Die Gasspeicher in Europa leeren sich teils rapide. In Deutschland liegt der Füllstand (30.12.) bei nur mehr rund 57 Prozent, in Österreich bei etwa 64 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 80 bzw. 78,5 Prozent. Bei einem langen, kalten Winter könnte es eng werden, da LNG-Lieferungen den Verbrauch kaum ausgleichen können.
Die europäischen Gasspeicher leeren sich angesichts des kalten Wetters rapide. Zwar sorgt die anhaltende Deindustrialisierung Deutschlands auch für einen sektoralen Nachfragerückgang, doch weil Wind und Sonne im Winter kaum Strom produzieren, müssen eben Gaskraftwerke öfter einspringen. Allerdings waren die Gasspeicher schon zu Beginn der Heizsaison weniger stark gefüllt, da ohne die saisonalen Preisschwankungen mangels ausreichend Pipelinegas die Speicherung unrentabel wurde. Uniper kündigte erst im Oktober an, einen großen Gasspeicher mangels Rentabilität schließen zu wollen.
Brisant: Deutsche Gasspeicher leeren sich schneller als je zuvor
— Peter Dünner (@dunner_peter) December 31, 2025
Doch niemand sieht ein Problem darin
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Zwar sorgen die anhaltenden Lieferungen von Flüssiggas aus Übersee zumindest für eine gewisse Versorgungssicherheit (die ihren Preis hat), aber die Kapazitäten reichen im Ernstfall auch nicht aus. Insbesondere wenn der Winter kalt bleibt und länger dauert. Ein Füllstand von 57 statt 80 Prozent wie noch vor einem Jahr ist da nicht gerade von Vorteil. Insbesondere auch, weil es in den meisten anderen EU-Staaten nicht sonderlich besser aussieht.
Entleeren sich die deutschen Gasspeicher weiterhin im aktuellen Tempo, bleibt der vorgeschriebene Mindestfüllstand von 30 Prozent (bundesweit) am 1. Februar noch unangetastet. Dann könnte er bei etwa 40-45 Prozent liegen. Bleibt es jedoch kalt, dunkel und windstill, sieht es düster aus. Mehr noch, wenn es bis in den April hinein kälter bleibt.
