Aus gutem Grund warnten etliche Juristen im Vorfeld vor der elektronischen Patientenakte: Die Digitalisierung und Sammlung der privatesten Daten der Bürger öffnet Missbrauch Tür und Tor – auch und gerade durch den Staat. Ein solcher zeichnet sich bereits ab. Der sogenannte “Expertenrat” für “Gesundheit und Resilienz”, in dem sich dieselben Personalien wie einst im “Corona-Expertenrat” tummeln, empfiehlt der Politik zur Kontrolle von Impfquoten die Nutzung der elektronischen Patientenakte.
Ein Kommentar von Vanessa Renner
Wir berichteten bereits über die fragwürdige Zusammensetzung des “Expertenrates”: “Neues Gremium für “Gesundheit und Resilienz”: Besetzt mit Hardlinern des Corona-Expertenrats“
Darin sitzen Personalien wie Alena Buyx und Christian Drosten, die nach den Corona-Jahren von der Bevölkerung mit allem Möglichen assoziiert werden, aber eher nicht mit verlässlichen und ethisch akzeptablen Gesundheitsinformationen und -forderungen. Unschwer zu erraten, dass die “11. Stellungnahme des ExpertInnenrats ‘Gesundheit und Resilienz'” vom 10. Februar 2025 in den sozialen Netzen keine Begeisterungsstürme hervorruft.
In der Stellungnahme geht es um die “Stärkung der Resilienz durch Impfen und Hygiene”. So ganz konnte man darin das Corona-Unrecht von 2G bis hin zu berufsbezogenen Impfpflichten mit hochumstrittenen Gentherapeutika nicht umschiffen – Schuld an der breiten Ablehnung des faktischen Impfzwangs waren aber demnach nicht etwa bürgerfeindlicher Totalitarismus und massive Desinformation im Hinblick auf Wirksamkeit und Sicherheit der experimentellen Gentherapeutika, nein, es waren eine nicht ganz “präzise” Kommunikation und falsche Erwartungshaltungen. Nach einem allgemeinen Loblied auf Impfungen liest man da:
“Während der Corona-Pandemie wurde aber auch deutlich, dass eine nicht präzise Kommunikation im Zusammenhang mit einer nicht faktenbasierten Erwartungshaltung Ängste und Verunsicherung in der Bevölkerung schürt und im schlimmsten Falle zur Ablehnung der Maßnahmen führen kann.”
Aussagekräftig: Nebenwirkungen von Impfungen werden mit keiner Silbe erwähnt. Es scheint also nicht von Interesse zu sein, wie die fröhliche Unterstützung von Pharma-Profiten in Form von Massenimpfungen den Menschen Schaden zufügen kann. Stattdessen behauptet man, dass Impfungen auch Spätfolgen von Infektionen wie etwa Gürtelrosen verhindern könnten und man den Menschen das doch erzählen müsste – was beinahe ironisch wirkt, bedenkt man, dass der Ausbruch dieser Erkrankung eine Nebenwirkung der Corona-Gentherapeutika war. Wer Vertrauen schaffen will, setzt auf volle Transparenz und maximale Sicherheit. Das wäre es, was die Menschen nach den Corona-Jahren erwarten – und auch erwarten dürfen und sollten. Hat das für die “Experten” keine Relevanz?
Zwar scheint man im Gremium zufrieden mit der allgemeinen Durchimpfung von Kindern zu sein, bei
Impfraten im Jugend- und Erwachsenenalter rangiere Deutschland aber “deutlich unterhalb des europäischen Durchschnitts”. Das will man ändern. Dazu brauche man auch “aktuelle, kontinuierliche, hochwertige Daten zu Impf- und Krankheitsraten”. Wie man an diese gelangen will, wird am Ende bei den konkreten Empfehlungen deutlich: Die elektronische Patientenakte soll für eine “bevölkerungsweite Erfassung von Impfungen” genutzt werden. Gefordert wird eine “bundesweit einheitliche, zentrale Datenstruktur”. Ein Schelm, wer hier an ein Werkzeug zur Durchsetzung immer neuer Impfzwänge denkt.

Im Fließtext spricht man davon, dass es “zeitgemäße Impfkampagnen mit zielgruppenspezifischen Aufklärungsmaterialien und Impfangebote, die auch aktiv Impfkritik adressieren und realistische Versprechen geben” bräuchte. Konkret empfohlen wird allerdings “eine feste Bindung möglichst vieler von der STIKO empfohlener Impfungen an Vorsorgeuntersuchungen und reguläre Arztbesuche, insbesondere im Erwachsenenalter”, was verdächtig nach lustigem Zwischen-Tür-und-Angel-Impfen klingt: Wer warum auch immer zum Arzt muss, soll wohl gleich die eine oder andere Spritze reingejagt bekommen.
Die STIKO, die in den Corona-Jahren anfänglich noch mit vernünftigen Empfehlungen bei den Corona-Kinderimpfungen auffiel, schließlich aber einknickte und plötzlich doch eben jene Empfehlungen produzierte, die von der Politik gefordert wurden, soll anscheinend belohnt werden: Nahegelegt wird die “Unterstützung der Struktur der STIKO mittels zusätzlicher personeller Ressourcen für die Geschäftsstelle”. Wie es wohl um finanzielle Ressourcen bestellt ist?
Es wirkt nicht, als habe man aus den Fehlern und Übergriffen der Corona-Jahre seine Lehren gezogen. Wieder wird der Anschein erweckt, dass die Bevölkerung nur mehr als Verfügungsmasse betrachtet wird, die nach Belieben verwaltet und, Nutztieren gleich, behandelt und “durchgeimpft” werden darf. So wird man den Vertrauensverlust und die wachsende Ablehnung des Souveräns gegenüber staatlichen Institutionen und ihren Beratern gewiss nicht umkehren.