Das Gold der Ukraine: Die Mauer

Symbolbild/KI: Zeugen berichten von Übergabe-Aktionen in Rumänien

Im Falle der Milliardenflüsse an Goldbarren, Dollarbündeln und Euronoten in die Ukraine machen alle Beteiligten die Mauer. Währenddessen veröffentlicht die rumänische Journalistin Iosefina Pascal weitere Details.

Von Chris Veber

Um etwas Licht ins Dunkel der aus der EU, anscheinend speziell auch aus Wien, in die Ukraine fließenden Milliarden zu bringen, habe ich sowohl der Raiffeisen Bank International als auch der Österreichischen Nationalbank mehrere Fragen übermittelt. Von der OeNB erhielt ich bis jetzt keine Antwort, die Korrespondenz mit der RBI verlief wie folgt:

12.03.2026, 11:50
Sehr geehrter Herr Danz, (Konzernsprecher RBI, Anm.)
ich ersuche Sie um Ihre Einschätzung, wie es sein kann, dass die Oschadbank bei der Raiffeisen in der öffentlich bekannten Dimension Valuten und Gold bestellt.

Zum Vergleich: Die OENB hält Valuten im Wert von unter 5 Millionen Euro. Die Höhe der gesamten ukrainischen Bargeldmenge in Landeswährung beträgt 18 Milliarden Euro. Laut ungarischer Regierung sind allein über Ungarn nur seit Jänner 26 1.5 Milliarden Euro an Valuten und Gold in die Ukraine verbracht worden.

Wie erklärt sich die RBI den hohen Valuten und Devisenbedarf der Ukraine? Der Oschadbank? Welche Vorkehrungen wurden getroffen, um Geldwäsche zu verhindern?

Ich ersuche um eine umgehende Antwort und verbleibe,
mit freundlichen Grüßen,
Chris Veber, freier Journalist

12.03.2026, 14:33
Sehr geehrter Herr Veber,
die von Ihnen genannten Zahlen kann ich nicht nachvollziehen. Zum Devisenbedarf in der Ukraine darf ich auf das Statement der FMA verweisen. https://www.krone.at/4072914
Bezüglich des Banknotenhandels der RBI darf ich Ihnen folgende Stellungnahme geben: Die RBI ist in Europa seit vielen Jahren als Händler für Banknoten tätig und arbeitet dabei eng mit verschiedenen Notenbanken, Sicherheitsbehörden und Distributoren zusammen. Weiters stehen wir im laufenden Austausch mit Regulierungsbehörden, die von der RBI umfangreiche Informationen bezüglich der gehandelten Volumina, Währungen und der belieferten Regionen/Länder erhalten.
Die RBI hält sich an alle anwendbaren Vorschriften, die Geldwäsche und Sanktionen betreffen und geht in ihren internen Compliance-Vorschriften in vielerlei Hinsicht über diese hinaus.
Freundliche Grüße
Christof Danz

13.03.2026, 08:40
Sehr geehrter Herr Danz,

die Auskunft über die 1.5 Milliarden seit Jänner 2026 stammt von der ungarischen Regierung selbst: https://nav.gov.hu/sajtoszoba/hirek/A_Nemzeti_Ado-_es_Vamhivatal_penzmosas_buncselekmeny_gyanujaval_folytat_buntetoeljarast
Die Bargeldmenge der Ukraine stammt von der ukrainischen Nationalbank: https://en.interfax.com.ua/news/economic/1146170.html
Wenn Sie es gern etwas wilder haben, hier die rumänische Journalistin Pascal, die einen Zeugen hat, der sagt, seit 2022 gehen monatlich Milliarden in Valuten und Gold in die Ukraine https://x.com/iosefinapascal/status/2030671424168337572
Im zweiten Video verbindet sie Zahlungen mit Wien und Raiffeisen https://x.com/iosefinapascal/status/2031081915722141860

Ich bin mir sicher, dass die RBI alle anwendbaren Vorschriften einhält, ich möchte nur wissen, wie die RBI sich erklärt, dass die Volumina nachvollziehbar, glaubwürdig und legal sind. Wenn ich plötzlich jeden Monat 100 Mio. bei Ihnen umtauschen lasse, würden Sie ja auch anfangen, Fragen zu stellen. Und die 1.5 Milliarden allein seit Jänner 2026 über Ungarn entsprechen fast 10% des gesamten Bardgeldbestandes in der Landeswährung. Womit erklärt sich die RBI diesen exorbitanten Bedarf und mit welcher Begründung genehmigt sie dann das Geschäft?

mit freundlichen Grüßen,
Chris Veber

13.02.26, 08:57
Sehr geehrter Herr Veber,
ich bitte um Ihr Verständnis, dass ich aufgrund des österreichischen Bankgeheimnisses keine Auskünfte über Kundenbeziehungen geben darf. Mehr als das Statement von gestern kann ich Ihnen daher nicht schicken.
Freundliche Grüße
Christof Danz

So weit, so freundlich von Herrn Danz. Aber eben auch sehr unbefriedigend. Auf die zentrale Frage, wie es sein kann, dass die Ukraine legal diese Unmengen an Cash in Euro und Dollar sowie Gold benötigt, scheint niemand eine Antwort geben zu wollen.

Währenddessen legt die rumänische Investigativjournalistin Iosefina Pascal nach und veröffentlicht ein weiteres Video zu den Details der Geldtransporte über Rumänien in die Ukraine (https://x.com/iosefinapascal/status/2031081915722141860).

Die Geschichte wird immer irrwitziger. Ein rumänischer Mitarbeiter eines Cash-in-Transit-Unternehmens gibt folgende Zeugenaussage:

Die ukrainischen Teams kamen regelmäßig in gepanzerten Vans, gekleidet und bewaffnet wie Spezialeinheiten („Special Ops“). Auf rumänischer Seite wartete die Polizei als Eskorte. Die Geldübergabe fand direkt zwischen den Zollposten statt, im Niemandsland an der Grenze. Bei jeder Lieferung landete ein Helikopter aus Bukarest mit einem „Big Boss“, der die Aktion überwachte.

In jedem Rechtsstaat müsste die Staatsanwaltschaft nach den Veröffentlichungen aus Rumänien und Ungarn tätig werden. Milliarden in bar. Berge an Gold. Klandestine Übergabe unter Schwerbewaffneten im Niemandsland. Noch mehr nach illegalen Geschäften kann eine Geschichte nicht riechen. Sollen die Beteiligten sich Schilder umhängen, auf denen steht „Achtung, Mafia! Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!“?

Aber in UnsererDemokratie™ scheinen alle Beteiligten – bis auf die Ungarn – eisern gewillt zu sein, einfach nichts zu tun. Währenddessen laufen die Milliarden aus europäischen Steuergeldern weiter in die Ukraine. In Cash. Jeden Monat.

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