Als Frau muss man sich nicht rechtfertigen? Baerbock erntet heftigen Shitstorm

Screenshot via X

In einem kurzen Video auf X behauptet Annalena Baerbock, als Frau müsse man seine Präsenz in Machtpositionen nicht rechtfertigen – und auch nicht seine Fähigkeit, die United Nations zu leiten. Offenbar gelten für Frauen Sonderrechte, sodass sie auch bei maximaler Inkompetenz gemütlich auf höchste Posten gehoben werden sollten? So kommt Baerbocks Aussage jedenfalls an – was ihr einen massiven Shitstorm einhandelte.

Annalena Baerbock ist seit September 2025 die Präsidentin der 80. Sitzungsperiode der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Der Posten hatte eigentlich an eine renommierte Diplomatin gehen sollen – entsprechend scharf war die Kritik. Baerbock war in ihrem inzwischen ehemaligen Bundesministerium für Äußeres wohl so beliebt, dass in der internen Mitarbeiterzeitschrift ein Schmähgedicht gegen sie und Parteigenossen Robert Habeck veröffentlicht wurde (Report24 berichtete) – darin hieß es:

Und sie, die Heimat verlässt,
auf zum Big Apple, welch ein Fest,
ein Job ergaunert, ganz elegant,
das Volk frohlockt, nun ist sie verbannt.

Ganz verbannt ist sie freilich nicht. Von ihrem neuen Posten aus kann sie die Welt weiterhin mit ihrem sogenannten Feminismus beglücken. Nachdem kürzlich UN-Generalsekretär António Guterres befand, dass eine Frau ihn im Amt beerben sollte, weil es das ja noch nie gegeben habe, pflichtete Baerbock eilig bei: Es wäre ihrer Ansicht nach “nicht zeitgemäß”, dass eine Organisation, die für Frauen- und Menschenrechte eintrete, es in 80 Jahren noch nicht geschafft habe, eine Frau an ihrer Spitze zu haben. Fragt sich freilich, ob hier ihre eigenen Zukunftsvisionen deutlich wurden.

Die Stoßrichtung dieser “Argumentation” scheint jedenfalls klar: Nicht Kompetenz, sondern das Geschlecht soll entscheiden, wer führen darf. Das hat Baerbock anscheinend mit einem Kurzvideo bekräftigen wollen. In den sozialen Netzen postete sie einen kurzen Clip, in dem sie behauptete:

Frauen müssen ihre Präsenz in Führungspositionen oder ihre Fähigkeit, eine Organisation wie die Vereinten Nationen zu leiten, nicht rechtfertigen.

Nanu? Sobald eine Frau einen Posten bekommt, muss das also nicht vor den Menschen, die von der Wahl dieser Personalie beeinflusst (oder beeinträchtigt) werden, gerechtfertigt werden? “Rechenschaftspflicht” ist für viele heutige Politiker zweifelsfrei ein Fremdwort, doch wenn die Rechenschaftspflicht der Mächtigen abgeschafft wird, kann das Märchen von “unserer” Demokratie wohl endgültig zu Grabe getragen werden.

Bei den Nutzern in den sozialen Netzen kam das Posting schlecht an: Das Echo fiel überdeutlich aus. Dass ausgerechnet Annalena Baerbock auf der Weltbühne eher nicht mit positiven Leistungen assoziiert wird, dürfte den Shitstorm noch befeuert haben. Während ihre Parteigenossen argumentieren, die Kritik gegen die Grüne wäre reiner Sexismus und beruhe einzig auf ihrem Geschlecht, führen andere regelrechte Listen von diplomatischen Affronts, politischen Fehlleistungen und zahllosen linguistischen Patzern als Begründung für fehlende Begeisterung an.

Massive Zustimmung erntete der folgende Kommentar einer Nutzerin (hier ins Deutsche übersetzt): “Frauen müssen, genau wie Männer, Kompetenz beweisen. Jede Führungskraft sollte hinterfragt werden. Was für eine unsinnige und ungeheuerliche Aussage!”

In diese Kerbe schlagen etliche Kommentatoren. “Da widerspreche ich energisch. Wenn jemand aufgrund von schlechter Sprache oder sonstigen Minderleistungen nicht für eine Stelle geeignet ist, muss er oder sie sich SELBSTVERSTÄNDLICH dafür rechtfertigen. Egal ob Mann oder Frau”, konstatierte ein User. Ein anderer kommentierte (auf Englisch): “Natürlich tust du das. Genau wie die Männer. Du musst deine Präsenz in Machtpositionen ständig rechtfertigen … genau wie die Männer. Es gibt keine Freikarten, nur weil du nicht als Mann geboren wurdest. Nur die besten und geeignetsten Personen sollten in solchen Positionen beschäftigt werden.”

Ein User nahm die LGBT-Agenda auf die Schippe, indem er provokant fragte: “What is a woman?” – Was ist eine Frau? Ein anderer zeigte seine Kritik bildlich und bat das X-LLM “Grok”, Baerbock eine leuchtend rote Clownsnase aufzusetzen. Das Modell gehorchte und sammelte damit rasant Hunderte Likes.

https://twitter.com/grok/status/2019056988617875896?s=20

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