Als Viktor Orbán neue EU Milliarden für die Ukraine blockierte, reagierte Wolodymyr Selenskyj mit Morddrohungen. Kurz darauf stoppten ungarische Behörden einen Geldtransport mit rund 80 Millionen in bar und Gold. Balázs Orbán, der politische Direktor des Ministerpräsidenten, legte nun das ganze Ausmaß der Geldtransporte offen: Im Jahr 2026 ist von über 1,3 Milliarden Euro die Rede.
Von Chris Veber
Am 5. März 2026 hielten die ungarische Steuer- und Zollbehörde NAV sowie Sicherheitskräfte zwei gepanzerte Transporter an. Die Fahrzeuge kamen von der Raiffeisen Bank in Wien und waren laut Papieren auf dem Weg in die Ukraine. An Bord waren 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro Bargeld sowie neun Kilogramm Gold (aktuell etwa 1,27 Millionen Euro). Sieben ukrainische Mitarbeiter, darunter ein ehemaliger hochrangiger General des Geheimdienstes, wurden festgenommen. Die Behörden ermitteln wegen Verdachts auf Geldwäsche. Selenskyj hatte Orbán mit den ukrainischen Streitkräften gedroht, sollte dieser die Freigabe einer 90-Milliarden-Euro-Zahlung weiter blockieren.
Orbáns (nicht verwandter) Politischer Direktor Balázs Orbán legte am Freitag, dem 6. März, weitere interessante Fakten auf den Tisch. Laut NAV wurden allein im Jahr 2026 bereits mehr als 900 Millionen US-Dollar sowie 420 Millionen Euro Bargeld und 146 Kilogramm Gold (aktuell etwa 20 Millionen Euro) über ungarisches Territorium in die Ukraine transportiert. Und das Jahr ist noch jung.
Im Zeitalter von SWIFT, SEPA und digitalen Transaktionen erscheint der physische Transport solcher Summen in ein Kriegsgebiet klandestin und – vorsichtig formuliert – ungewöhnlich. Ungarische Stellen fordern umfassende Erklärungen aus Kiew. Der Verdacht liegt nahe, dass zumindest ein Teil dieser Mittel nicht ausschließlich der offiziellen Kriegsführung oder Staatsfinanzierung dient.
Es wäre denkbar, dass diese Bargeld- und Goldströme für ukrainische Kriegsprofiteure gedacht sind, um deren Interesse an einem anhaltenden Konflikt nicht einschlafen zu lassen. Oder als Belohnung für erbrachte Leistungen. Aber die Unmengen an Gold und Bargeld könnten auch für diskrete Zahlungen an europäische Entscheidungsträger gedacht sein. Die auffällige Häufung von Besuchen hochrangiger Politiker und Funktionäre in Kiew und ihr unermüdlicher Einsatz für weitere Überweisungen erhalten vor diesem Hintergrund eine ganz neue Bedeutung. Vielleicht ist es ja nicht nur die gute Kiewer Landluft, die unsere selbsternannten Weltenlenker in Scharen in die Ukraine lockt.
Ungarn hat angekündigt, das Thema nicht mehr ruhen zu lassen. Viktor Orbán positioniert sich damit nicht nur als entschiedener Gegner der weiteren Finanzierung der Ukraine zu Lasten der europäischen Steuerzahler, sondern auch als Anwalt größerer Transparenz im Umgang mit ebendiesen Steuergeldern. Die europäischen Bürger, deren Geld offenbar über verschiedenste Kanäle in der Ukraine landet, haben ein Recht auf lückenlose Aufklärung. Es geht um hunderte Milliarden Steuergeld.
Die US-Administration hat schon 2023 mit sehr deutlichen Worten vor der Unterschlagung von Hilfsgeldern gewarnt. Die Führung der EuSSR wollte nicht hören. Nun zeigt sich, dass beim geflissentlichen Weghören möglicherweise ein gerüttelt Maß auch an pekuniärem Eigeninteresse im Spiel gewesen sein könnte. Die Aufdeckung der Goldstraße nach Kiew muss der Beginn einer Aufklärung über die tatsächliche Verwendung westlicher Hilfsgelder sein. Verdient hätten es die zwangsgeschröpften Bürger.
