Wie viel Vertrauen erwecken Gesundheitsminister, Mediziner und medial gefeierte Gesundheitsbotschafter mit offensichtlich massiven gesundheitlichen Problemen? Darüber ist in den sozialen Netzen eine Debatte entbrannt: Der Auslöser ist eine junge “Botschafterin” für weibliche Gesundheit in Wales, die bei der Mehrheit der Kommentatoren keinen gesunden Eindruck hinterlässt. Tatsächlich zeigte sich im Vereinigten Königreich schon in der Vergangenheit, auf welche schädlichen Irrwege Diversity-Wahn und Wokeness Mediziner führen können.
Athika Ahmed (23) ist eine Medizinstudentin aus Cardiff, Wales. Sie ist Mitglied im Youth Panel des Cardiff and Vale University Health Board (CAVUHB), das Teil des National Health Service (NHS) in Wales ist. Medial wird sie als Botschafterin für weibliche Gesundheit gehypt: Ein BBC-Bericht über Ahmed als “Love Your Period campaign ambassador” geht aktuell in den sozialen Netzen viral. Für Nutzer ist dabei weniger das Gesagte irritierend als vielmehr, dass Ahmed, von der dank islamischer Verschleierung nur das Gesicht sichtbar ist, morbid adipös ist.
The health ambassador from Wales is opening up dialogue about female wellness. pic.twitter.com/EchdnYzBUx
— Dr. Jebra Faushay (@JebraFaushay) January 20, 2026
Der Kanal “NHS Voices” ehrte sie jüngst, weil sie junge muslimische Mädchen über das stigmatisierte Thema Menstruation aufkläre. Ahmed wirkte an der Gestaltung von Infomaterial für Schülerinnen mit, das über den weiblichen Zyklus und Erkrankungen wie Endometriose aufklärt. „Für jemanden mit Migrationshintergrund ist das in manchen Gemeinschaften tatsächlich ein Tabu und ein ziemlich sensibles Thema. Wenn man also in der Schule nichts darüber lernt, wo dann?“, befand Ahmed gegenüber BBC. Sie habe zwar in der Schule gelernt, wie man sich für einen Job bewirbt und ein Bankkonto eröffnet, doch nichts über weibliche Gesundheit – etwa, wie man einen Tampon wechselt.
Diese Erörterungen entlarven im Kern aber kein Defizit im Schulunterricht, sondern ein kulturelles Problem. Im Westen übernehmen die diesbezügliche Aufklärung gemeinhin problemlos die Eltern. Wenn hier durch die Massenmigration zunehmend eine Religion Fuß fasst, die Weiblichkeit abwertet und den für Frauen und Mädchen relevanten Themen keine Relevanz einräumt, entwickeln sich auch in westlichen Nationen neue Problemfelder. Ausbaden sollen das dann offenbar wieder einmal die Lehrer.
Abseits des Themas Islam sorgt online allerdings vor allem das massive Übergewicht der jungen “Gesundheitsbotschafterin” und Medizinstudentin für Kritik. Ausgerechnet die Erkrankungen und Probleme, über die Ahmed aufklären will, werden durch Übergewicht verschlimmert: Fettleibigkeit erhöht beispielsweise das Risiko für das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) und fördert die Verschlechterung von Endometriose. Zyklusprobleme lassen sich oftmals durch die Normalisierung des Gewichts lindern oder beheben – von den weiteren Vorteilen für die Gesundheit ganz zu schweigen. Fragt sich: Wird eine adipöse angehende Medizinerin darüber korrekt aufklären, oder ist das dann “Fat Shaming” und “stigmatisierend”? In Ahmeds Fall kann man darüber bislang nur mutmaßen; ihr Engagement für die Gesundheit junger Mädchen ist sicherlich ehrenhaft.
Woke Ärzte als Gesundheitsgefahr: Das Beispiel “Fat Doctor”
Im Vereinigten Königreich sorgte allerdings in den letzten Jahren der “Fat Doctor” für Negativschlagzeilen: Eine (inzwischen ehemalige) Ärztin namens Natasha Larmie vereinte sämtliche woken Narrative auf sich. Sie identifizierte sich kurzerhand als Mann (sie nennt sich seither “Asher”), hetzte gegen “cis”-Menschen, trommelte für Palästina und gegen Kapitalismus, “white supremacy” und Patriarchat – und verschrieb sich als Medizinerin voll und ganz der Lüge, Übergewicht wäre kein Gesundheitsrisiko.
Mehr noch: Wer versuche, Menschen, insbesondere Kinder, beim Abnehmen zu unterstützen, wäre ein Eugeniker – also praktisch ein Nazi, der dicke Menschen auslöschen wolle. Wörtlich warf sie in einem Tweet amerikanischen Kinderärzten vor, sie wollten “fette Kinder töten (besonders Schwarze und andere Minderheiten). AKA Eugenik”. Das Leben von Kindern buchstäblich leichter machen zu wollen (und so mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu verlängern), wäre demnach ein Verbrechen an der Menschheit.
