Fast ein Jahr nach dem verheerenden Total-Stromausfall in Spanien und Portugal am 28. April 2025 hat der Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) seinen Abschlussbericht vorgelegt. Was den Bürgern als nüchterne Analyse verkauft wird, ist in Wahrheit ein vernichtendes Zeugnis für die politisch erzwungene “Energiewende” und eine düstere Warnung für ganz Europa.
Es brauchte sage und schreibe 49 hochbezahlte “Experten” aus diversen Behörden, Netzbetreibern und Regulierungsstellen, um herauszufinden, was kritische Beobachter und echte Fachleute schon seit Jahren predigen: Ein Stromnetz, das auf ideologischen Wunschträumen statt auf physikalischen Realitäten aufbaut, bricht unweigerlich zusammen. Am 28. April 2025 um 12:33 Uhr gingen in Kontinentalspanien und Portugal die Lichter aus. Nichts ging mehr. Selbst im angrenzenden Südwesten Frankreichs kam es zu Ausfällen bei Industriekunden. Es war der schwerste Blackout in Europa seit über 20 Jahren. Nun präsentierte uns die ENTSO-E die Gründe dafür.
Im feinsten Technokraten-Sprech ist im Bericht von “Oszillationen”, “Lücken bei der Spannungs- und Blindleistungsregelung”, “schnellen Leistungsminderungen” und “ungleichmäßigen Stabilisierungsfähigkeiten” die Rede. Übersetzt aus dem Behörden-Neusprech in einfaches Deutsch heißt das: Der Flatterstrom aus Wind und Sonne, gepaart mit dem politisch gewollten Abschalten verlässlicher Grundlastkraftwerke, hat das Netz derart destabilisiert, dass es kollabierte. Mehr noch: Es musste einfach irgendwann kollabieren.
Spain’s April 2025 Blackout: Renewables officially cleared by ENTSO-E, yet many grid experts say it was a stark warning.
— Jose Luis Chavez Calva (@lschzv) March 23, 2026
At 59% solar penetration, the entire Iberian grid collapsed in just 8 seconds due to critically low inertia and voltage control failures.
Was it purely… pic.twitter.com/9xXEzuakB0
Wenn die rotierenden Massen klassischer Kraftwerke fehlen, die unser Stromnetz jahrzehntelang sicher und stabil gehalten haben, genügen schon kleine Schwankungen, um eine fatale Kettenreaktion (“kaskadierende Generatorabschaltungen”) auszulösen. Denn die Stromnetze funktionieren nur in engen Bandbreiten, die vom wechselhaften Wind- und Solarstrom ohne ständige Eingriffe durch die Netzbetreiber gar nicht gehalten werden können.
Besonders entlarvend ist die Schlussfolgerung der Experten-Kommission. Man stellt fest, dass sich die “regulatorischen Rahmenbedingungen anpassen müssen, um die sich entwickelnde Natur des Stromsystems zu unterstützen”. Bitte lesen Sie diesen Satz zweimal. Die “sich entwickelnde Natur” ist ein zynischer Euphemismus für die mutwillige Zerstörung der früher sichersten Energieversorgung der Welt. Weil die grüne Ideologie nicht mit den Gesetzen der Physik vereinbar ist, sollen nun also die Gesetze, die Märkte und die Vorschriften an den Öko-Wahn angepasst werden. Koste es, was es wolle.
Die ENTSO-E gibt unumwunden zu, dass dieser Blackout ein “erstmaliges Ereignis dieser Art” war und dass lokale Entwicklungen (sprich: der unkoordinierte Ausbau von Erneuerbaren ohne Speicher- und Regulierungskapazitäten) das gesamte europäische Netz in den Abgrund reißen können.
Doch wer glaubt, dass die Verantwortlichen in Brüssel, Berlin oder Wien daraus lernen und den Irrweg der “Energiewende” stoppen, irrt gewaltig. Stattdessen fordert das Gremium eine “engere Koordination”, einen “Datenaustausch” und eine “verbesserte Überwachung”. Am Ende also fordert man einfach nur mehr Bürokratie, anstatt sich ernsthafte Gedanken über die Zukunft der europäischen Stromversorgung zu machen.
Für die Bürger Europas ist dieser Bericht ein Alarmsignal. Spanien und Portugal waren nur der Anfang. Wenn die Politik weiterhin die physikalischen Grenzen unseres Stromnetzes ignoriert, um den Klima-Götzen zu huldigen, werden wir uns an dunkle, kalte Nächte und stillstehende Fabriken gewöhnen müssen.
