Vogelgrippe bei Milchkühen in Wisconsin: Zufall oder Laborleck?

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Ist es einfach nur ein Zufall, dass rund 65 Kilometer von einem Biolabor, an dem Gain-of-function-Forschung an Influenzaviren durchgeführt wird, plötzlich die Vogelgrippe bei einer Milchkuhherde ausbricht? Eine Frage, die sich angesichts früherer Laborlecks dort durchaus stellt.

Eigentlich sollte die Vogelgrippe nicht so leicht auf andere Lebewesen überspringen. Eigentlich. Denn immer wieder gibt es Berichte, wonach andere Tiere und sogar Menschen mit H5N1 infiziert wurden. Zumindest laut den (ohnehin fragwürdigen) PCR-Tests, die gemacht werden. So auch im US-Bundesstaat Wisconsin. Dort, nur rund 65 Kilometer (40 Meilen) vom Hochsicherheitslabor der University of Wisconsin-Madison, gab es laut Meldungen einen Vogelgrippe-Ausbruch in einer Milchviehherde.

In diesem Biolabor wird seit Jahrzehnten mit hochgefährlichen Influenza-Viren experimentiert, wie “The Defender” ausführlich berichtet. Offiziell heißt es, dieser Ausbruch sei ein “natürlicher Spillover”, also eine Übertragung durch Wildvögel. Inoffiziell jedoch schrillen die Alarmglocken. Denn genau jene Wissenschaftler, die das Virus sequenzierten, arbeiten seit Jahren an der Gain-of-Function-Forschung mit H5N1 – inklusive Impfstoffentwicklung für Rinder. Ist das einfach nur ein Zufall?

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Das US-Landwirtschaftsministerium erklärte den Ausbruch im Dodge County routiniert zum ersten bekannten Fall hochpathogener Vogelgrippe bei Milchkühen in Wisconsin. Zuständig für die genetische Identifikation: Keith Poulsen und Yoshihiro Kawaoka von der University of Wisconsin–Madison. Laut “The Defender” sind das genau jene Namen, die in der internationalen Debatte über riskante Virusmanipulationen immer wieder auftauchen. Kawaoka leitet das Influenza Research Institute, eine Einrichtung mit langer Geschichte an Sicherheitsverstößen, politischem Schutz und großzügiger Förderung durch staatliche Stellen.

Besonders interessant hierbei ist der identifizierte Virustyp: H5N1, Klade 2.3.4.4b, Genotyp D1.1. Eine Variante, die laut Fachliteratur Eigenschaften besitzt, welche die Übertragbarkeit erhöhen können – auch auf Menschen. Der Immunologe Karl Jablonowski von Children’s Health Defense weist darauf hin, dass nationale Datenbanken in den vergangenen zwölf Monaten keinen einzigen D1.1-Nachweis in einem Säugetier nahe Wisconsin ausweisen. Trotzdem soll ausgerechnet hier plötzlich ein isolierter Spillover stattgefunden haben. APHIS erklärt diesen Fall für “nicht verwandt” mit früheren D1.1-Ereignissen in Arizona und Nevada.

Mehrere Fachartikel, darunter Veröffentlichungen in Nature und im Journal of Infectious Diseases, beschreiben den D1.1-Stamm als besser angepasst an menschliche Atemwegszellen als frühere Varianten. Genau hier beginnt das unangenehme Schweigen der Verantwortlichen. Denn das Wissen über jene Mutationen, die D1.1 potenziell gefährlicher machen, stammt aus eben jener Gain-of-Function-Forschung, die offiziell ständig relativiert wird. Die italienische Ärztin Roberta Villa brachte es bereits 2024 auf den Punkt: Man erkennt problematische Mutationen nur deshalb so genau, weil Viren im Labor gezielt verändert wurden, um ihre Übertragbarkeit und Virulenz zu testen. Ohne diese Experimente gäbe es diese Erkenntnisse nicht – und womöglich auch manche dieser Varianten nicht.

Die Geschichte des Kawaoka-Labors ist dabei alles andere als beruhigend. Seit den 1990er-Jahren arbeitet man dort an der gezielten Veränderung von Vogelgrippeviren. 2012 sorgte eine Studie zur Übertragbarkeit von H5N1 bei Frettchen weltweit für Entsetzen, die New York Times sprach von einem “konstruierten Weltuntergang”. In den folgenden Jahren häuften sich Zwischenfälle: Nadelstichverletzungen mit manipulierten Viren, verschüttete Proben, verspätete Meldungen an Aufsichtsbehörden. 2019 wurde eine Forscherin bei einem Experiment potenziell exponiert, doch die Meldung an NIH und Universität erfolgte erst Wochen später. Insgesamt meldete die Universität zwischen 2012 und 2014 neun weitere sicherheitsrelevante Vorfälle.

Politisch blieb all das folgenlos. Zwar untersuchte der US-Kongress 2023 die gefährliche Gain-of-Function-Forschung an der Universität, und einige Abgeordnete aus Wisconsin versuchten, diese Experimente gesetzlich zu stoppen. Doch die Universität lobbyierte erfolgreich gegen das Vorhaben. Forschung müsse frei bleiben, hieß es. Doch ohne ausreichend strenge Sicherheitsmaßnahmen bleibt das Risiko von Laborlecks weiterhin hoch.

Am Ende bleibt eine unbequeme Frage offen: Wie wahrscheinlich ist es wirklich, dass ein hochspezifischer, selten dokumentierter Virustyp zufällig in unmittelbarer Nähe eines Labors auftaucht, das seit Jahrzehnten genau an solchen Viren arbeitet?

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