Chinas perfekt choreografierte Robo-Armee: Kampfansage an den Westen

(C) Report24/KI

Die humanoiden Roboter, die bei den Feierlichkeiten zum Chinesischen Neuen Jahr vorgeführt wurden, waren nicht einfach nur eine Showeinlage. Diese Maschinen sind vielmehr eine technologische Kampfansage an den Westen.

Bei den diesjährigen Feierlichkeiten zum Chinesischen Neuen Jahr, auf der CCTV Spring Festival Gala, präsentierte das Reich der Mitte humanoide Roboter, die nicht nur tanzten und Kung-Fu-Kämpfe durchführten, sondern so auch eine Machtdemonstration vollzogen. Denn dies war auch eine Botschaft an die eigene Bevölkerung und an den Rest der Welt: Die technologische Zukunft wird in China entschieden.

So liefen diese humanoiden Roboter auf zwei Beinen, balancierten, reagierten auf ihre Umgebung und interagierten mit Menschen, als wäre das alles selbstverständlich. Noch vor wenigen Jahren wirkten solche Systeme wie betrunkene Baukräne mit Gelenkproblemen. Heute hingegen bewegen sie sich mit einer Präzision, die keinen Zweifel mehr daran lässt, dass hier eine exponentielle Entwicklung stattfindet.

Einer der Hauptakteure ist Unitree Robotics, ein Unternehmen, das sich in wenigen Jahren vom Nischenanbieter zum globalen Schwergewicht entwickelt hat. Deren humanoider Roboter “H1” misst rund 1,80 Meter, wiegt etwa 47 Kilogramm und verfügt über hochkomplexe Gelenksysteme, die Bewegungsabläufe ermöglichen, die noch vor kurzem als technisch kaum beherrschbar galten. Diese Maschinen können laufen, sich bücken, Gegenstände greifen und ihre Balance selbstständig korrigieren. Mit anderen Worten: Sie sind nicht mehr auf Show beschränkt, sondern bereit für produktive Arbeit.

Genau hier liegt der eigentliche Kern der Entwicklung. China steht vor einem massiven demografischen Problem, einer alternden Bevölkerung und schrumpfenden Jahrgängen im arbeitsfähigen Alter. Humanoide Roboter sind die logische Antwort auf dieses strukturelle Defizit. Sie sollen Arbeiter ersetzen, die es bald schlicht nicht mehr gibt. Und sie bringen einen entscheidenden Vorteil mit: absolute Loyalität. Kein Streik, keine Lohn- und Arbeitszeitforderungen, keine Gewerkschaften.

Doch bei aller Begeisterung über die Beweglichkeit wird ein entscheidender Punkt in der öffentlichen Inszenierung auffällig selten thematisiert: die Energieversorgung. Denn die aktuellen humanoiden Roboter haben eine überraschend kurze Einsatzdauer. Der H1-Roboter von Unitree kommt – je nach Belastung – auf etwa ein bis zwei Stunden aktiven Betrieb. Bei moderater Nutzung sind maximal drei bis vier Stunden möglich, bevor der Akku gewechselt oder geladen werden muss.

Diese Maschinen sind derzeit keine Marathonläufer, sondern Hochleistungssprinter. Ihre Einsatzfähigkeit hängt vollständig an der Energiedichte ihrer Batterien. Genau hier entscheidet sich, wie schnell sie vom Fabrikhelfer zum allgegenwärtigen Ersatzmenschen werden. Doch die Batterietechnologie entwickelt sich rasant und die Energiedichte wächst immer weiter – und damit auch die Einsatzzeit.

Das heißt aber auch, dass es früher oder später nur mehr ein kleiner Sprung vom Roboter-Fabrikarbeiter hin zum mechanischen Soldaten ist. Denn jede Technologie, die laufen, greifen und autonom agieren kann, besitzt zwangsläufig auch militärisches Potenzial – ein Software-Update genügt. Ein humanoider Roboter kann Munition tragen, Verwundete bergen oder Waffen bedienen. Er wird nicht müde, kennt keine Angst und trifft keine moralischen Entscheidungen. Und darauf wird sich der Westen vorbereiten müssen.

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