Während das EU-Parlament kürzlich noch die Fortführung der Klimawahnpolitik abgesegnet hat, regt sich bei den europäischen Industriekapitänen der Widerstand. Die Energiepreise sind zu hoch und zerstören die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Den regierenden Politikern in den meisten EU-Ländern, sowie auf EU-Ebene selbst scheint jeglicher Realitätssinn abhanden gekommen zu sein. Anstatt die Wettbewerbsfähigkeit des Staatenblocks zu verbessern, setzt man im Rahmen des allgemeinen Klimawahns auf eine weitere Verteuerung der ohnehin schon exorbitant hohen Energiepreise. Nun verlangten Hunderte von Führungskräften europäischer Unternehmen von Brüssel Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise. Sie warnten, dass Untätigkeit zu einem Abfluss von Investitionen führen und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen weiter schwächen würde.
“Die EU-Strompreise in Europa liegen innerhalb Europas weiterhin höher als in konkurrierenden Ländern. CO2-Kosten sind ein Alleinstellungsmerkmal Europas, und das System ist darauf ausgelegt, die Kosten von Jahr zu Jahr zu erhöhen”, erklärten die Manager in einer Erklärung, die von mehreren hundert CEOs unterzeichnet und beim Antwerp European Industry Summit vorgestellt wurde.
“Die nächsten fünf Jahre werden für Europas Industrie die herausforderndsten seit vielen Jahrzehnten sein”, heißt es in der Erklärung weiter, ergänzt um: “So ernst die Lage auch ist, das Ergebnis ist nicht unvermeidlich. Wir können es schaffen – wenn Sie handeln.”
The energy transition has triggered Europe’s deindustrialization.
— Lukas Ekwueme (@ekwufinance) December 19, 2025
The EU now pays the highest industrial and household electricity prices in the developed world.
That means there will be no AI revolution in Europe… energy is the largest OpEx
By design, the EU has adopted a… pic.twitter.com/NDtH6ZwkX1
“An erster Stelle steht: Bei den Energiepreisen müssen sie nach unten. Man muss uns ernst nehmen, und man muss erkennen, dass das Europas Wettbewerbsfähigkeit wirklich beeinträchtigt”, sagte der Leiter des Europageschäfts von Heidelberg Materials gegenüber Reuters.
Die Erklärung forderte eine Senkung der Strompreise auf das Niveau von vor 2021, also auf 44 Euro pro MWh. “Europa verliert industrielle Kapazitäten in einem Tempo, wie wir es noch nie zuvor gesehen haben. Das ist kein vorübergehender Abschwung – es ist eine strukturelle Verschiebung der Wettbewerbsfähigkeit, die alle verarbeitenden Branchen betrifft”, sagte der BASF-Vorstandsvorsitzende und Präsident des europäischen Chemiebranchenverbands, Markus Kamiech.
Die Erklärung folgt auf ein Interview der Financial Times mit Kamiech. Darin sagte er, die EU müsse ihr Emissionshandelssystem dringend überarbeiten und den geplanten Ausstieg aus kostenlosen CO2-Zertifikaten aussetzen, um einen Kollaps der Chemieindustrie zu verhindern. Der Manager warnte davor, dass die europäischen Unternehmen für solche Zertifikate bis in die 2030er-Jahre hinein jährlich bis zu eine Milliarde Euro zahlen müssten, sollte das System nicht reformiert werden.
Doch in Brüssel hält man am eingeschlagenen Kurs fest. So lange, bis das letzte Werkstor geschlossen ist und sämtliche industriellen Produkte nur mehr künstlich durch die CO2-Abgaben aus Drittländern importiert werden können. Doch dann ist es für den Standort Europa ohnehin zu spät.
