Schwerer Plagiatsverdacht gegen Alena Buyx: Universität Münster prüft Doktorarbeit

Symbolbild: KI-generiert

Am Dienstag hatte der österreichische Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber, bekannt und gefürchtet als der “Plagiatsjäger”, in einem Gutachten einen schwerwiegenden Plagiatsverdacht gegen die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats Alena Buyx erhoben. Während man im Mainstream Schützenhilfe für Buyx leistet, hat die Universität Münster eine Vorprüfung ihrer Dissertation angekündigt.

Wie Table.Media berichtet, wird die Universität Münster die Dissertation von Buyx einer Vorprüfung durch den Dekan der Medizinischen Fakultät unterziehen: Abhängig vom Ergebnis soll dann „eine weitergehende, intensivere Prüfung“ erfolgen. Im Raum steht auch die Möglichkeit, dass ein externes Gutachten in Auftrag gegeben wird. Die Entscheidung darüber obliege demnach “ebenfalls ausschließlich dem Dekan, dem die Prüfungstätigkeiten zugerechnet werden und der die entsprechende Verfahrenshoheit hat”.

Die Systempresse hatte nur behäbig auf Webers brisante Vorwürfe reagiert. Bei der Süddeutschen Zeitung ließ man schließlich einen “Experten” zu Wort kommen, der für Buyx in die Bresche sprang. Klaus Meier, Vizepräsident für Studium und Lehre an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, betonte, dass sich auf Grundlage von Webers Gutachten nicht beurteilen lasse, ob tatsächlich eine Täuschung vorliege: Grundsätzlich müsse man bewerten, ob in der Arbeit eine eigene wissenschaftliche Leistung erbracht wurde, und das könnten keine Plagiatsjäger beurteilen, sondern nur ein universitäres Gremium “mit entsprechender Fachexpertise”. Gegenüber der Jungen Freiheit konterte Weber:

„Klaus Meier hat schon die Plagiate von Alexandra Föderl-Schmid von der Süddeutschen in Abrede gestellt. Es kommt nicht von ungefähr, daß die Süddeutsche genau ihn zitiert hat. Das ist halt dann wieder Stimmungsmache, aber nicht Wissenschaft. Im übrigen ist die Täuschung jene, die dem Leser widerfährt. Die gesichert subjektive Tatseite der Frau Buyx kennt nur sie selbst, auch keine Fakultät.“

In der Bevölkerung, die sich von Buyx in den Corona-Jahren immer wieder ungefragt moralisch zurechtweisen und schließlich mit Zwang bedrohen lassen musste, werden die von Weber dargelegten Auffälligkeiten deutlich kritischer bewertet als in der SZ. Gilt die viel beschworene “Ethik” etwa nur für andere? Das fragt sich in den sozialen Netzen so mancher. Viele zeigen sich angesichts anderer Plagiatsskandale rund um Politiker und “Experten” in den vergangenen Jahren auch wenig überrascht. Mitglieder der selbsternannten Elite glänzten mit Fehlleistungen oder wurden der Täuschung überführt – entscheiden aber vielfach trotzdem weiter über das Leben der Menschen. Sympathien weckt das nicht.

Unter anderem fällt Alena Buyx nun eine 2021 bei “Lanz” geäußerte Falschdarstellung wieder auf die Füße: Dort behauptete sie, dass es sich bei den mRNA-Impfstoffen um ein so “elegantes Verfahren” handele – “die zerfallen, dann werden die abgebaut, dann sind die weg, die kann man nach zwei Wochen überhaupt nicht mehr nachweisen.“ Ein X-Nutzer scherzte prompt: “Hinzu kommt noch, dass diese Plagiatsüberprüfung – das ist ja so ein elegantes Verfahren, die Promotionen zerfallen, dann werden die abgebaut, dann sind die weg, die kann man nach zwei Wochen überhaupt nicht mehr nachweisen.”

Ob Buyx’ Promotion tatsächlich “zerfallen” wird, steht freilich in den Sternen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch die Universität Münster darf mit Spannung erwartet werden. Die Bürger sollten jedenfalls erwarten dürfen, dass für Hüter der einzig wahren Wissenschaft die gute wissenschaftliche Praxis oberste Priorität hat und sie an höchsten Maßstäben gemessen werden – andernfalls sollte ihre Expertise keinen Einfluss auf die Politik (und in der Folge die Grundrechte der Menschen) entfalten.

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