Das Kinsey-Dossier: Bestialität und Baby-Orgasmen als “sexuelle Aufklärung”

Kinsey begann seine Sexualforschungen mit umfangreichen Befragungen. Collage – Symbolbild rechts: KI. Bild Kinsey (links): Unknown source, Public domain, via Wikimedia Commons

Er galt als Ikone der »sexuellen Aufklärung« – doch hinter der Fassade der Wissenschaft betrieb der Sexualforscher Alfred Charles Kinsey nichts weniger als einen Frontalangriff auf das Wertefundament der westlichen Kultur. Mit statistischen Thesen erklärte er Promiskuität zur Norm, moralische Grenzen zur Lüge und Schutzgesetze für Frauen, Kinder und Familie zu überholten Relikten. Er betätigte sich in homosexuellen Ausschweifungen und relativierte sogar Sex mit Tieren und Baby-Orgasmen als »normal«. Zudem ließ er sich von Pädophilen beeinflussen.

Von Guido Grandt

Einen historischen Tiefpunkt erreichte die gezielt vorangetriebene Sexualisierung der westlichen Gesellschaft – insbesondere die von Kindern – durch den US-amerikanischen Sexualforscher und Hochschullehrer Alfred Charles Kinsey (1894-1956), Professor für Zoologie an der Indiana University.

Seine sogenannten statistischen Erhebungen zum menschlichen Sexualverhalten wirkten wie ein Brandbeschleuniger und gelten bis heute als zentraler Auslöser der sogenannten »Sexuellen Revolution« – mit gesellschaftlichen Folgen, deren Tragweite erst Jahrzehnte später in vollem Umfang sichtbar wurde.

Zoologe und »Wespenspezialist« mutierte zum weltweit bekannten Sexualforscher

An dieser Stelle ein Blick auf seine »Ausbildung« und seinen Werdegang: Alfred Charles Kinsey studierte zunächst am Bowdoin College, anschließend an der Harvard University, wo er auch promovierte. 1920 begann er seine akademische Laufbahn als Zoologe an der Indiana University in Bloomington – eine Position, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1956 innehatte.

In Bloomington machte sich Kinsey zunächst einen Namen als Spezialist für Gallwespen. Mit pedantischer Akribie sammelte, vermaß und katalogisierte er persönlich rund 35.000 Insekten – eine Tätigkeit, die seinen Hang zur statistischen Erfassung und Quantifizierung biologischer Phänomene deutlich erkennen ließ.

Kinseys dubiose »Fallgeschichten« – das dunkle Fundament seiner Sexualforschung

Erst 1938 begann Kinseys spätere, folgenreiche Laufbahn als Sexualforscher. Auslöser war eine Anfrage der Studentinnenvereinigung der Bloomington University, die ihn als Biologen bat, sogenannte »Ehevorbereitungskurse« anzubieten. 

In diesem Zusammenhang begann Kinsey mit umfangreichen Befragungen zum Sexualverhalten von Männern und Frauen und legte Sammlungen sogenannter »sexueller Fallgeschichten« an.

Der Fokus lag dabei jedoch nicht auf Partnerschaft, Beziehung oder Schwangerschaft, sondern nahezu ausschließlich auf statistischen Erhebungen zu sogenannten »sexual outlets« – sexuellen Triebentladungen. 

Mit Unterstützung der Universität rückte diese Form der Sexualforschung rasch ins Zentrum von Kinseys Arbeit. 1947, kurz vor der Veröffentlichung seines ersten Buches, gründete er schließlich das Kinsey Institute for Sex Research an der Indiana University – heute bekannt als The Kinsey Institute for Research in Sex, Gender, and Reproduction.

1948 erschien sein Buch Sexual Behavior in the Human Male (Das sexuelle Verhalten des Mannes) und 1953 Sexual Behavior in the Human Female (Das sexuelle Verhalten der Frau). 

Rockefeller finanzierte Kinseys »Schundbücher«

Übrigens wurden beide Bücher maßgeblich von der Indiana University sowie der Rockefeller Foundation finanziert und unter dem Sammelbegriff Kinsey-Report veröffentlicht. 

Darin präsentierte Kinsey die Ergebnisse seiner über zwanzig Jahre hinweg durchgeführten Befragungen von insgesamt rund 18.000 Personen aus dem gesamten Land.

Quelle Bildzitat/Screenshot: https://web.archive.org/web/20230215132414/https://vigilantcitizen.com/vigilantreport/the-university-of-indiana-unveiled-a-statue-honoring-alfred-kinsley-a-research/

Aufsehenerregende Studienergebnisse: Schockzahlen, die Moral und Recht kippten

Die publizierten Resultate sorgten für erhebliches Aufsehen – und legten zugleich den Grundstein für einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Paradigmenwechsel: 

Rund 90 Prozent der befragten Männer gaben an:

  • gelegentlich zu masturbieren; 
  • etwa 40 Prozent berichteten von homosexuellen Erfahrungen; 
  • jeder zweite Amerikaner habe vorehelichen Geschlechtsverkehr gehabt; 
  • und jede vierte amerikanische Frau soll untreu gewesen sein.

