Seit Jahrzehnten predigt das IPCC seine Netto-Null-Politik mit missionarischem Eifer. Eine der Grundlagen dieser Politik ist jedoch eine Annahme, die mittlerweile klar widerlegt wurde. Denn das anthropogene CO2 wird von der Natur nicht anders behandelt als das natürliche CO2.
Jahrelang haben die Klimafanatiker vom Weltklimarat (IPCC) die Behauptung vertreten, dass sich das sogenannte “anthropogene” CO2 angeblich grundlegend vom “natürlichen” CO2 unterscheiden würde. Ein und dasselbe Molekül, bestehend aus einem Kohlenstoff- und zwei Sauerstoffatomen, wird je nach Herkunft anders betrachtet.
Die gängige IPCC-Behauptung lautet, das menschengemachte CO2 verbleibe über Jahrzehnte, Jahrhunderte oder gar Jahrtausende in der Atmosphäre. Manche Vertreter der Lehre vom “menschengemachten Klimawandel” sprechen sogar von mehreren hunderttausend Jahren, in denen das CO2 klimawirksam bleibe. Gleichzeitig räumt dasselbe IPCC ein, dass die sogenannte Verweildauer von “natürlichem” CO2 im Mittel nur etwa vier Jahre betrage.
Das ist in etwa so, als ob die Pflanzen bei der Photosynthese wählerisch seien und sich selbst sagen würden, “Oh, dieses CO2 mag ich nicht, ich verwerte das andere”. Mit Wissenschaft hat so etwas jedoch nichts zu tun. Denn Kohlenstoffdioxid ist einfach nur Kohlenstoffdioxid. Nicht mehr und nicht weniger.
Eine neue Studie, veröffentlicht unter dem Titel “On the Residence Time of CO2 in the Atmosphere and the Carbon Mass Balance” bei SCC-Publishing, nimmt sich genau dieses absurden Denkfehlers an und greift dabei auf ein fundamentales physikalisches Prinzip zurück: das Äquivalenzprinzip. Die Kernaussage ist ebenso banal wie vernichtend für das IPCC-Narrativ. Natürliche Senken wie z. B. Ozeane, Vegetation, Böden – unterscheiden nicht zwischen “gutem” natürlichem CO2 und “bösem” anthropogenem CO2. Sie absorbieren Kohlenstoffdioxid-Moleküle unterschiedslos und mit derselben charakteristischen Zeitspanne von rund vier Jahren. Es existiert keinerlei physikalischer Mechanismus, der eine Sonderbehandlung anthropogener Moleküle rechtfertigen würde.
Damit fällt auch eine der zentralen Säulen der Netto-Null-Ideologie. Das IPCC arbeitet mit der Annahme, dass exakt 50 Prozent der anthropogenen CO2-Emissionen dauerhaft in der Atmosphäre verbleiben und sich dort über Jahrzehnte bis Jahrtausende anreichern. Daraus wird dann politisch gefolgert, dass eine Halbierung der Emissionen zwangsläufig zu einer Stabilisierung der CO2-Konzentration führen müsse. Doch wenn anthropogenes CO2 dieselbe kurze Verweildauer hat wie jedes andere CO2, ist diese Rechnung einfach nur falsch.
Bereits im Jahr 2022 haben C14-Überprüfungen gezeigt, dass lediglich 12 Prozent des atmosphärischen CO2 durch menschliche Aktivitäten entstanden sind – und das seit dem Beginn der Industrialisierung im Jahr 1750. Würden die IPCC-Behauptungen stimmen, müsste das Bild jedoch komplett anders aussehen.
Diese Studie zerlegt damit ein zentrales Dogma des Weltklimarates und der Klimafanatiker. Doch wie so oft werden solche wichtigen wissenschaftlichen Arbeiten vom Mainstream konsequent ignoriert, weil sie nicht den Narrativen folgen, denen man sich verschrieben hat.
