Die Wahrheit hinter dem Untergang urbaner Küstenregionen ist komplexer, als es die Klimafanatiker gerne behaupten. Es ist weniger der Anstieg des Meeresspiegels, sondern vielmehr die Absenkung des Bodens durch die schweren Gebäude und die Grundwasserentnahme, der dafür verantwortlich gemacht werden kann.
Eine neue NASA-Studie mit dem Titel “Variable vertical land motion and its impacts on sea level rise projections” zeigt, dass zahlreiche Küstenstädte weltweit in alarmierendem Tempo absinken – doch die Ursache ist nicht der Klimawandel, sondern lokale Bodensenkung. Die Untersuchung, die kürzlich für Schlagzeilen sorgte, offenbart ein komplexes Zusammenspiel geologischer und menschengemachter Faktoren, die oft fälschlicherweise dem Anstieg des Meeresspiegels zugeschrieben werden.
“In vielen Teilen der Welt, wie etwa unter dem aufgeschütteten Boden von San Francisco, bewegt sich das Land schneller nach unten als das Meer selbst ansteigt”, erklärt Marin Govorcin, Hauptautor der NASA-Studie und Spezialist für Fernerkundung am Jet Propulsion Laboratory der New York Post. Diese Erkenntnis widerspricht der verbreiteten Annahme, dass primär der klimabedingte Meeresspiegelanstieg für die Überflutungsrisiken in Küstenregionen verantwortlich sei.
Halbinsel sinkt wöchentlich 10 Zentimeter ab
Die im Fachjournal Science Advances veröffentlichte Studie identifiziert verschiedene Ursachen für Bodensenkungen: übermäßige Grundwasserentnahme, Verdichtung von Sedimenten, tektonische Verschiebungen und infrastrukturelle Probleme. Besonders betroffen sind Gebiete wie das Central Valley in Kalifornien, wo der Boden jährlich um bis zu 20 Zentimeter absinkt – hauptsächlich aufgrund von Grundwasserentnahmen während Dürreperioden.
Alexander Handwerger, ein weiterer NASA-Forscher, warnt: “Die Geschwindigkeit ist mehr als ausreichend, um Menschenleben und Infrastruktur zu gefährden.” Besonders dramatisch ist die Situation auf der Palos Verdes Halbinsel in Los Angeles, die durch Erdrutsche wöchentlich um etwa 10 Zentimeter in Richtung Ozean absinkt.
Meeresspiegel steigt seit 100 Jahren minimal, aber konstant
Während die New York Post und andere Medien die NASA-Studie als Beweis für einen “erschreckenden” klimabedingten Meeresspiegelanstieg interpretierten, zeigen langfristige Pegelmessungen ein anderes Bild. Die als Goldstandard geltenden Tidenmessungen der NOAA belegen, dass der Meeresspiegel seit über einem Jahrhundert mit konstanter, moderater Geschwindigkeit steigt – ohne signifikante Beschleunigung trotz zunehmender CO₂-Emissionen.

Die Daten der NOAA-Pegelstation am Battery Park in New York City, die seit 1856 den Meeresspiegel aufzeichnet, zeigen einen gleichmäßigen Anstieg von etwa 2,94 Millimetern pro Jahr. Dies entspricht einem Anstieg von nur 0,96 Fuß (ca. 29 cm) in 100 Jahren. In San Francisco beträgt die Rate sogar nur 1,98 mm pro Jahr, während Los Angeles mit 1,05 mm jährlich den geringsten Anstieg verzeichnet. Diese Werte stehen im Einklang mit dem globalen Durchschnitt von 1,7-1,8 mm pro Jahr seit dem Ende der Kleinen Eiszeit im 19. Jahrhundert und widersprechen der Behauptung einer klimabedingten Beschleunigung.
Klimawandel-Erzählung müsste zu rascherem Anstieg führen – nicht nachweisbar
Die New York Post berichtete, dass “unter Berücksichtigung dieser Absenkung der Meeresspiegel – der aufgrund des Klimawandels ansteigt – in 25 Jahren in Los Angeles und San Francisco mehr als doppelt so stark ansteigen könnte wie bisher prognostiziert.” Diese Darstellung vermischt jedoch zwei separate Phänomene und suggeriert fälschlicherweise, dass der Klimawandel für die lokalen Überflutungsrisiken hauptverantwortlich sei. Tatsächlich zeigen mehrere wissenschaftliche Studien, dass der Meeresspiegelanstieg seit dem Ende der Kleinen Eiszeit relativ konstant geblieben ist. Wenn Treibhausgasemissionen tatsächlich eine Beschleunigung verursachen würden, müsste in den Pegelmessungen der letzten 50 Jahre ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar sein – was nicht der Fall ist.
Die Vermischung von Bodensenkung und Meeresspiegelanstieg lenkt von den eigentlichen Problemen ab, mit denen Küstenstädte konfrontiert sind. Statt sich auf den minimalen oder nicht existierenden Einfluss von Treibhausgasemissionen (siehe auch mein Buch “Das CO2 ist nicht unser Feind“) zu konzentrieren, könnten politische Entscheidungsträger durch gezielte Maßnahmen gegen die Ursachen der Bodensenkung weitaus direktere und substanziellere Auswirkungen auf die Verhinderung von Überschwemmungen und Verlusten erzielen.
Zu diesen Maßnahmen gehören ein verbessertes Grundwassermanagement, die Stabilisierung instabiler Böden und die Überprüfung von Aufschüttungen an Küstenlinien. Die NASA-Studie liefert wertvolle Daten, die Gemeinden bei der Anpassung an lokale Höhenveränderungen unterstützen können. Die Berichterstattung der New York Post hat das Thema zwar aufgegriffen, aber nur teilweise richtig dargestellt. Eine präzisere Darstellung hätte auf die Erwähnung des Klimawandels als Faktor für die Probleme bestimmter Küstenstädte verzichtet und stattdessen die wissenschaftlich nachgewiesenen lokalen Ursachen in den Mittelpunkt gestellt.
Mein neues Buch ist da: “Im Zensurwahn – Die Aushöhlung von Freiheit und Demokratie“.