Während viele Österreicher mit steigenden Lebenskosten und dem von der Regierung verantworteten wirtschaftlichen Niedergang ringen, gibt’s für SPÖ-Chef Andreas Babler etwas ganz Besonderes. Seine erste filmische Heiligsprechung, finanziert vom Steuerzahler.
Ein Kommentar von Chris Veber
Der Dokumentarfilm „Wahlkampf“ von Regisseur Harald Friedl wurde im März 2026 an der Diagonale in Graz der unvorbereiteten Öffentlichkeit präsentiert und kommt ab 24. April in die österreichischen Kinos. Er begleitet „das junge Wahlkampfteam der SPÖ rund um Spitzenkandidat Andreas Babler durch das Superwahljahr 2024“. Der Film verspricht Einblicke in die „inneren Mechanismen österreichischer Politik“ in Zeiten des Kampfes gegen den „globalen Rechtsruck“.
Darauf hat das österreichische Volk gewartet! Die Zuseher werden in die Kinosäle strömen! Leider und rein zufällig fehlt jegliche kritische Auseinandersetzung. Bablers umstrittene Ausbildungsbiografie, seine fehlende Matura, die früheren Mehrfachbezüge als Bürgermeister oder andere Problemstellen werden mit keinem Wort thematisiert. Stattdessen gibt’s eine fast schon ehrfürchtige Beobachtung eines „ambitionierten Teams“, das gegen „widrige Umstände“ kämpft.
Das Ergebnis ist eine klassische Hagiographie, eine Heiligenvita in Filmform. Produziert hat den Streifen die Navigator Film Produktion KG aus Wien, dieselbe Firma, die bereits den Film „Für die Vielen – Die Arbeiterkammer Wien“ verantwortete. Auch dies ein Werk mit leicht linker Schlagseite.
Die Finanzierung läuft fast ausschließlich über öffentliche Förderungen. Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) bewilligte unter dem grün-linken Kulturminister Werner Kogler mehrere hunderttausend Euro Steuergeld. Allein aus verschiedenen ÖFI-Töpfen flossen über 350.000 Euro: 78.275 Euro aus der selektiven Förderung, rund 112.000 Euro Referenzmittel, 136.000 Euro aus der ÖFI+-Produktionsförderung und 22.000 Euro Green Bonus (Anm.: wofür um Himmels willen ein Green Bonus?). Dazu kommen noch Gelder vom Filmfonds Wien und dem Land Niederösterreich.
Aufschlussreich für die Finanzierung aus Steuermitteln ist auch die Haltung der ÖFI-Spitze. Die stellvertretende Direktorin Iris Zappe-Heller zum Beispiel treibt seit Jahren eine dezidiert „progressive“ Agenda voran. Sie etablierte die Abteilung für Gender*Diversity*Inclusion, setzte Gender-Budgeting, Gender-Incentives und regelmäßige Gender-Reports durch. Das ÖFI unter ihrer Mitverantwortung steht fest im linkslinken Kulturkampf, genau in jenem Milieu, dem auch Babler und große Teile der SPÖ angehören. Wer in diesen Kosmos eintauchen möchte, darf hier mehr über den Gender/Queer/Diversity Call aus Steuergeldern erfahren:
- https://www.mdw.ac.at/magazin/2025/09/26/gender-screening-film/
- https://www.mdw.ac.at/magazin/2025/09/26/der-gender-queer-diversity-call-der-filmakademie-wien/
Linke Filmemacher drehen einen Film über einen linken Politiker, abgesegnet und bezahlt von linken Kulturverwaltern mit dem Geld der überwiegend rechten Steuerzahler. Ohne ein kritisches Wort über den linken Politiker zu verlieren.
Angenommen, unter einer FPÖ-geführten Regierung würde das ÖFI einen vergleichbaren „Dokumentarfilm“ über Herbert Kickl und sein Team finanzieren. Einen 97-minütigen Film, der Kickl monatelang aus nächster Nähe als charismatischen Volkstribun zeigt (was übrigens der Wahrheit näher kommen würde als der Babler-Film). Der Aufschrei in den linkswoken Staats- und Systemmedien wäre gewaltig. Schlagzeilen wie „Steuergeld für rechtspopulistische Propaganda“ oder „ÖFI unter FPÖ-Einfluss – Skandal!“ wären garantiert. Dieselben linken Kreise, die heute von „künstlerischer Freiheit“ und „normaler Filmförderung“ sprechen, würden dann von Gefahr für UnsereDemokratie™ und systematischer Indoktrination reden.
In der österreichischen Film- und Kulturszene dominiert ein weitgehend homogen grünwokes, linkes Milieu. Alle finanziert vom Steuerzahler. Die Förderungen fließen besonders bereitwillig, wenn das Narrativ vom Kampf gegen rechts und für den gesellschaftlichen „Fortschritt“ bedient wird (Asyl! LGBTQ+! Klima!). Filme, die andere politische Lager wohlwollend beleuchten, hätten wohl deutlich schlechtere Karten. Ich bezweifle, dass das ÖFI unter Andreas Babler einen der FPÖ wohlgesonnenen Film finanzieren würde.
Andreas Babler hat also seine große Leinwand-Hagiographie erhalten. Angesichts seiner realen Leistungen in der Regierung kann man das nur als Verhöhnung des Volkes bezeichnen. Aber es zeigt einmal mehr, wie sehr die Kulturförderung zu einem Instrument ideologischer Propaganda geworden ist. Die „progressive“ Blase im Kulturbetrieb feiert sich selbst, natürlich immer auf Kosten der Steuerzahler. Wir sollten das ÖFI abschaffen, den ORF definanzieren und alle Medienförderungen und staatlichen Werbeeinschaltungen streichen. Dann kann die Navigator Film versuchen, am freien Markt Geld für ihre Machwerke aufzutreiben. Eventuell spendet ja der Herr Babler was aus seinen großzügigen Gehältern, die er vom Steuerzahler erhält.
