Ceuta: Schon mindestens zehn Mädchen melden Vergewaltigungen durch Marokkaner

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Mindestens zehn marokkanische Mädchen sollen nach der Invasion von Ceuta Vergewaltigungen durch junge Marokkaner gemeldet haben, mit denen sie zuvor gemeinsam die Grenze überwunden hatten. Einige der Betroffenen waren erst 14 Jahre alt; bei forensischen Untersuchungen seien nach Angaben spanischer Quellen bei mehreren Mädchen Verletzungen im Genitalbereich festgestellt worden. Während Madrid die Lage längst wieder unter Kontrolle sehen will, kommen die Folgen des Grenzsturms erst nach und nach ans Licht.

Seit dem Massenansturm auf Ceuta leben noch immer Tausende Marokkaner irgendwo in der spanischen Exklave versteckt. Viele halten sich in Industriehallen, verlassenen Gebäuden, auf Dächern oder in den Bergen rund um das Aufnahmezentrum CETI auf, um einer Rückführung nach Marokko zu entgehen. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Minderjährige und junge Frauen, die dort zusammen mit Männern aus derselben Gruppe schlafen und ausharren. Genau aus diesem Umfeld stammen nun schwere Vorwürfe: OKDIARIO berichtet unter Berufung auf mehrere Beamte und weitere Quellen in Ceuta von mindestens zehn marokkanischen Mädchen, die gegenüber den Behörden angegeben hätten, von jungen Landsleuten vergewaltigt worden zu sein. Die Betroffenen seien 14 Jahre und älter gewesen.

Forensiker stellten Verletzungen fest

Mehrere Mädchen kamen dem Bericht zufolge in den vergangenen Tagen selbst ins Krankenhaus oder wurden von Polizeibeamten dorthin gebracht. Wegen des Verdachts auf sexuelle Gewalt gegen Minderjährige wurden die vorgesehenen Protokolle aktiviert und forensische Untersuchungen durchgeführt. Bei einigen Mädchen seien dabei bereits auf den ersten Blick Verletzungen im Genitalbereich festgestellt worden, berichten die von OKDIARIO befragten Quellen. Zeugen der Polizeitransporte schilderten die jungen Marokkanerinnen als verängstigt und misstrauisch gegenüber Beamten und medizinischem Personal. Bei minderjährigen Opfern wird zudem die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, auch wenn die Betroffenen selbst aus Angst keine Anzeige erstatten wollen.

Die meisten dieser Fälle seien erst in den vergangenen Tagen bekannt geworden, als sich die Lage der weiterhin versteckt lebenden Migranten zunehmend verschlechterte. Die Mädchen schlafen nach Angaben der Quellen dort, wo sie gerade einen Platz finden, häufig ohne jede Kontrolle darüber, wer sich neben ihnen aufhält. Bei einzelnen Betroffenen bestand zudem der Verdacht, dass sie vor der mutmaßlichen Tat möglicherweise betäubt worden sein könnten. Grundlage dafür waren auffällige Symptome während der Polizeitransporte; toxikologische Ergebnisse wurden bislang nicht veröffentlicht. Die Aussagen zeichnen damit ein Bild jener Schattenwelt, die sich seit der Invasion außerhalb der Kameras und des aufgeräumten Stadtzentrums gebildet hat.

Madrid redet die Lage klein

Auch bei der Zahl der weiterhin in Ceuta befindlichen Marokkaner klaffen die Angaben auseinander. Die spanische Regierung erklärte zunächst, von rund 72.000 eingedrungenen Menschen seien nur noch etwa 2.000 übrig. Ceutas Regierungschef Juan Jesús Vivas widersprach dieser Darstellung deutlich und ging von mehreren Tausend Verbliebenen aus. Polizeibeamte und Angehörige der Guardia Civil schilderten OKDIARIO ebenfalls eine erheblich höhere Zahl; allein rund um das CETI und an den Stränden hielten sich bereits etwa 2.000 Menschen auf. Weitere Gruppen verstecken sich demnach in den Bergen Richtung Benzú, im Problemviertel El Príncipe oder in leerstehenden Gebäuden.

Bewohner und Unternehmer berichten weiterhin von Angst und einem Gefühl des Verlassenseins. Während das Zentrum geräumt und gesäubert wurde, sieht es in den Randbezirken vielerorts anders aus. Ältere Menschen und Familien mit Kindern bleiben nach Aussagen von Anwohnern teilweise weiterhin zu Hause. Die Polizei stößt bei ihren Einsätzen zudem auf Gruppen, die sich seit Tagen verborgen halten. In einem von El Faro de Ceuta aufgegriffenen Verdachtsfall meldeten Anwohner über den Notruf eine mutmaßliche Vergewaltigung durch einen Mann aus einer Gruppe illegal eingereister Migranten; bei der anschließenden Kontrolle bedrohte einer der Männer Polizeibeamte mit einer Machete. Die mutmaßliche Betroffene konnte in diesem Fall allerdings nicht gefunden werden

Die Berichte über mindestens zehn Mädchen zeigen, welche Folgen die marokkanische Masseninvasion für Ceuta inzwischen entwickelt. Junge Frauen leben seit Tagen gemeinsam mit Tausenden männlichen Landsleuten in improvisierten Lagern, Hallen und Verstecken, während die Behörden versuchen, überhaupt noch den Überblick zu behalten. Nach Angaben von OKDIARIO mussten mehrere der Mädchen nach Vergewaltigungsvorwürfen medizinisch und forensisch untersucht werden; bei einigen wurden Verletzungen festgestellt. Gleichzeitig versucht Madrid weiterhin, den Eindruck einer weitgehend normalisierten Lage zu vermitteln. In Ceuta zeigt sich derweil Tag für Tag, wie weit die Wirklichkeit davon entfernt ist.

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