Diese Zahlen wurden fortan als wissenschaftliche Legitimation für eine radikale Neubewertung sexueller Normen herangezogen – ungeachtet methodischer Schwächen, fragwürdiger Stichproben und der politischen sowie ideologischen Verwertbarkeit der Ergebnisse.

Kinsey erklärte Orgasmen bei Babys und Sex mit Tieren als »normal«

Auch sogenannte »Bestialität« – sexueller Kontakt zwischen Mensch und Tier – erklärte Alfred Charles Kinsey in seinen Veröffentlichungen für nicht abweichend vom vermeintlich »Normalen«. 

In diesem Zusammenhang definierte er Orgasmen pauschal als bloße »Auslassventile« und erklärte sie für »gleichberechtigt zwischen Mann und Frau, Junge und Hund, Mann und Junge, Mädchen oder Baby. Denn es gebe keine Abnormität und keine Normalität.« 

Noch einmal: Durch die Einbeziehung von »Junge und Hund« schloss Kinsey Bestialität in das ein, was scheinbar »normal« sei! 

Seinen »Daten« zufolge hatten 50 % der Männer (hauptsächlich Bauernjungen) Sex mit einem Tier.  So schrieb er einmal: »Es gibt Geschichten von auf dem Bauernhof aufgezogenen Männern, die in einem großen städtischen Zentrum wichtige Positionen in der Geschäfts-, akademischen oder politischen Welt erreicht haben und jahrelang in ständiger Angst gelebt haben, dass ihre frühen Geschichten entdeckt werden. Der Kliniker, der diesen Personen versichern kann, dass solche Aktivitäten biologisch und psychologisch Teil des normalen Säugetierbildes sind und dass solche Kontakte bei einem so hohen Prozentsatz der Farmpopulation vorkommen, wie wir bereits angedeutet haben, kann wesentlich zur Lösung dieser Konflikte beitragen.«

Übrigens: Als 1998 der Kinsey-Report neu aufgelegt wurde, schrieb der damalige Direktor des Kinsey-Instituts John Bancroft, Kinseys Ziel sei es gewesen, sich für eine größere Toleranz bezüglich sexueller Vielfalt einzusetzen.

Kinseys »geheimes« Doppelleben

Was sich erst Jahre später herausstellte: Kinsey war zwar verheiratet und trat nach außen als nüchterner, konservativ wirkender Wissenschaftler auf, führte jedoch ein strikt abgeschottetes Doppelleben. 

Zeitgenössische Berichte und spätere Recherchen legen nahe, dass Kinsey privat sexuelle Praktiken auslebte, die er öffentlich zugleich wissenschaftlich relativierte und zu normalisieren suchte – darunter homosexuelle Kontakte sowie sadomasochistische Neigungen. 

Dieses Spannungsverhältnis zwischen öffentlicher Rolle und privater Lebensführung wirft ein zusätzliches Licht auf seine Forschung: Sie erscheint nicht mehr allein als distanzierte Analyse, sondern auch als ideologisch und persönlich motivierte Grenzverschiebung.

Kinsey – homosexuell, voyeuristisch, exhibitionistisch

So soll Kinsey bereits im Alter von acht Jahren seine ersten homosexuellen Erfahrungen mit anderen Jungen gemacht haben. Offenbar führte er selbst seine homosexuellen Neigungen immer wieder auf diese Erfahrungen zurück. 

Zudem zeigte er als junger Pfadfinderführer seine voyeuristischen und exhibitionistischen Neigungen. Und er mochte es, Nachbarn und Vorübergehende zu schockieren, indem er fast unbekleidet in seinem Wildgarten arbeitete.   

Später, als Professor an der Indiana University, begann er mit homosexuellen Kontakten zu einigen seiner Studenten. Denn bei den oft wochenlang dauernden zoologischen Exkursionen wollte er immer, dass seine männlichen Studenten in Zelten und nicht in einem Hotel übernachteten. 

Außerdem liebte er es, sich seinen Studenten im Freien nackt zu zeigen und ihnen am Abend stundenlange detaillierte Berichte über sexuelle Praktiken vorzutragen.  

Schon in jener Zeit war aus Kinsey ein »sexueller Rebell« geworden, der sich mitunter manipulierend und aggressiv zeigte. Ein Mann, der seine berufliche Autorität und das Vertrauen in ihn als Lehrer missbrauchte.

Gruppensex und extremer Sadomasochismus

Kinseys Doppelleben wirkte sich aber auch noch anders aus: So veranstaltete er in einem sorgfältig verborgenen Raum unter dem Dach seines Hauses regelmäßig »Gruppensex-Spiele« mit seinen Mitarbeitern sowie ausgewählten Gästen. Auch deren Frauen mussten dabei mitmachen, ebenso seine Ehefrau Clara Kinsey. 

