Dänemark: Zwei junge Migranten wegen Vergewaltigung von Mädchen angeklagt

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Zwei junge Männer nichtdänischer Herkunft müssen sich in Dänemark wegen schwerer Sexualverbrechen an minderjährigen Mädchen vor Gericht verantworten. Eine 14-Jährige soll innerhalb von mehr als sieben Stunden zweimal gemeinschaftlich vergewaltigt worden sein. Ein weiteres Opfer war erst 13 Jahre alt und wurde laut Anklage mit einem Messer bedroht.

In der dänischen Stadt Kalundborg sollen zwei junge Männer im Alter von 17 und 18 Jahren insgesamt drei minderjährige Mädchen sexuell missbraucht, misshandelt und eingeschüchtert haben. Wie die dänische Zeitung B.T. unter Berufung auf die Anklageschrift berichtet, sind beide Beschuldigten nichtdänischer ethnischer Herkunft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Vergewaltigung, Körperverletzung, Nötigung und Bedrohung von Zeugen vor. Die mutmaßlichen Taten ereigneten sich im April und Mai 2026.

Am 28. April sollen die beiden Freunde eine 14-Jährige an einer Adresse in Kalundborg zweimal gemeinschaftlich vergewaltigt haben. Die Übergriffe sollen sich innerhalb eines Zeitraums von mehr als sieben Stunden ereignet haben. Laut Anklage wehrte sich das Mädchen gegen die sexuellen Handlungen und versuchte wiederholt, den beiden zu entkommen. Dennoch sollen sie ihre Übergriffe fortgesetzt haben.

Am 21. Mai soll es zu einer weiteren Vergewaltigung gekommen sein. Diesmal war das mutmaßliche Opfer erst 13 Jahre alt. In einem Auto auf einem Parkplatz in Kalundborg soll einer der Beschuldigten das Mädchen mit einem Messer bedroht haben, während der andere es vergewaltigte. Die beiden damals 17-Jährigen wurden festgenommen und am 21. Mai einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Das bestätigte die dänische Staatsanwaltschaft am folgenden Tag.

Zur Pille danach gezwungen und massiv bedroht

Die Anklage umfasst weitere schwere Vorwürfe. So sollen die beiden Beschuldigten die 13-Jährige festgehalten und zur Einnahme der Pille danach gezwungen haben. Der jüngere Angeklagte soll ihr außerdem zweimal in den Bauch geschlagen haben. Ihm wird zusätzlich vorgeworfen, bereits in den Tagen vor der Vergewaltigung Sex mit der damals erst 13-Jährigen gehabt zu haben. Auch ein weiteres 13-jähriges Mädchen soll Opfer sexueller Übergriffe durch den 17-Jährigen geworden sein.

Damit nicht genug: Die beiden sollen die Mädchen gezwungen haben, ihre Mobiltelefone samt PIN-Codes herauszugeben. Als sie erfuhren, dass die Minderjährigen mit der Polizei sprechen wollten, sollen massive Drohungen gefolgt sein. Sollten die Mädchen darüber reden, seien sie „erledigt“, hieß es demnach. Die mutmaßlichen Täter sollen damit versucht haben, die Mädchen von Aussagen gegenüber den Ermittlern abzuhalten.

Die beiden Angeklagten müssen sich in den kommenden Wochen vor dem Gericht in Holbæk verantworten. Bei ihrer ersten richterlichen Anhörung im Mai hatten sie die damaligen Vorwürfe bestritten. Wie sie sich zu den weiteren Anklagepunkten äußern, ist bislang nicht bekannt. Die Verhandlung soll als Strafprozess unter Beteiligung von Laienrichtern stattfinden.

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