Ein Fund unter dem Eis der Pasterze sorgt für Aufmerksamkeit und wirft grundlegende Fragen zur Klimadebatte auf. Eine mehrere tausend Jahre alte Zirbe, entdeckt im Rückzugsgebiet des Gletschers, steht im Zentrum eines Gesprächs über Temperaturentwicklung, natürliche Zyklen und die Rolle von CO2. Im Interview werden wissenschaftliche Befunde, historische Entwicklungen und aktuelle Umfragedaten zusammengeführt. Dabei entsteht ein Bild, das gängige Narrative infrage stellt.
In der Diskussion wird zunächst festgehalten, dass der Rückgang der Gletscher in Europa unstrittig ist. Auch die Pasterze befindet sich im Rückzug. Doch das Abschmelzen des Gletschereises bringt auch einige Überraschungen: Im freigelegten Gelände wurden biologische Überreste entdeckt, die eine weitergehende Einordnung ermöglichen.
Fund einer 6.000 Jahre alten Zirbe
Besonders hervorgehoben wird ein Fund aus dem Jahr 2014. Im Rückzugsgebiet der Pasterze auf rund 2060 Metern Seehöhe wurde eine Zirbe entdeckt, die laut Datierung etwa 6.000 Jahre alt ist und rund 1,7 Tonnen wiegt. Entscheidend ist dabei die Höhe des Fundortes. Heute wachse in dieser Lage kein Baum mehr, da die klimatischen Bedingungen dafür zu kalt seien.
Aus diesem Befund wird eine zentrale Schlussfolgerung abgeleitet. „Wenn man kausal logisch denkt, war es vor 6.000 Jahren eben auf der Pasterze deutlich wärmer als gegenwärtig.“ Die Existenz mehrerer solcher Funde wird als Hinweis gewertet, dass es sich nicht um ein breiteres Phänomen handelt.
Warmzeiten als Phase des Wachstums
Im weiteren Verlauf wird die historische Einordnung vertieft. Warmzeiten sind in der Vergangenheit häufig mit kulturellem und biologischem Wachstum verbunden gewesen. „Fakt ist, dass die Klimakatastrophen immer die Kaltzeiten waren und nie die Warmzeiten.“, so Steiner. Als Beispiele werden Hungersnöte und schwierige Lebensbedingungen in Kaltphasen genannt.
Diese Perspektive wird der verbreiteten Darstellung gegenübergestellt, wonach steigende Temperaturen primär als Bedrohung interpretiert werden. Der Hinweis auf frühere Warmphasen dient dabei als Gegenargument zur Vorstellung einer ausschließlich negativen Entwicklung.
CO₂ hat nur minimale Rolle bei der Temperaturentwicklung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der physikalischen Einordnung von Treibhausgasen. Dabei führt Steiner aus, dass CO₂ grundsätzlich zur Erwärmung beiträgt – aber nur minimal und in einem durch Sättigung begrenztem Ausmaß. „CO2 ist ein sogenanntes Treibhausgas“, jedoch nicht das dominante. „Das dominante Treibhausgas in unserer Atmosphäre ist der Wasserdampf.“ Der Beitrag von CO₂ zur Temperaturentwicklung ist eng begrenzt. Diese Einschätzung ist das Ergebnis eigener und anderer Forschungsarbeiten.
Im Mainstream wird nur vermittelt, was zum Narrativ passt
Neben naturwissenschaftlichen Argumenten wird auch die Rolle von Medien und öffentlicher Kommunikation thematisiert. Der Vorwurf lautet, dass bestimmte Erkenntnisse – etwa die Funde im Gletscherbereich – kaum öffentlich diskutiert würden. „Es gibt kaum Kommunikation drüber“, heißt es. Die These des Wissenschaftlers lautet, dass Informationen selektiv verbreitet werden und dadurch ein verzerrtes Gesamtbild entstehe.
Die Bevölkerung lässt sich nicht mehr täuschen
Zur Untermauerung dieser Einschätzung werden aktuelle Umfragedaten herangezogen. Im sogenannten Eurobarometer wurde die Frage gestellt, ob der Klimawandel primär auf natürliche Zyklen oder menschliche Aktivitäten zurückzuführen sei. Die Ergebnisse zeigen laut Darstellung eine Verschiebung.
So sei „nur noch in zwei von 27 EU-Ländern“ ein Anstieg jener zu verzeichnen, die menschliche Ursachen als ausschlaggebend ansehen. In mehreren Ländern hingegen wachse der Anteil jener, die natürliche Faktoren stärker gewichten – trotz belehrendem medialem Dauerfeuer.
Entwicklung in Österreich
Auch für Österreich werden konkrete Zahlen genannt. Demnach liege der Anteil jener, die den Klimawandel überwiegend natürlichen Ursachen zuschreiben, bei 43 Prozent. Seit 2021 sei dieser Wert um 13 Prozent gestiegen.
Diese Entwicklung wird als Indiz dafür gewertet, dass sich die öffentliche Meinung verändere. Gleichzeitig wird ein Zusammenhang mit medialer Berichterstattung und politischer Kommunikation hergestellt.
Energiepreise und wirtschaftliche Folgen
Abschließend wird die wirtschaftliche Dimension der Klimapolitik angesprochen. Steigende Energiepreise werden als zentrales Problem dargestellt. „Massiv steigende Energiepreise werden gänzlich alle Preise nach oben führen“. Besonders betroffen sind einkommensschwächere Haushalte.
Kritik wird auch an der Zusammensetzung der Energiepreise geäußert. Es wird darauf hingewiesen, dass mehrere Steuerkomponenten ineinandergreifen. „Das heißt, wir haben eine Steuer auf die Steuer“, lautet die Formulierung. Diese Struktur wird als Beispiel dafür angeführt, wie staatliche Maßnahmen direkt auf die Kostenbelastung der Bevölkerung wirken.
Dr. Steiner wirbt für einen kritischen Blick auf vorgeschriebene, staatliche Narrative – und lädt jeden dazu ein, selbst zu prüfen und somit auch selbst zu denken.
