Die großen Seen in Nordamerika sind wieder einmal großflächig zugefroren. Der Lake Erie könnte sogar komplett zufrieren – wie zuletzt vor dreißig Jahren. Ein Winter, wie es ihn laut Klimafanatikern eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. Doch das Wetter hält sich nicht an faktenfreie Klimamodelle.
Wie oft haben “Klimaforscher” und Mainstreammedien behauptet, wir würden bald keine ordentlichen Winter mehr erleben? Nun, dieser Winter ist wohl etwas, das Al Gore und Greta Thunberg nicht erwartet haben, weil er genau das Gegenteil dessen ist, was sie seit vielen Jahren predigen.
Der Lake Erie ist beispielsweise jetzt, Anfang Februar, zu rund 95 Prozent mit Eis bedeckt – mit realer Aussicht auf eine vollständige 100-Prozent-Vereisung. Das hat es zuletzt 1996 gegeben. Laut dem National Weather Service in Cleveland liegt die aktuelle Eisdeckung deutlich über dem langjährigen Spitzenwert von 65 bis 70 Prozent. Die NOAA-Daten zeigen: Auch 2025, 2018, 2015, 2014 und 2011 wurden Werte jenseits der 95-Prozent-Marke erreicht.
Von “noch nie dagewesenen” Wintern kann also keine Rede sein – wohl aber von kräftigen Schwankungen. Noch 2023 lag die maximale Eisabdeckung bei gerade einmal 11 Prozent. Zwei Jahre später kratzt man an der Vollvereisung. Der Januar 2026 brachte eine der längsten Kälteperioden seit Beginn der Aufzeichnungen. Acht Tage in Folge lagen die Temperaturen unter minus 6,7 Grad Celsius (20 Grad Fahrenheit) – nur 1899 und 1961 schafften noch längere Serien.
Meteorologen verweisen auf eine Kombination aus extremer Kälte, starkem Wind und dem La-Niña-Phänomen. La Niña verschiebt den Jetstream und begünstigt in Teilen Nordamerikas kältere und stürmischere Wetterlagen. Hinzu kommt die geringe Tiefe des Lake Erie. Im Vergleich zu den anderen Großen Seen ist er flach – und friert deshalb schneller und großflächiger zu. Eine vollständige Vereisung ist selten, aber kein mythisches Ereignis. 1978, 1979 und 1996 war es zuletzt so weit.
Interessant ist vielmehr die Bandbreite der Schwankungen. Innerhalb weniger Jahre pendelt die Eisabdeckung zwischen Minimalwerten und nahezu totaler Vereisung. Genau diese Dynamik passt schlecht in das lineare Erwärmungsnarrativ, das permanent steigende Kurven bevorzugt. Die Realität zeigt Zacken, Ausschläge, Extreme – nach oben wie nach unten.
Auch die übrigen Großen Seen präsentieren sich überdurchschnittlich eisig. Der Lake Superior ist zu etwa 50 Prozent gefroren, der Lake Huron zu rund zwei Dritteln. Insgesamt lag die Eisabdeckung der Großen Seen zuletzt bei über 50 Prozent. In vielen Regionen misst die Eisdicke mehr als 60 Zentimeter.
Natürlich widerlegt ein kalter Winter keine langfristigen Trends. Aber er entlarvt die Simplifizierung. Wer das Klima auf eine angeblich monotone Erwärmung reduziert, unterschlägt die Rolle natürlicher Zyklen wie La Niña, Sonnenaktivität oder großräumiger Ozeanströmungen. Das Klimasystem ist kein Thermostat mit nur einer Drehrichtung.
