Die russische Botschaft in Deutschland äußerte sich jüngst in sozialen Medien zu der Entscheidung der Mannheimer Philharmoniker, das Konzert des weltberühmten Geigenspielers Vadim Repin abzusagen. Hintergrund ist der Rassismus gegen Russen, der aufgrund der schwierigen Situation in der Ukraine im Westen salonfähig gemacht wurde. Dabei ließ man alle alten Konventionen fallen, Sport und Musik vom blindwütigen Kriegsgeplärre auszunehmen. Der Jahrtausende alte “olympische Gedanke” der Völkerverständigung wurde vom Tiefen Staat damit begraben.
Es sind Hass, Rassismus und Menschenverachtung, die vor allem von der politischen Linken und den pseudokonservativen Volksparteien in der Europäischen Union salonfähig gemacht wurden. Der Russe an sich wird entmenschlicht, überall unterdrückt und gemobbt. Somit versucht man, den Blick der Bevölkerung darauf zu verschleiern, dass in jedem Land der Erde kultivierte, gebildete und vor allem friedliche Menschen leben, die mit den Machenschaften ihrer Regierungen nichts zu schaffen haben.
Die Propaganda erklärt den Feind zum Untermenschen, gegen den jede Ungerechtigkeit nur billig und recht ist. Eigentlich dachten wir, dieses Denken wäre nach den Erfahrungen der NS-Zeit überwunden. Doch mithilfe der willfährigen Massenmedien dauerte es nur wenige Tage, diesen faschistischen Hass in den Menschen wiederzuerwecken und mit fanatischem Leben zu erfüllen.
Der jüngste Auswuchs dieses Wahns, der von der Mehrheit offenbar nicht durchblickt wird, weil die Methoden der Propaganda so gut greifen, ist die Ausladung des Geigers Vadim Repin. Dem Mann kann man weder vorwerfen, im Jahr 2014 einen CIA-Putsch in der Ukraine durchgeführt und zigtausende Menschen der russischen Minderheit ermordet zu haben – noch kann man ihm eine Beteiligung an der spät erfolgten russischen Reaktion anlasten, die als blutiger Angriffskrieg verbucht wird, der inzwischen wohl weit über eine Million Todesopfer gefordert hat.
Repin ist einfach ein begnadeter Musiker – und als solcher wäre er in der Lage zu Völkerverständigung. Musiker wie er zeigen auf, dass auf beiden Seiten eines Konfliktes Menschen wie du und ich sind, die vom Leben und nicht vom Tod beseelt sind. Das stört die Hass-Ideologen im Westen, die den Krieg offenbar zu ihrem Machterhalt brauchen wie ein Verhungernder einen Bissen Brot.
Die russische Botschaft in Deutschland kommentierte den Sachverhalt auf X öffentlich wie folgt:
Mit großer Enttäuschung erfuhren wir aus den deutschen Medien von der Entscheidung der Mannheimer Philharmoniker (Baden-Württemberg), das für den 22. Februar 2026 geplante Konzert des weltweit anerkannten, russischen virtuosen Geigers Vadim Repin abzusagen. Besonders bedrückend erscheint, dass dieser eindeutig politisch motivierte Schritt als Reaktion auf die koordinierte Kampagne der ukrainischen Botschaft in Berlin zur Verleumdung der russischen Kulturschaffenden erfolgte.
Kultur und Musik fungieren seit Jahrzehnten als universelle Mittel des Dialogs, die dazu bestimmt sind, Menschen zu verbinden und ihr gegenseitiges Verständnis zu fördern. Ihre Instrumentalisierung zugunsten der politischen Konjunktur stellt ein äußerst gefährliches Phänomen dar, was man in Deutschland aus eigener Erfahrung weiß. Konzerte russischer Künstler werden auf Forderung der Vertreter des Kiewer Regimes abgesagt, das den Kurs auf Auslöschung von allem Russischen im eigenen Land eingeschlagen hat – von der Kultur, der Sprache, der gemeinsamen Geschichte, der Bildung und dem Glauben. Dadurch solidarisieren sich einige lokale politische Kräfte und Kultureinrichtungen nicht nur mit der rechtswidrigen Hetze, sondern beschränken auch bewusst den Zugang ihres eigenen Publikums zu großer russischer Kunst. Dies ist äußerst bedauerlich.
Die These über die „Bedenken der ukrainischen Gemeinschaft in Deutschland“, von denen die ukrainische Botschaft berichtet hat, hält überhaupt keiner Kritik stand. Es ist verwunderlich, dass man in Mannheim dieser ungereimten Legende so schnell und bereitwillig geglaubt hat.
Die Absage des Konzerts von Vadim Repin reiht sich in eine Serie schändlicher Erscheinungen der „Cancel Culture“ ein, die in letzter Zeit im „aufgeklärten“ Europa so verbreitet sind. Ist das nicht beschämend?
Über Vadim Repin ist in der englischen Wikipedia zu lesen:
Nachdem er einen Auftritt von Repin gehört hatte, sagte der Geiger Yehudi Menuhin: „Vadim Repin ist schlichtweg der beste und vollkommenste Geiger, den ich je hören durfte.“ Der 1971 in Nowosibirsk geborene Wadim Repin begann im Alter von fünf Jahren bei Sachar Bron Violine zu lernen und gab bereits nach sechs Monaten sein erstes öffentliches Konzert. 1985, mit 14 Jahren, debütierte er in Tokio, München, Berlin und Helsinki, und im darauffolgenden Jahr gab er sein Debüt in der Carnegie Hall.
Mit 17 Jahren wurde er der jüngste Gewinner des Violinwettbewerbs beim Königin-Elisabeth-Musikwettbewerb in Brüssel. Er war 2009 Mitglied der Jury im Violinwettbewerb dieses Wettbewerbs. Vadim Repin spielte unter so bedeutenden Dirigenten wie Simon Rattle, Valery Gergiev, Mariss Jansons und Yehudi Menuhin.
Vadim Repin war ein häufiger Gast bei Festivals wie den BBC Proms, Tanglewood, Gstaad und Verbier. Im Jahr 2010 spielte er die Uraufführung von James MacMillans Violinkonzert mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Gergiev, das ihm gewidmet war.
Der Fall Vadim Repin zeigt einmal mehr: Die jahrzehntelangen Predigten der politischen Linken waren Lügen. Nie ging es ihnen um Frieden für alle Völker und die Überwindung von Gewalt und Krieg. Die von Hass und Geldgier beseelten Eliten demonstrieren, dass sie über Leichen gehen – und mit Kultur und Liebe zu den Menschen nichts zu tun haben. All das mögen die Werte der autokratischen, nicht vom Volk gewählten EU-Herrscherin Ursula von der Leyen sein – aber sind es auch die Werte der Menschen Europas?
