“Gute” Unterdrückung: Warum die Linke den Fall des Mullah-Regimes fürchtet

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Die Proteste gegen das iranische Mullah-Regime werden vor allem von Konservativen und Rechten im Westen unterstützt. Von der linken Seite kommen lediglich Kritik und Ablehnung. Das mutet seltsam an, wo Linke sich doch vermeintlich den Kampf gegen Unterdrückung auf die Fahnen geschrieben haben. Das Mullah-Regime ist ihnen aber genehm: Das unterstützt schließlich die Hamas im Kampf gegen Israel!

Ein Kommentar von Heinz Steiner

Im Westen gibt es sowohl Unterstützung als auch Ablehnung hinsichtlich der Proteste der iranischen Bevölkerung gegen das islamistische Mullah-Regime. Während vor allem Konservative und Rechte den Freiheitskampf des seit nunmehr fast 47 Jahren von den Islamisten geknechteten iranischen Volkes unterstützen, stellen sich die meisten Linken auf die Seite der Ayatollahs und des repressiven Systems. Kurios, wo doch die Linke immer vorgibt, gegen “Unterdrückung” zu sein. Die Gründe für diese Doppelmoral sind vielseitig.

So lehnen die Linken unter anderem die Rückkehr der Monarchie ab. Doch auch wenn Schah Reza Pahlavi (der Vater des aktuellen Thronerben) ein Despot war, dessen Politik erst zur “Islamischen Revolution” 1979 führte, zeigt sich dessen Sohn deutlich offener und liberaler. Er erklärte immer wieder, dass das iranische Volk selbst über die Staatsform entscheiden solle und er kein absoluter Herrscher sein wolle. Auch steht er für Religions- und Meinungsfreiheit ein.

Ein wichtigerer Punkt für die Linken ist jedoch, dass das Mullah-Regime “antizionistisch” und Israel-feindlich ist. Diese finanzieren und unterstützen nämlich die dschihadistischen Milizen von Hisbollah, Hamas und Ansar Allah (Huthis), welche als Stellvertreterkräfte immer wieder Angriffe auf Israel durchführen. Fällt das Regime, bricht auch die Unterstützung für diese Terrormilizen zusammen.

Heuchlerisch wie die Linken sind, ignorieren sie dabei geflissentlich, wie das Mullah-Regime die allgemeinen Menschenrechte mit Füßen tritt und die Frauen zur Verschleierung zwingt. Nun, im Zuge der Proteste, zeigen sich die Frauen frei und offen (in Teheran war dies schon früher so, obwohl die Sittenwächter dies nicht gerne sahen).

Natürlich beschwert man sich auch über die Einmischung des Mossad. Doch wenn man bedenkt, dass ein freier, laizistischer Iran auch im Interesse Israels und des ganzen Nahen Ostens ist, ist die Unterstützung verständlich. Israel hat immer wieder auf die lange Freundschaft zwischen den Persern und den Juden hingewiesen. Es war der Perserkönig Kyros der Große, der im 6. Jahrhundert vor Christus den im babylonischen Exil lebenden Juden die Rückkehr nach Jerusalem und den Wiederaufbau des Tempels erlaubte. Unter dem Schah selbst waren die Juden im Iran rechtlich gleichgestellt und hatten auch einen garantierten Sitz im Parlament.

Wenn sich die Linken nun mit den Mullahs verbünden, zeigen sie damit nicht nur eine antiisraelische sondern auch eine antijüdische Haltung. Sie wollen den Status quo behalten, damit der Dschihad gegen Israel und die Juden fortgeführt werden kann. Schah Reza Pahlavi stellt sich gegen den Israel- und Judenhass der Mullahs und der Linken, weshalb sie ihn versuchen zu diskreditieren.

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