An einer Schule in Eisenach (Thüringen) wurde ein Fünftklässler in einer Unterrichtspause auf der Schultoilette von mehreren Mitschülern brutal attackiert. Der Junge landete mit schweren Verletzungen in der Notaufnahme. Die Eltern erheben schwere Vorwürfe gegen die Schulleitung. In der Schule gab es bereits in der Vergangenheit Gewaltvorfälle.
Ein zehnjähriger Schüler der Wartburgschule liegt in der Notaufnahme des St.-Georg-Klinikums. Sein linker Arm ist von oben bis unten blau, muss eingegipst werden. Die Ärzte befürchten Haarrisse in dem Arm. Der Junge ist krankgeschrieben. Was vorausgegangen ist, klingt nach einem Albtraum: In einer Pause gingen sechs Mitschüler in der Schultoilette auf ihn los, drängten ihn in eine Ecke, schlugen und traten auf ihn ein. Der Junge flüchtete in eine Toilettenkabine und sperrte sich ein. Ein Achtklässler hatte fünf Klassenkameraden des Fünftklässlers zu der Tat angestachelt. Die Schule hielt es den Berichten nach nicht für nötig, die Polizei oder wenigstens einen Krankenwagen zu rufen.
Am selben Tag, dem 23. September, erleidet ein weiteres Kind an derselben Schule einen Nasenbeinbruch. Die Vorfälle wurden erst Anfang Oktober öffentlich bekannt. Die Eltern des verprügelten Jungen kritisieren den Umgang der Wartburgschule mit dem Vorfall und erheben schwere Vorwürfe. Sie berichten der Thüringer Allgemeinen von einer Schule, die kaum kommuniziere, Konflikte herunterspiele und die Sicherheit ihrer Schüler offenbar nicht ernst nehme. Sie sprechen beispielsweise von wiederkehrenden Streitigkeiten und dem regelmäßigen Konsum von E-Zigaretten auf den Toiletten.
Das Schulamt sieht kein Fehlverhalten der Schulleitung. Laut dem Schulamtsleiter hat die Schule den Vorfall aufgearbeitet und die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Der Nasenbeinbruch soll angeblich durch „unbeabsichtigten, sportbedingten Kontakt ohne erkennbare Verletzungsabsicht“ passiert sein. Ein dritter Fall – eine körperliche Auseinandersetzung unter Schülern der zehnten Klassen – werde schulisch bearbeitet.
Die Schule macht seit Jahren Schlagzeilen wegen Gewalt. Im Februar 2025 prügelte ein Neuntklässler auf einen Lehrer ein und warf ihm einen Stuhl an den Kopf, weil der Pädagoge sein Handy eingezogen hatte. Im Januar 2010 gab es einen Polizeieinsatz wegen der Meldung über einen geplanten Amoklauf in der Schule.
An der Schule in Thüringen hatte vor einem Jahr ein muslimischer Tschetschene (15) seinen Lehrer verprügelt, weil dieser ihm die Handynutzung im Unterricht verbieten wollte. pic.twitter.com/XaegdTcDeo
— loop23 (@realityloop23) October 4, 2026
Ein Zehnjähriger sollte in der Schule nicht von einer Überzahl von Mitschülern angegriffen werden können. Wo waren Aufsichtspersonen? Warum können sich sechs Schüler unbeobachtet in einem Sanitärraum versammeln und zuschlagen? Warum erfährt die Öffentlichkeit von solchen Vorfällen erst Wochen später – und das durch die Eltern, nicht durch die Schulleitung?
Berichte wie dieser aus Thüringen sorgen nicht dafür, dass Eltern ihre Kinder mit einem guten Gefühl in die Schule schicken. Dabei sollten Bildungseinrichtungen eigentlich ein sicherer Ort sein. Aber Eisenach ist kein Sonderfall: Schulgewalt ist ein bundesweites Problem, das sich im Zuge der unkontrollierten Massenzuwanderung immer weiter verschärft. In diesem Fall ist bisher nichts über die Angreifer bekannt …
