In Großbritannien schlagen die Betreiber von Ladesäulen für Elektroautos Alarm. Die Kosten explodieren geradezu, weil der “Net Zero”-Traum auch die Strompreise in die Höhe treibt. Die Ausgaben für den Netzausbau, der für die “grüne Transformation” notwendig ist, werden nämlich direkt umgelegt. Und das ist teuer.
Wer hätte das wohl nur ahnen können? Die “grüne Transformation” frisst ihre eigenen Kinder. Während die Politik den Bürgern mit aller Gewalt Elektroautos aufzwingen will, explodieren im Hintergrund die Kosten in astronomische Höhen. Nun schlagen die Betreiber von Ladesäulen in Großbritannien Alarm: Ihre Stromrechnungen sind um bis zu 38.500 Prozent gestiegen. Der “Net Zero”-Traum entpuppt sich einmal mehr als Albtraum. Die Betreiber von E-Auto-Ladesäulen (vertreten durch den Verband ChargeUK) stehen nun vor dem Ruin – oder zumindest vor der Notwendigkeit, die Preise für den Endkunden massiv in die Höhe zu treiben. Grund dafür sind die in nur wenigen Jahren völlig außer Kontrolle geratenen Netzgebühren.
Die Zahlen, die hier auf dem Tisch liegen, spotten jeder Beschreibung. Der große Ladesäulen-Anbieter Osprey machte kürzlich seine Bücher auf: Für einen Standort im englischen Wolverhampton zahlte das Unternehmen im Jahr 2022 noch bescheidene 87 Pfund (ca. 102 Euro) an Netzgebühren pro Jahr. Heute flattert eine Rechnung über unfassbare 33.651 Pfund ins Haus. Das ist ein Preisanstieg von 38.579 Prozent!
Ein Konkurrent, Fastned, darf für eine Station im schottischen South Lanarkshire mittlerweile 41.000 Pfund jährlich abdrücken. Ein dritter Anbieter klagt über einen Anstieg von 250 Prozent in nur vier Jahren – die Kosten lägen nun “weit im sechsstelligen Bereich”. Doch wie will man diese exorbitanten Kostensteigerungen an die Kunden weitergeben?
Wie es zu solchen Auswüchsen kommt, ist ganz einfach: Es ist die Rechnung für die utopische “Net Zero”-Agenda. Das britische Stromnetz muss für die politisch erzwungene Energiewende für Milliarden umgebaut und erweitert werden. Und irgendjemand muss diesen Spaß bezahlen. Die Regulierungsbehörde Ofgem hat 2023 die Spielregeln geändert. Abkassiert wird nun nicht mehr nach dem tatsächlichen Stromverbrauch der Ladesäule, sondern schlicht nach der Größe des Netzanschlusses. Das bedeutet: Wer eine leistungsstarke Schnellladestation baut, zahlt sich dumm und dämlich – völlig unabhängig davon, ob dort überhaupt Autos laden oder ob die Säule mangels Nachfrage verwaist in der Gegend herumsteht.
Hier zeigt sich die ganze Schizophrenie der grün-globalistischen Planwirtschaft. Die dem Klimawahn verfallenen Politiker trommeln unermüdlich dafür, bis 2030 rund 300.000 öffentliche Ladesäulen aus dem Boden zu stampfen. Schließlich haben selbst die regierungstreuen Think-Tanks gemerkt, dass die Bürger unter der völlig berechtigten “Reichweitenangst” leiden und den überteuerten E-Schrott deshalb auf den Höfen der Händler stehen lassen.
Die Betreiber tun also genau das, was die Regierung von ihnen verlangt: Sie bauen vorausschauend die gewünschte Infrastruktur auf. Und genau dafür werden sie nun durch das neue Gebührensystem brutal abgestraft. ChargeUK bringt es auf den Punkt: Man werde dafür bestraft, “der Nachfrage voraus zu bauen”. Am Ende zahlt wie immer der Bürger. Die Betreiber haben bereits unmissverständlich klargemacht, dass sie diese absurden Kosten auf die Ladepreise umlegen müssen. Das E-Auto, ohnehin schon ein teures Spielzeug für gut betuchte Großstädter, wird damit endgültig zum finanziellen Fass ohne Boden.
