SPÖ: Kommt nach dem woken Babler der globalistische Multimillionär?

Zeiler statt Babler an der SPÖ-Spitze? Symbolbild: KI

Ex-ORF-Chef Gerhard Zeiler fordert also den roten Parteivorsitzenden offen heraus. Der Multimillionär dürfte für viele Funktionäre keine echte Alternative sein. Besonders wegen seiner Tätigkeit im Immobiliensektor, wo er offenbar Privatisierungen im großen Stil mitverantwortete. Dementsprechend höhnisch fällt die Reaktion vom FPÖ-Vorsitzendem Herbert Kickl aus.

Laut den Umfragen in den vergangenen Monaten liegt die SPÖ nur noch bei 15 bis 17 Prozent. Das ist ein dramatischer und beschleunigter Niedergang für eine Partei, die unter Bruno Kreisky einst die absolute Mehrheit hatte.

In den roten Funktionärsschichten dürfte langsam Panik ausbrechen, denn dieser Niedergang bedeutet ja im Ergebnis weniger Parlamentssitze und weniger Versorgungsposten aller Art. Dass Andreas Babler den Karren nicht aus dem Dreck zu ziehen vermag, ist allen klar. Es fand sich aber bisher keine vielversprechende Alternative.

Zwischen Pest und Cholera

Der aktuelle Vorsitzende Babler steht innerhalb der SPÖ am linken Rand. Er unterstützt jeden woken Irrsinn und versteht sich selbst als Marxist. Was für eine Art Marxismus das ist, deutet seine Vergangenheit an.

Babler war jahrzehntelang führender Aktivist der innerparteilichen Stamokap-Strömung. Diese galt innerhalb der linken Szene (und auch in ihrem Selbstverständnis) als weit stalinistischer als die KPÖ. Das inkludierte die offene Verehrung des Diktators Josef Stalin. Von ehemaligen SJ-Mitgliedern der damaligen Zeit ist zu hören, dass Babler nach einer Nordkorea-Reise schon mal überschwänglich über den dortigen Sozialismus berichtet habe.

Und nun kommt also Gerhard Zeiler und will – wie er in Kronenzeitung und ORF erklärte – den maroden Laden SPÖ übernehmen. Er sei kein Marxist und kein Klassenkämpfer, sondern wolle mit Wirtschaftskompetenz punkten.

„Medienmanager“

Von den wohlwollenden Mainstream-Medien wird Zeiler gern als Medienmanager vorgestellt, was er auch war. Vorausgegangen war dieser Karriere seine Tätigkeit als Pressesprecher der SPÖ-Kanzler Fred Sinowatz und Franz Vranitzky.

Zeiler war Geschäftsführung der deutschen TV-Sender Tele 5, RTL II und RTL sowie vier Jahre Intendant des ORF. Nach neun Jahren als CEO der RTL Group wechselte er 2012 zu Time Warner (heute: Warner Media) und verantwortet jetzt als President, WarnerMedia International, das Geschäft der drei Konzernbereiche Warner Bros., HBO und Turner (CNN, Cartoon Networks, TNT) außerhalb der USA.

„Immobilienhai“?

Neben dieser Tätigkeit für globalistische Systemmedien war Zeiler aber offenbar auch in der Immobilienbranche tätig. Der Jugendforscher und Journalist Bernhard Heinzlmaier berichtet jedenfalls auf X, Zeiler war

„2014 im Aufsichtsrat des umstrittenen Wohnungsunternehmens Vonovia, das federführend an der Privatisierung von kommunalen Wohnungen beteiligt war. Davor war Zeiler auch in Aufsichtsräten anderer privater Wohnungsunternehmen. Mietervereinigungen sind ständig mit Vonovia beschäftigt. Häufig bemühten die Mieter auch die Gerichte. 2018 übernahm die Vonovia auch die österreichische Buwog.“

Heinzlmaier schreibt weiter, Mieterinnen und Mieter bei Vonovia würden vor allem über intransparente Nebenkostenabrechnungen, verschleppte Reparaturen sowie fragwürdige oder teils unzulässige Mieterhöhungen klagen. Die jährlichen Heiz- und Betriebskostenabrechnungen sorgten regelmäßig für Frust. Kritisiert werde, dass Rechnungen oft über konzerninterne Tochtergesellschaften laufen und Kosten intransparent weiterberechnet werden. Mieterinnen und Mieter bemängelten zudem teils nicht erbrachte Leistungen oder unzulässige Umlagen (wie pauschale Garten- oder Versicherungskosten), Mängel und verschleppte Reparaturen. Viele betroffene Haushalte würden von jahrelang aufgeschobenen Instandsetzungen, kaputten Heizungen, Wasserschäden und Schimmelbildung berichten.

