In Deutschland schreibt die Satire sich von selbst – doch angesichts der Zustände kann einem der schwarze Humor allmählich abhandenkommen. In Göttingen kontrollierten am Sonntag zwei Polizisten eine Waffenverbotszone, als sie auf einen polizeibekannten guineischen Staatsangehörigen trafen. Der hielt von der Kontrolle nichts – und schlug und biss um sich. Wenigstens setzte er sein Messer nicht ein, doch Zähne und Fäuste lassen sich wohl nicht verbieten…
Seit Anfang Februar sind in Teilen der Göttinger Innenstadt Waffenverbotszonen in Kraft, in denen das Führen von Waffen, Messern und gefährlichen Gegenständen verboten ist. Leider brauchen Gewalttäter aber keine Waffen, um Schaden anzurichten: Das demonstriert der Fall vom Sonntag (22. Februar) überdeutlich.
Zwei Polizisten kontrollierten gegen Mittag gerade die Waffenverbotszone im Bereich Waageplatz/Reitstallstraße, als sie auf einen guineischen Staatsangehörigen (26) trafen. Der soll bereits wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz polizeibekannt gewesen sein und verhielt sich zudem verdächtig, indem er sein Gesicht verbarg und sich von den Einsatzkräften entfernen wollte.
Die Polizisten schritten zur Tat und wollten den Afrikaner kontrollieren, doch der kooperierte nicht. Bei der Durchsuchung – tatsächlich wurde ein Messer bei ihm gefunden – wollte er sich herauswinden und wurde schließlich gewalttätig: Er biss einem der Beamten in den Arm und schlug mit den Fäusten auf beide Polizisten ein. Weitere Einsatzkräfte mussten eingreifen, um den Migranten unter Kontrolle zu bringen und zur Dienststelle zu bringen.
Am Ende waren zwei Beamte verletzt worden und nicht mehr dienstfähig. Die zuständige Bereitschaftsrichterin am Amtsgericht Göttingen ordnete eine Blutprobe bei dem 26-Jährigen an. Nach Abschluss der Maßnahmen ließ man ihn frei.
Angeblich sollen viele Passanten den Vorfall beobachtet haben. In der Pressemitteilung der Polizei heißt es dazu: “Der Einsatz erfuhr eine deutliche Öffentlichkeitswirksamkeit und wurde von vielen Passanten wahrgenommen. Zahlreiche Anwesende fertigten mit Mobiltelefonen Videoaufnahmen, vereinzelt wurde das polizeiliche Vorgehen dabei kritisch hinterfragt.” Wo kommen wir denn da hin, wenn die Polizei einfach einen Migranten auf Waffen kontrolliert? Witterten wackere Göttinger hier etwa “racial profiling”?
Die Beamten waren offensichtlich mit Bodycams ausgestattet, deren Aufnahmen aktuell ausgewertet werden. Die Polizei bittet aber auch Zeugen, die Videoaufnahmen angefertigt haben, um Mithilfe.
