Islamisierung im Fußball: Französischer Klub PSG ganz im Dienste Katars

Symbolbild: Kar881am

Aktivitäten der Netzwerke der Muslimbrüder von unten, Katars Investitionen von oben – die Islamisierung Europas hat verschiedene Gesichter. Eines davon ist der Fußballklub PSG in Paris.

Von Eric Angerer

In westeuropäischen Großstädten ist das Bild eindeutig: immer mehr Menschen aus islamischen Ländern, immer mehr davon mit muslimischer Kleidung, immer mehr orientalische Geschäfte, immer mehr Moscheen und islamische Vereine, immer mehr Landnahme im öffentlichen Raum und in Schulen, immer mehr Machtansprüche der Islamverbände.

Auf dieser Basisebene sind die Netzwerke der Muslimbruderschaft die federführende Kraft. Das ist wenig überraschend, denn sie ist nicht nur international aufgestellt, sondern verfügt auch über die finanzielle Unterstützung des Emirats Katar.

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Qatar Airways und QIA

Wenn sich Katar im Westen als Veranstalter einer Fußball-WM und als Betreiber einer Fluglinie als freundlicher Golfstaat präsentiert, sieht es hinter den Kulissen anders aus. Das Emirat ist politisch von den Muslimbrüdern kontrolliert und damit Hauptquartier und Machtbasis einer islamisch-extremistischen Strömung, die in der Zwischenkriegszeit in Ägypten entstand und mit dem italienischen Faschismus und dem deutschen Nationalsozialismus kooperierte.

Dabei ist das Emirat nicht nur Finanzier und Kommandozentrale der Hamas-Terroristen, sondern ein internationaler Machtfaktor, ein wichtiger Player im globalen Kapitalismus. Das Emirat ist über seinen Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) an zahlreichen internationalen Großkonzernen beteiligt. Insgesamt soll QIA über ein verwaltetes Vermögen von 557 Milliarden US-Dollar verfügen (Stand August 2025). Sie ist damit eine der größten und einflussreichsten Investmentgesellschaften der Welt. 

Einfluss auf Eliten

Mit diesen Finanzmitteln nimmt Katar über Investitionen, Sponsoring, Spenden und Bestechungen sowie über den professionellen Sender Al-Jazeera seit vielen Jahren und immer stärker Einfluss auf die Eliten, nämlich auf Politiker und den Nachwuchs auf bestimmten Universitäten.

Die Bild-Zeitung  berichtete unter dem plakativen Titel „Was haben Elite-Unis und Terroristen gemeinsam? Den Sponsor!“, dass US-Unis allein von 2014 bis 2019 2,5 Milliarden Euro von Katar bekommen hätten. Katar gehe dabei strategisch vor und konzentriere sich auf einige Elite-Unis, um dort maximalen Einfluss auszuüben.

Die proislamischen und von Katar gekauften Eliten wiederum schauen der Unterwanderung durch die Netzwerke der Muslimbruderschaft wohlwollend zu. So konnten sich die Muslimbrüder mit viel katarischem Geld in den muslimischen Communitys in Westeuropa immer mehr ausbreiten und auch vergleichsweise moderne Zuwanderer aus muslimischen Ländern immer mehr unter Druck setzen und ihre Kinder fanatisieren.

England und Frankreich

Besonders im Fokus der kombinierten islamistischen Durchdringung von oben (Katar) und unten (Muslimbrüder) standen und stehen Frankreich und Großbritannien. In England soll – laut dem Islamkritiker Tommy Robinson – sogar der König Geldspenden von Katar bekommen haben.

In einem bemerkenswerten Gespräch mit Visegrad24 arbeitet der ägyptisch-britische Counter-Terrorism-Experte Khaled Hassan heraus, wie die Muslimbruderschaft funktioniert, wie sie in Westeuropa (besonders in Britannien und Frankreich) agiert und wie London zu ihrer Europazentrale gemacht wurde:

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte sich in den vergangenen Jahren besonders antiisraelisch hervorgetan. Die Anerkennung Palästinas als Staat hat er 2025 nur wenige Monate nach neuen massiven Investitionen Katars in Frankreichs Energie-, Immobilien- und Finanzbranche angekündigt. 

Katars Verein PSG

Dabei war der wirtschaftliche und politische Einfluss Katars und der Islamisten auf den Westen und insbesondere Frankreich davor schon groß. Er erstreckt sich auch auf den sportlichen Bereich. Der französische Vorzeigeklub PSG ist fest in der Hand von Katar.

PSG bekam von Katar so viel Geld, dass es nicht nur die französische Liga beherrscht, sondern auch das Champions-League-Finale 2025 locker gewann. Der finanziell überlegene französische Serienmeister PSG deklassierte Inter Mailand in München mit 5:0.

Ausschreitungen

Mehr als überschattet wurde das Spiel durch die „dritte Halbzeit“ – von brutalen Ausschreitungen und Plünderungen mit zwei Toten, etwa 200 Verletzten (darunter 22 Polizisten und sieben Feuerwehrmänner) und circa 560 Verhaftungen. Fast 700 Brände wurden gelegt, davon über 260 Fahrzeuge.

Nach den zur Verfügung stehenden Bildern und Videos waren daran vor allem Araber und Afrikaner beteiligt, wahrscheinlich eine Mischung aus „Fans“ des PSG und den üblichen „erlebnisorientierten“ muslimischen Jugendlichen aus den Vororten, die schon öfter den Bürgerkrieg mit dem französischen Staat geprobt haben.