Mehr noch: Professor Kinsey ließ die heterosexuellen, homosexuellen und sadomasochistischen Szenen sogar von einem professionellen Kamerateam filmen.

Letztlich litt Kinsey selbst unter extremem Sadomasochismus, nahm immer wieder gewaltsame, außerordentlich schmerzhafte Manipulationen an seinem Genitale vor.18 

Schließlich reichten ihm für seine homosexuellen Neigungen seine Mitarbeiter nicht aus, so dass er sich auch in der Homosexuellenszene in Chicagos betätigte.

Kinsey stand unter dem Einfluss von »pädophilen Schulleitern«

Zu Kinseys schärfsten Kritikerinnen zählte die US-amerikanische Kommunikationswissenschaftlerin Judith Ann Reisman (1935-2021). Sie war Präsidentin des Institute for Media Education in Sacramento und Beraterin verschiedener US-amerikanischer Justiz-, Erziehungs- und Gesundheitsbehörden. 

In ihrem Aufsatz »Kinseys pädophile und pansexuelle Daten – ein Einblick«, veröffentlicht beim Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft, setzte sie sich detailliert und fundamental kritisch mit den Grundlagen und Folgen von Kinseys Sexualforschung auseinander: 

»Beide Biographen, die die neuen Biographien über Kinsey veröffentlicht haben, geben zu, dass Kinsey sich gewohnheitsmäßig sadistisch-homosexuell und -bisexuell verhielt. Sie beschreiben, wie Kinsey seine männlichen Studenten sexuell verführt hatte. Seine Frau, seine Mitarbeiter und deren Frauen zwang er, mit ihm und für ihn illegale Pornofilme auf dem Dachboden seines Hauses zu erstellen.« 

Weiter: »Wir wissen heute, dass Kinsey ‘stark unter dem Einfluss von fünf pädophilen Schulleitern’ aus New England stand, die ‘offen sagten, dass sie sehr innige Beziehungen zu zwölf- bis dreizehnjährigen Jungen hatten.’«

FORTSETZUNG IN TEIL 2

Guido Grandt (geb. 1963) ist investigativer Journalist, Publizist, TV-Redakteur und freier Produzent. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf Recherchen zu organisierter Kriminalität, Geheimgesellschaften sowie auf brisanten Themen aus Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär und Sicherheit. Darüber hinaus widmet er sich der Aufdeckung verborgener oder tabuisierter Hintergründe zeitgeschichtlicher Ereignisse. Guido Grandt veröffentlichte bisher über 40 Sachbücher und verfasste rund 6.000 Artikel. 

Quellen

  1. https://www.dijg.de/paedophilie-kindesmissbrauch/alfred-c-kinsey-report
  2. https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/kinsey-report/7778
  3. https://www.stjosef.at/morallexikon/bestial.htm
  4. https://web.archive.org/web/20230215132414/https://vigilantcitizen.com/vigilantreport/the-university-of-indiana-unveiled-a-statue-honoring-alfred-kinsley-a-research/
  5. Bancroft, J. in Kinsey: A., Sexual Behavior of the Female; Neuauflage 1998, S. 9, zit. nach Reisman, J., KCC, S. 17. Bancroft war Direktor des Kinsey-Instituts von 1995-20
  6. Paul, R.: Kopernikus der Triebe, DER SPIEGEL, 50/1997
  7. Jones, J. H.: Alfred C. Kinsey A Public/Private Life, W. W. Norton, New York, 1997, S. 276
  8. Jones, J. H.: Alfred C. Kinsey A Public/Private Life, W. W. Norton, New York, 1997, S. 697
  9. William Dallenbeck, Clarence Tripp. Tripp kommt in der BBC-Dokumentation zu Wort. Siehe Fußn. 2 / https://www.dijg.de/paedophilie-kindesmissbrauch/alfred-c-kinsey-report/
  10. Jones, J. H.: Alfred C. Kinsey A Public/Private Life, W. W. Norton, New York, 1997, S. 385, 604, 609, 610 
  11. https://www.dijg.de/paedophilie-kindesmissbrauch/reisman-paedophil-pansexuell-kinsey/
  12. Siehe James Jones: Alfred C. Kinsey A Public/Private Life , S. 499-500, 605-14 (1997); Jonathan Gathorne-Hardy: Sex the Measure of All Things: A Life of Alfred C. Kinsey, S. 82-99 (1998) / Secrets: Kinsey’s Pedophiles, (England’s Yorkshire television broadcast June 17, 1998) (interviewing Jonathan Gathorne-Hardy, Kinsey biographer) (on file with author) / https://www.dijg.de/paedophilie-kindesmissbrauch/reisman-paedophil-pansexuell-kinsey/

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