Indien: Nipah-Ausbruch – Maßnahmen wie bei Covid-19!

(C) Report24/KI

Mehrere Flughäfen in Indien haben wegen eines Ausbruchs des Nipah-Virus wieder Überwachungsmaßnahmen wie zu Corona-Zeiten eingeführt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rührt bereits die Paniktrommel.

Indien ist aufgrund weniger Fälle von Infektionen mit dem Nipah-Virus wieder einmal im Ausnahmezustand. Im östlichen Bundesstaat West Bengal (insbesondere rund um Kolkata/Barasat) wurden in diesem Monat mehrere Fälle des Nipah-Virus bestätigt. Bisher sind mindestens 5 Infektionen dokumentiert, unter ihnen auch medizinische Mitarbeiter, die sich offenbar im klinischen Umfeld angesteckt haben. Die Behörden haben rund 100 Personen, die engen Kontakt zu den Infizierten hatten, unter Quarantäne oder strenge Beobachtung gestellt.

https://twitter.com/MoHFW_INDIA/status/2012766977639801161

Mehrere asiatische Flughäfen (unter anderem in Thailand, Nepal und Taiwan) haben Covid-ähnliche Gesundheitskontrollen für Reisende aus Indien eingeführt, einschließlich Fiebermessungen und Symptommeldungen, um mögliche Einschleppungen zu verhindern.

Angesichts dessen, dass das Virus in den indischen Bundesstaaten Kerala und West Bengal endemisch ist und es dort immer wieder zu Krankheitsausbrüchen kommt, stellt sich die Frage, warum die Gesundheitsbehörden gerade jetzt mit dieser Panikmache beginnen. Wie schon früher wird es nämlich ohnehin bei lokalen Ausbrüchen bleiben.

https://twitter.com/robinmonotti/status/1703676733331796142

Das Nipah-Virus (NiV) ist ein zoonotisches Virus – das heißt, es stammt aus Tierbeständen (insbesondere Fruchtfledermäuse) und kann auf Menschen überspringen. Die Infektion verursacht grippeähnliche Symptome, schwere Atemwegserkrankungen und oft Enzephalitis (Gehirnentzündung). Bei bestätigten Fällen liegt die Sterblichkeitsrate in etwa bei 40 bis 75 Prozent. Üblicherweise entwickeln sich die Symptome innerhalb von vier bis vierzehn Tagen und dauern dann drei bis vierzehn Tage lang an.

https://twitter.com/_Protagonist07/status/2015775095818748026

Allerdings sind Übertragungen von Mensch zu Mensch selten und eigentlich nur durch sehr engen Kontakt möglich. Das heißt, das Pandemiepotential ist extrem gering. Dennoch steht Nipah auf der WHO-“Watchlist”, gehört also zu den “priority pathogens”, die ein “pandemisches Potential” haben, falls sie mutieren. Doch dafür gibt es bislang keine Anzeichen.

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