ersuchen die Aufständischen die USA um Hilfe. Donald Trump hat das islamische Regime schon vor der Anwendung von Gewalt gegen die Protestierenden gewarnt, wofür ihm Kronprinz Pahlavi auf X seinen Dank aussprach. Die Entwicklung ist hoch dynamisch, aber das Regime scheint Wirkung zu zeigen.
Auf Figaro TV berichtete der Reporter Emmanuel Razavi in der Sendung “Points de Vue”, hohe Mitglieder des islamischen Regimes würden beginnen zu desertieren und versuchen, französische Visa für sich und ihre Familien zu bekommen.
Europa darf hier nicht den Fehler begehen und den fliehenden Schergen des Islamofaschismus Unterschlupf gewähren. Wir haben schon die syrischen Islamisten aufgenommen, die iranischen mögen im Iran bleiben und ihre Strafe durch das Volk erhalten.
Ober die Menschen im Iran die Diktatur abschütteln, ob sie das Joch des politischen Islam abwerfen können, werden die folgenden Tage zeigen. Aber eines ist klar, den Iranern reichen 45 Jahre Theokratie.
