Deutschland betrauert zwei Todesopfer. Alexander S. soll der Täter aus Mannheim heißen: Er tötete bei seiner Amokfahrt durch die Innenstadt eine 83-jährige Frau und einen 54-jährigen Mann. Mindestens elf Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen schwer. Über das Motiv wird noch gerätselt. Einige Verwirrung stiftet ein kurioser Zettel, den Ermittler am Armaturenbrett des Tatfahrzeugs gefunden haben wollen: Neben mathematischen Formeln waren dort auch Pfeile mit “links” und “rechts” notiert.
Der 40-jährige Alexander S. soll hinter der gestrigen Todesfahrt in Mannheim stecken: ein deutscher Staatsbürger, wohnhaft in Ludwigshafen, mutmaßlich “psychisch krank”. Bei der Festnahme soll er sich mit einer Schreckschusspistole in den Mund geschossen haben, weswegen er zunächst im Krankenhaus behandelt wurde. Für heute ist seine Vernehmung angesetzt.
Online rätselt man nicht nur darüber, warum S. mehr schlecht als recht zur polizeiinternen Täterbeschreibung passt, die zwischenzeitlich kursierte und in der von einem “dunklen Hauttyp” die Rede war. Auch das Motiv scheint völlig offen. Nach bisherigem Ermittlungsstand geht man nicht von einem politischen Motiv aus. Es soll Hinweise auf eine psychische Erkrankung geben.
Die Matrix ist heute aber sehr fragwürdig programmiert.
— Exeter (@binkeinnazi) March 3, 2025
Erst „dunkler Hauttyp“, dann so 'n Alexander S.
Äusserst suspekt.#Mannheim pic.twitter.com/ZOWOsxPlv4
Berichte über bestehende Vorstrafen, auch wegen sogenannter “Hassrede”, werfen ebenfalls Fragen auf. Das Facebook-Profil des Täters lässt jedenfalls nicht auf “rechtes” Gedankengut schließen.
Laut Welt fiel der Täter von dem Attentat in #Mannheim, Alexander S. durch rechtsextreme, verfassungswidrige Ausfälle auf.
— Mahnender Bär (@mahnenderbaer) March 3, 2025
Auf seinem persönlichen Facebook Profil fand er es "saugeil", wenn solche Symbole von Künstlern überdeckt werden. pic.twitter.com/s495XHYkkB
Merkwürdig mutet auch der Zettel an, der im Ford Fiesta des Täters am Armaturenbrett gefunden worden sein soll: In Krakelschrift stehen darauf unter anderem eine Formel zu Reaktionsweg, Bremsweg und Anhalteweg. Außerdem fanden sich dort eine Zeichnung mit einem Fahrzeug und einem Strichmännchen davor sowie Pfeile an den unteren Ecken, beschriftet mit “links” und “rechts”.
Hinter der zerschmetterten Windschutzscheibe fanden Ermittler einen Zettel https://t.co/BctcK8FJWF pic.twitter.com/DMOCaGtHrU
— WELT (@welt) March 4, 2025
Medienberichten zufolge messen Ermittler diesem seltsamen Fund “keine so große Bedeutung bei”: Es soll sich wohl um Überlegungen des Verdächtigen vor der Tat handeln. Warum er sich notieren musste, wo rechts und links sind? Das bleibt offen – wie noch so vieles zu der gestrigen Horrortat.