Fall gelöst: Die Propaganda-Lüge um die zerbombte Mädchenschule im Iran

Bild: Screenshot Planet Labs / OSINT / via X

Die von israelischen Raketen zerstörte Mädchenschule im Iran befand sich auf einem Militärgelände der IRGC Navy. Sie war wohl für die Töchter der Revolutionsgardisten gebaut worden, die dort stationiert sind. Auf Militärkarten war das Areal immer noch als Militärgelände markiert.

Es war die Schock-Nachricht, die um die Welt ging und für weltweite Empörung sorgte: Ein angeblich gezielter Angriff auf die Mädchenschule “Shajareh Tayyebeh” in Minab im Süden des Irans. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim und der katarische Sender Al Jazeera lieferten prompt die passenden, dramatischen Bilder. Die Behauptung: Die Schule sei völlig bewusst und absichtlich ins Visier genommen worden.

Die Folge war ein internationaler Aufschrei. Die UN sprachen vorschnell von einem Verstoß gegen das Völkerrecht, das Wort „Kriegsverbrechen“ machte sofort die Runde. Die westlichen Medien übernahmen das Narrativ der Mullah-Propaganda völlig unkritisch, während auf Social Media wild nach Gusto spekuliert wurde.

Doch jetzt zeigt sich: Die Geschichte ist ein gigantischer Propaganda-Schwindel. Denn schon eine erste Auswertung der Geodaten hatte Brisantes zutage gefördert: Die angebliche zivile Mädchenschule befindet sich nicht irgendwo, sondern mitten auf dem Gelände des Kommandos der Asaf-Brigade der Marine der berüchtigten Revolutionsgarden! Weitere historische Auswertungen belegen eindeutig, dass das Schulgelände bis mindestens 2013 ein integraler Bestandteil dieser militärischen Kaserne war.

Das von Planet Labs veröffentlichte aktuelle Satellitenbild der Region zerstört die iranische Opfer-Erzählung endgültig. Trotz der eher schlechten Auflösung ist zu erkennen: Die gesamte Kaserne wurde massiv getroffen. Mindestens acht Treffer lassen sich auf dem Militärgelände eindeutig zuordnen, zwei davon sogar mit Cluster-Munition (Streumunition). Es ist stark davon auszugehen, dass es noch weitere Einschläge gab, die auf den Bildern nur noch nicht zu erkennen sind.

Damit ist auch die steile Behauptung der UN, es handele sich hierbei um ein Kriegsverbrechen, völlig hinfällig. Ein Kriegsverbrechen setzt zwingend eine Absicht voraus, Zivilisten zu töten. Fakt ist aber: Hier wurde ein wichtiges, legitimes militärisches Ziel der Revolutionsgarden unter Feuer genommen.

Dass das Gelände bis heute in mehreren internationalen Datenbanken noch immer als Militärgelände gekennzeichnet ist, zeigt, wie es zu dem Treffer auf dem Schulgebäude kommen konnte. Das Areal wurde schlicht als militärisches Ziel erfasst. Der Fehler bei der Zielerfassung – wenn man es im Kontext eines Terror-Regimes überhaupt so nennen will – kann also schon vor Jahren gemacht worden sein.

Der Iran hat zu reinen Propaganda-Zwecken nur den Einschlag auf dem Schulgelände veröffentlicht und die massiven Treffer auf die eigene Militärbasis verschwiegen. Die internationalen Medien haben diese Halbwahrheiten blind gefressen und als Fakten präsentiert. Es ist ein weiteres Lehrstück darüber, wie leicht sich die Weltöffentlichkeit von Terror-Regimen vor den Karren spannen lässt.

Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, unterstützen Sie uns bitte mit einer Spende!

Informationen abseits des Mainstreams werden online mehr denn je bekämpft. Um schnell und zensursicher informiert zu bleiben, folgen Sie uns auf Telegram oder abonnieren Sie unseren Newsletter! Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, freuen wir uns außerdem sehr über Ihre Unterstützung.

Unterstützen Sie Report24 via Paypal: