Mit Verzückung berichten Medien zum Jahresbeginn von den Neujahrsbabys: den ersten Kindern, die in der jeweiligen Stadt oder Region im neuen Jahr das Licht der Welt erblickten. Ein kleines Problem gab’s dabei dieses Mal in Duisburg: Das Neujahrsbaby ist namenlos – weil die Mutter kein Deutsch spricht, konnte sie nicht mitteilen, wie das kleine Mädchen heißen soll. Zugleich sorgen Bilder aus Frankfurt online für Entsetzen.
Fotos von Neugeborenen und glücklichen Eltern lockern die mediale Berichterstattung zum Jahresbeginn auf: Überall werden die Neujahrsbabys vorgestellt. Die Namen und Bilder, mit denen die Bürger in Deutschland hier beglückt werden, haben sich allerdings im Laufe der Jahre und Jahrzehnte deutlich verändert. Während die autochthone Bevölkerung aufs Kinderkriegen mehr und mehr verzichtet, sorgen nun andere für Nachwuchs.
Sarah Mousa Asaad in Nürnberg, Abdullah in Erlangen, ein Bub namens Carol in Fürth, Maya in Bremen, Onur Ömer Özkaya in Bielefeld, Sama in Würzburg, Lara Estella in Karlsruhe, Yared Habte in Erfurt: Das ist nur eine winzige Auswahl an kleinen Neuankömmlingen, die dieses Jahr das “Rennen” als erstes Baby im jeweiligen Ort gemacht haben.
Kommunikation unmöglich, Name unbekannt
Viele Namen sind dabei bereits Zeugnis von Deutschlands zunehmender “Buntheit”. Daran ist man wohl inzwischen gewöhnt. In Duisburg hat das allerdings kuriose Konsequenzen: Hier konnte man das Neujahrsbaby nicht namentlich vorstellen, weil die frisch gebackene Mama diesen dank Sprachbarriere gar nicht mitteilen kann.
Das kleine Mädchen erblickte am 1.1. mit 49 Zentimetern Größe und 2.390 Gramm Gewicht um 3:17 Uhr in den Sana Kliniken das Licht der Welt. Sowohl Kind als auch Mutter sollen wohlauf gewesen sein, berichtete die WAZ. Aber:
“Doch ein Detail konnten die erfahrenen Hebammen nicht herausfinden: den Vornamen des Babys. Sie konnten sich nämlich nicht mit der Mutter verständigen, weil sie kein Deutsch spricht. Deswegen bleiben auch weitere Angaben zur Familie ein Geheimnis.”
Bleibt nur zu hoffen, dass es mit den Sprachkenntnissen noch aufwärts geht, sofern die Familie in Deutschland bleiben möchte.
Geboren in die Vollverschleierung?
Für Skepsis in den sozialen Netzen sorgt außerdem die Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen über Neujahrsbabys in Frankfurt: Eine Mutter in Vollverschleierung hielt dort im Krankenhausbett stolz ihr neues Glück im Arm – das Kleine sieht so von seiner Mama nicht mehr als die Augen, der Rest ist hinter dunklem Stoff verborgen.
Bericht in der Hessenschau über Neujahrsbabies in Frankfurt. Das Standbild ist aus dem Beitrag, wir sehen hier die Zukunft Deutschlands.https://t.co/OKbnmTeos7 pic.twitter.com/ZG6xamKrWH
— Peter Borbe (@PeterBorbe) January 7, 2025
Ob dem kleinen Mädchen dasselbe Leben nach streng islamischen Regeln blüht? Höchstwahrscheinlich schon. Erst vor wenigen Monaten sorgten Angebote für Kinder-Hijabs beim Versandhandel Otto deutschlandweit für Empörung: Mit blumigen Worten bewarb man die Polyesterungetüme für junge Mädchen, damit die kleine Tochter auch beim Spielen “stilvoll bedeckt bleibt” (Report24 berichtete). Besonders für westliche Frauen sind derartige Bilder eher erschütternd und tieftraurig statt erfreulich. Nur bei der “Hessenschau” scheint man vom “bedeckten” Anblick im Krankenhausbett verzückt gewesen zu sein …
