Wissen Sie, wer “unsere Demokratie” auch beschützen wollte?

Bild: Bundesarchiv, Bild 183-R1220-401 / Unknown author / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons. (mit KI erweitert)

“Unsere Demokratie” muss geschützt werden: Das ist der Wahlspruch eines jeden Politikers der Systemparteien. Neu ist dieses Wording freilich nicht. Erich Honecker nutzte es ebenfalls…

Die Mauer war der “antifaschistische Schutzwall” gegen die böse BRD – eine BRD, vor der die Menschen so dringend beschützt werden wollten, dass sie reihenweise in diesen vermeintlichen Faschismus zu flüchten versuchten. Um dann von ihren edlen Beschützern in der Deutschen Demokratischen (!) Republik erschossen zu werden.

Es wirkt schon bezeichnend, dass man in Berlin die Beschäftigung mit der DDR in der Oberstufe nicht mehr als Pflicht im Lehrplan fixieren möchte (Report24 berichtete): Zu peinlich könnte unter Umständen manche Parallele wirken, die sich beim Vergleich des heutigen Politikersprechs mit jenem von damals auftut. Wer von Demokratie spricht, muss eben nicht zwangsläufig auch Demokratie meinen.

Der “Plagiatsjäger” Stefan Weber hat jüngst das folgende Zitat Erich Honeckers auf X geteilt:

„In unserem Staat ist jeder aufgerufen, an der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft mitzuwirken. Keiner wird beiseite gelassen, alle werden gebraucht. Das heißt aber auch – und darin ist sich die überwältigende Mehrheit unseres Volkes einig -, unsere Demokratie gegen solche Kräfte zu schützen, die sie anzutasten oder gar zu zerstören versuchen.”

“Unsere Demokratie”, damals wie heute. Wenn moderne Politiker meinen, es würde reichen, dieses Wort in den Mund zu nehmen, um als demokratisch wahrgenommen zu werden, sollten sie vielleicht einen Blick in Deutschlands unrühmliche Vergangenheit wagen. Bei den Bürgern setzt sich längst immer stärker die Erkenntnis durch, dass die Demokratie, die Regierende meinen, keineswegs die Demokratie ist, die den Souverän in den Mittelpunkt stellt.

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