In dieses Bild passt auch, dass bei den Ausschreitungen mehrere Synagogen, ein koscheres Restaurant und eine Holocaust-Gedenkstätte geschändet wurden.

PSG und Islambefolger

Bei den Fans vieler europäischer Fußballklubs überwiegen die indigenen Europäer stärker als in der Bevölkerung der jeweiligen Stadt. In Deutschland etwa beteiligen sich Türkischstämmige wenig an den Fanszenen der einheimischen Vereine, sondern fiebern mit den Klubs ihres Herkunftslandes mit. Ähnliches gilt für Österreich oder England.

Bei PSG dürfte das partiell anders sein. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Region Paris besonders stark islamisiert ist. Eine andere Ursache ist vermutlich auch der Charakter des PSG als DER Klub und DAS Aushängeschild des Golfemirats Katar.

PSG ist somit so etwas wie ein islamischer Verein in Frankreich, was eine spezielle Sympathie von Islambefolgern in Frankreich erklären dürfte. Und so haben PSG-Fans schon während des Finalspiels im Stadion eine Palästina-Fahne und ein antiisraelisches Spruchband gezeigt.

Sportsponsor Katar

Katar ist über seine Qatar Foundation beziehungsweise seine Fluglinie an Sport-Sponsoring im großen Stil beteiligt. Das geht von Basketball über Motorsport bis zu Tennis, wo sogar der politisch bewusste und gegenüber dem Corona-Regime kritische Novak Djokovic seit 2024 als „Markenbotschafter“ von Qatar Airways herumläuft. Den Fokus legen die Kataris aber seit langem und klugerweise auf den Fußball.

Während die moderaten Vereinigten Arabischen Emirate über ihre Fluglinie Fly Emirates der Sponsor von Arsenal FC, Real Madrid, AC Milan, Olympique Lyon und anderen sind, spielt das den Muslimbrüdern nahe stehende Katar eine noch wichtigere Rolle im internationalen Fußball-Business. Dazu gehört Sponsoring von Vereinen wie den Boca Juniors, dem FC Barcelona, bei Inter Mailand oder Bayern München (letzteres wurde nach Protesten der Fanszene beendet).

Historisches Triple der Islamisten

Und PSG wird eben von Katar über Qatar Sports Investment und den katarischen Präsidenten Nasser Ghanim Al-Khelaifi de facto kontrolliert. Seit dem Einstieg 2011 kauften die katarischen Geldgeber dem einstigen Durchschnittsklub PSG neue Spieler für insgesamt 2,3 Milliarden Euro.

„Dieses Finale von München geriet für Katar aber nicht nur wegen des beeindruckenden 5:0-Sieges von PSG gegen Inter Mailand zum größtmöglichen Triumph. Sondern auch wegen eines Umstandes, den Hauptsponsor Qatar Airways in einer großspurigen Meldung auf der eigenen Website zuvor als ‚historisches Sponsoring-Triple‘ bezeichnet hatte. Erstmals in der Geschichte der Champions League finanzierte eine Firma beide Finalteilnehmer und auch noch den Wettbewerb selbst.“

Quelle

Katars Rolle in UEFA und FIFA

Seit 2024 ist Qatar Airways Sponsor der Champions League. PSG-Präsident Al Khelaifi ist übrigens auch Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees sowie CEO der beIN Media Group, die in vielen Ländern die Übertragungsrechte an der Champions League hält. Und ebenfalls seit 2024 ist die katarische Fluglinie nicht mehr nur Sponsor des EM-Turniers, sondern jetzt auch offizieller Airline-Partner aller UEFA-Wettbewerbe für Herrennationalmannschaften.

Bei der FIFA sieht es kaum anders aus: Qatar Airways ist offizieller Sponsor und die Fluggesellschaft stellt in diesem Rahmen auch mehrere Flugzeuge zur Verfügung. Katar war offizieller Sponsor der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland 2024, insbesondere durch seine Tourismusbehörde „Visit Qatar“ und die Fluggesellschaft Qatar Airways.

Gekaufte Fußball-WM?

Dass Katar selbst die Fußball-WM 2022 zugesprochen bekommen hat, brachte seinen Einfluss im Sport-Geschäft symbolträchtig ins Rampenlicht. Bei der Vergabe sollen Korruption und Bestechung eine wichtige Rolle gespielt haben, vor allem über Mohamed bin Hammam, einen Freund des Emirs.

Dass solche Methoden nicht auf den Sport beschränkt sind, zeigte sich im Fall Eva Kaili. Die sozialdemokratische Abgeordnete aus Griechenland war 2022 nach Katar gereist und hatte danach im EU-Parlament – pünktlich zu Beginn der umstrittenen WM in der Wüste – die Menschenrechtslage in Katar gelobt und das Land als „führend bei den Arbeitsrechten“ bezeichnet. Einige Wochen später hatten Ermittler in ihrer Wohnung Säcke mit 1,5 Millionen Euro Bargeld gefunden. Ihr Partner legte schließlich ein Teilgeständnis über Gelder aus Katar ab.

Viele Beobachter vermuten, dass der Fall Eva Kaili nur die Spitze eines Eisberges ist, dass Katar durch Investitionen, Sponsoring und Bestechungen in immer mehr Institutionen des Westens Einfluss gewinnt – und damit auch ideologische und politische Macht.

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