Satire darf Vieles, doch auch dort gibt es Grenzen. Nicht nur jene des guten Geschmacks, sondern auch in Sachen der Gesetze und gesellschaftlicher Normen. In Grönland hatte das Team von “extra 3” des NDR diese Grenzen überschritten. Auf frischer Tat ertappt, würdigte der Täter auch noch die deutsche Flagge herab. Das Publikum muss solche Agitationen mit Zwangsgebühren bezahlen.
Ein Team der NRD-Satiresendung “extra 3” reiste nach Grönland, um dort den Disput um die größte nichtkontinentale Insel der Welt aufs Korn zu nehmen. So weit, so gut. Doch in ohnehin schon angespannten Zeiten wäre es angebracht gewesen, eine solche Aktion mit den grönländischen Behörden abzusprechen. Doch das war den Leuten des öffentlich-rechtlichen Senders völlig egal.
This guy attempted to raise the American flag in front of the cultural center in Nuuk. The flagpoles belong to the cultural center.
— Orla Joelsen (@OJoelsen) January 28, 2026
Fortunately, he was stopped in time by the staff.
If you do not respect our values, why are you in Nuuk?!
🎥: Angunnguaq Hammond – Facebook pic.twitter.com/kuciL20rXP
Das Hissen der US-Flagge auf einem öffentlichen Platz in der grönländischen Hauptstadt Nuuk durch den linken Polit-Kabarettisten Maximilian Schafroth, stieß dabei nicht nur auf den Unmut der Bevölkerung. Auch wurde laut dem Sender vor Ort ein Bußgeld – umgerechnet etwa 130 Euro – verhängt.
Statement from Mayor Avaaraq Olsen:
— Orla Joelsen (@OJoelsen) January 29, 2026
Greenland and Kommuneqarfik Sermersooq are currently under intense international attention during a time of genuine anxiety and uncertainty for our population. In this situation, your choices, your jokes, and your methods are not harmless.…
Die Stellungnahmen aus der lokalen Politik zeigen vor allem ein Unverständnis gegenüber den Aktionen von Ausländern, die nur anreisen, um Klicks zu erhalten. So hieß es in einer Stellungnahme unter anderem: “In letzter Zeit haben wir Beispiele gesehen, in denen Besucher in der Öffentlichkeit provokative Stunts inszenieren, politische Symbole als bloßen Schockeffekt einsetzen, und andere, die Kinder mit Fragen zu Krieg, Gewalt und einer Invasion ansprechen. Das ist keine Satire. Das ist kein sinnvoller Journalismus. Es ist rücksichtsloses Verhalten in einer Gemeinschaft, die ohnehin bereits unter psychischem Druck steht.”
Fik denne her af en ven i Grønland. Der florerer en snapchat-video i Nuuk hvor et par amerikanere prøver at hejse det amerikanske flag lige uden for kulturhusets Katuaq, på katuaqs flagstang 😡 pic.twitter.com/o2fCqE9z7F
— Frederik Dirks Gottlieb (@frederikdirks) January 28, 2026
Die Menschen seien besorgt, manche hätten Angst und vor allem Kinder würden sich dabei schwer tun, die Situation zu verstehen. “Familien kämpfen mit Angstzuständen, Schlaflosigkeit und einem ständigen Gefühl der Unruhe. Wenn ihr diese Ängste für Inhalte, Klicks oder Lacher verstärkt, seid ihr nicht mutig oder kreativ. Ihr vergrößert den Stress einer ohnehin verletzlichen Bevölkerung”, heißt es in der Stellungnahme weiter.
Nach der gescheiterten "Satire" mit der US Flagge in #Grönland gibt sich der "Komiker" des #NDR vor der Polizei kleinlaut…
— Dr. David Lütke (@DrLuetke) January 30, 2026
Man sei in Deutschland "nicht stolz auf die eigene Flagge" und deshalb sei er über die Reaktion überrascht gewesen.pic.twitter.com/Fgc2WDh8A7
Auch wenn diese Aktion bei den Trump-Gegnern im NRD wohl als weitere Anti-Trump-Aktion gedacht war, hat sie vor allem die Grönländer selbst verärgert. Ein Schuss in den Ofen, sozusagen. Und das von einem links-orientierten Sender, dem ansonsten “kulturelle Sensibilität” ja angeblich so am Herzen liegt.
Anstatt nun also Trump-Ressentiments im deutschen Fernsehen verbreiten zu können, hat man die Grönländer selbst verärgert. Und das nur, weil man wichtige grundlegende Prinzipien für solche Drehs im Ausland ignoriert hat. Für solche Unsinn-Aktionen werden also die Zwangsgebühren der Deutschen verschwendet.