Mängelanzeigen oder Forderungen nach Mietminderung würden, so Heinzlmaier, von der Verwaltung teils ignoriert oder nur schleppend bearbeitet. Dem Konzern werde immer wieder vorgeworfen, Mieten bis an die gesetzlichen Grenzen auszureizen oder mit fragwürdigen Methoden anzuheben. So gäbe es Fälle von Mieterhöhungen durch fingierte Wohnwertmerkmale (wie angebliche Sonder-Standortvorteile beim ÖPNV) oder Modernisierungsumlagen (etwa für einfache Rauchmelder). Mietervereine berichteten, dass Vonovia bei Widersprüchen teils schnell mit Klagen drohe.

Privatisierer als SPÖ-Führer?

Heinzlmaier fragt zu Recht: „Sind die Privatisierer von kommunalem Wohnraum jetzt die idealen Arbeiterführer?“ Tatsächlich dürfte eine solche Immobilienvergangenheit von Zeiler für viele traditionalistische Funktionäre und damit für die SPÖ insgesamt ein Problem darstellen. Schließlich inszeniert sich die SPÖ, obwohl sie auch bereits etliche Privatisierungen durchgeführt hat, stets als Partei des öffentlichen und besonders des kommunalen Wohnbaus.

Dieses Thema dürfte nicht ewig unter dem Tisch zu halten sein. Allein dass Zeiler in führenden Positionen von internationalen Systemmedien war und er Multimillionär ist, sorgte bereits für Hohn aus der FPÖ. Bei einer Nationalratssitzung spottete Herbert Kickl:

Aus „Klassenkampf ist super“ sei nun „Klassenkampf ist gaga“ geworden. „Die neue Parole lautet jetzt: Multimillionäre sind ganz lässige Haxn, die besten Sozialdemokraten, die es überhaupt gibt, die Lichtgestalten des Sozialismus.“

SPÖ in der Zwickmühle

Für Klassenkampf im Sinne einer Interessenspolitik für die Arbeiterschaft stand freilich auch Babler – trotz aller Rhetorik – nicht. Vielmehr für die Grundlinie des Globalismus von Corona über Klima bis zur Massenzuwanderung inklusive großzügiger Alimentierung beschäftigungsloser Asylanten.

Die arbeitende Klasse hat die SPÖ längst an die FPÖ verloren. Gewählt wurden die Roten zuletzt noch von Senioren (die noch zu großen Teilen glauben, was der ORF erzählt), alimentierten Mohammedanern, öffentlich Bediensteten und woken Linken. Wobei man sich das letzte Milieu auch noch mit Grünen und neuerdings wieder der KPÖ aufteilen muss. Und das reicht dann eben nicht für mehr als maximal 20 Prozent.

Ein 71-jähriger Manager von globalistischen Systemmedien und von Immobilienkonzernen dürfte wohl kaum die Zukunftshoffnung für die SPÖ sein, mit der man die arbeitende Bevölkerung zurückgewinnen kann. Letzteres wäre nur mit einer Kombination aus Interessenspolitik für die Arbeiter und hartem Kurs gegen die Massenzuwanderung in die Sozialsysteme möglich. Das zeigen die Erfolge der SPÖ im Burgenland sowie der dänischen Sozialdemokratie.

Zu einem solchen Kurswechsel ist die SPÖ aber offensichtlich nicht in der Lage. Zu sehr sind die eigenen Funktionärsschichten von woken Ideologen durchsetzt. Zu sehr fürchtet man eine Abspaltung nicht nur der proislamischen Jugendorganisation. Zu sehr ist man mittlerweile vom Wählerblock der Islamgläubigen abhängig. Zu unentschlossen und träge ist die Wiener Parteiorganisation um Michael Ludwig.

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