Bostons schwarze Bürgermeisterin vergleicht Impfnachweispflicht mit Sklaverei

Bild: Screenshot via YouTube (WCVB Channel 5 Boston)

Schock für Amerikas Linke: Die amtierende Bürgermeisterin der Ostküsten-Metropole und US-amerikanischen Intellektuellen-Hochburg Boston im Staat Massachusetts, Kim Janey, erklärte am Dienstag – sehr zum Entsetzen der Corona-Hardliner in Washington – ihren entschiedenen Widerstand gegen Impfpässe  aller Art, die zur Überwindung von Einlassbeschränkungen und Zutrittsverboten auch in den USA mancherorts verpflichtend werden sollen. Sie nahm damit Bezug auf die entsprechenden geplanten Maßnahmen im Bundesstaat New York.

Vertreter des Linksstaats, für die die statthaften und einzig zulässigen Gesinnungen nur im Dutzend erhältlich sind und denen zur politischen Einordnung von Menschen nur eine sehr begrenzte Auswahl an Schubladen zur Verfügung steht, dürften hier nun in ein weltanschauliches Dilemma geraten: Denn Janey ist nicht nur Demokratin (und gehört damit parteilich eigentlich dem Lager Biden-Fauci an). Sie ist auch die erste schwarze Bürgermeisterin Bostons. Somit begibt sich vor allen in den USA jeder – Stichwort Rassismusgefahr – auf dünnes Eis, der die Bürgermeisterin etwa mit den üblichen Attributen fehlender Intelligenz, Verschwörungsaffinität und egoistischer Gemeingefährlichkeit belegen würde, die in den USA Verfechtern der Impffreiheit ebenso pauschal angepappt werden, wie dies in Deutschland und Österreich mit Angehörigen des Querdenker-Lagers geschieht.

Doch damit nicht genug: Janey verglich bei ihrem Auftritt vor Reportern die Impfnachweise zudem noch mit „Sklavenpapieren“ – und zog damit eine direkte Parallele zwischen der langjährigen Ausgrenzung, der staatlich geduldeten Entrechtung Schwarzer in der leidvollen US-Geschichte und den aktuellen Apartheid-Maßnahmen der Corona-Politik. Sie ging sogar soweit, ihre Ablehnung der Impf- und Genesenennachweise konkret mit den Auswirkungen auf die Bostoner BIPOC-Gemeinden („Black, Indigene und People of Color“) zu begründen, die traditionell auch akademisch stark organisiert sind:

„In diesem Land gibt es eine lange Geschichte von Menschen, die ihre Papiere vorzeigen müssen. Während der Sklaverei, nach der Sklaverei, seit kurzem – Sie wissen, was die Einwanderer hier durchmachen müssen… deshalb möchten wir sicherstellen, dass nichts verordnet wird, was die Einwohner von Boston noch mehr einschränkt und vor allem die BIPOC-Gemeinden unverhältnismäßig beeinträchtigt.“

Wenn „Wokeness“ mit Impfwahn kollidiert

Sehr „tricky“ und paradox sind solche Worte für die Vertreter der politischen Linken, die in den USA ebenso wie in Europa einerseits für Wokeness, für Cancel-Culture, für Antirassismus und Black Lives Matter stehen und jegliches Erbe, jede Reminiszenz an die frühere Sklaverei theatralisch zu überwinden suchen, andererseits aber eben strikte Anhänger der Impfkampagne und harter staatlicher Corona-Maßnahmen sind. Dass ihnen nun ausgerechnet eine Person of Color und demokratische Amtsträgerin die Augen öffnen muss, auf welch fatalen Irrweg sie mit ihren freiheitsfeindlichen Zwangsphantasien gegen Impfverweigerer und „Covid-Verharmloser“ wandeln: Das entbehrt nicht einer gehörigen Portion Ironie.

Janey drückte sich zwar relativ diplomatisch aus und erklärte, es gehe darum, sicherzustellen, „dass wir den Menschen jede Möglichkeit geben, sich impfen zu lassen“, jedoch eben ohne Unternehmen zu Gesundheitswächtern und Kontrolleuren des Impfstatus zu machen, weil dies „schwer durchzusetzen“ sei. Doch ihre Botschaft wurde wohlverstanden – nicht nur unter den schwarzen und migrantischen Bevölkerungsschichten ihrer Stadt, sondern mit Sicherheit auch bei den zerknirschten US-Linken. Deren Gesinnungsgenossen in Europa wären gut beraten, hierüber ebenfalls zu reflektieren. (DM)

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