Hintergrund: “Asher”, den Fotos nach selbst adipös, versuchte während der Corona-Jahre “wieder einmal”, abzunehmen – und scheiterte offensichtlich. “Als sich mein psychischer Zustand verschlechterte, begann ich alles in Frage zu stellen, was ich über Gewicht und Gesundheit zu wissen glaubte”, liest man auf ihrer Website. Sie postuliert dort:
- Gewichtsabnahme ist für die große Mehrheit der Menschen nicht nachhaltig.
- Es gibt keine Belege dafür, dass sie langfristige gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.
- Das Streben nach Gewichtsabnahme verursacht erhebliche körperliche und psychische Schäden.
Das passiert wohl, wenn radikaler Wokismus auf Medizin trifft: Man macht sich die Welt, wie sie einem gefällt, weil man mit seinen eigenen psychischen Problemen nicht zurechtkommt – und gefährdet darauf aufbauend bereitwillig Gesundheit und Leben anderer Menschen.
Ärztekammer reagierte
Die Ärztin mauserte sich zur aggressiven Aktivistin und wetterte in den sozialen Netzen gegen “cisgender” weiße Männer und Frauen – in einem solchen Ausmaß, dass es auch der britischen Ärztekammer zu bunt wurde. Angestoßen durch Beschwerden von Deanne Jade (einer Psychologin beim National Centre for Eating Disorders) und Dr. Adrian Brown (einem Mediziner und Professor für Ernährung und Diätetik am University College London) kam es zu einer Untersuchung, ob Larmie noch für den Beruf als Ärztin geeignet ist. Der erklärten Kämpferin gegen Stigmatisierung wurde zu ihrer großen Empörung von der Ärztekammer Stigmatisierung vorgeworfen: Weiße Heteros hätten angesichts ihrer Äußerungen womöglich Zweifel, dass sie von Larmie fair behandelt werden würden.
Im Juni 2024 sollte es zu einer Anhörung kommen, doch Larmie entschied sich stattdessen dazu, ihre Lizenz freiwillig aufzugeben. Sie stellte dies als heroischen Akt der Rebellion dar, während Kritiker eher vermuten, dass sie einem drohenden Entzug durch die Kammer zuvorkommen wollte. Als Ärztin darf sie jedenfalls nicht mehr arbeiten: Stattdessen bietet sie auf ihrer Website nun “Beratungen” für Dicke an, wie man im Gesundheitssystem “navigieren” kann, wenn man sein Übergewicht als Ursache und erschwerenden Faktor bei seinen Gesundheitsproblemen ausklammern möchte. 90 Minuten kosten schlappe 300 britische Pfund.
Wo führt das hin?
Fälle wie diesen muss man im Kontext der allgemeinen politischen und gesellschaftlichen Entwicklung betrachten: Das Kranke wird nicht einfach “entstigmatisiert”, sondern normalisiert und mehr und mehr als gut und erstrebenswert dargestellt. Aus “Man sollte Menschen nicht wegen Übergewicht mobben” wurde eine “Health at every size”-Bewegung (HAES), die selbst einen BMI jenseits der 40 als gesund und ästhetisch handelt. Das treibt Stilblüten: Inzwischen gibt es Personen wie Larmie, die Fettleibigkeit als naturgegeben und unabänderlich betrachten, aber davon überzeugt sind, dass man sein Geschlecht beliebig wählen und ändern kann. Wo soll das enden? Bei Jugendlichen, die 120 Kilo auf die Waage bringen, sich nur mühsam bewegen können und mit Hormonen vollgepumpt werden, weil ihr Unglück ganz bestimmt darauf beruht, dass sie mit dem “falschen” Geschlecht auf die Welt kamen?
Dass die Gesellschaft das so keineswegs mitträgt, zeigten unter anderem die jüngsten Reaktionen auf die junge Medizinstudentin und Perioden-Botschafterin aus Wales (auch wenn manche Wortmeldungen freilich unter die Gürtellinie gingen). Kritik an diesen Entwicklungen ist jedoch fast automatisch Kritik an “Minderheiten” und entsprechend (von oben) verpönt. Bietet man dem keinen Einhalt, werden auch die Ärztekammern früher oder später so besetzt sein, dass Personalien wie der “Fat Doctor” keinerlei Widerspruch mehr fürchten müssen. Angesichts dessen, dass viele Menschen ihre Gesundheit (und die ihrer Schutzbefohlenen) noch immer sehr bereitwillig und kritikfrei in die Hände vermeintlich allwissender Fachleute und Experten legen, kann das böse enden.
Ob als Ärzte, “Gesundheitsbotschafter” oder als Politiker, die die Gesundheitspolitik eines Landes mitbestimmen: Personen, die Ideologien folgen und die Welt den eigenen Befindlichkeiten unterwerfen wollen, statt sich mit Herz und Hirn dem Wohl der Menschen zu widmen, können massiven Schaden anrichten. In Zeiten von Diversity-Quoten wird ihnen das erleichtert, denn es werden sich immer Systemlinge finden, die diese Charaktere unterstützen und als Helden verehren. Ein Dienst an der Menschheit ist das nicht – ganz im Gegenteil. Liebe zum Menschen bedeutet manchmal eben auch, die unangenehmen Probleme anzusprechen und jemanden zu ermuntern, an sich zu arbeiten. Das sollten wir alle ohnehin lebenslang…
