Magyar kippt Orbáns Energiepolitik – und setzt ausgerechnet auf Windkraft

Ungarns Kernkraftwerk Paks kämpft wegen des extrem niedrigen Donaupegels mit massiven Leistungseinbußen, zeitweise blieben von rund zwei Gigawatt gerade einmal 240 Megawatt übrig. Der neue Ministerpräsident Péter Magyar nutzt die Krise nun für einen radikalen Umbau der Energiepolitik: Milliarden für Stromnetze und Batteriespeicher, dazu ein gewaltiger Ausbau der Windkraft. Der politische Witz daran: Magyar räumt gleichzeitig selbst ein, dass Ungarn auf Paks nicht monatelang verzichten kann – und liefert damit das beste Argument dafür, zuerst die gesicherte Stromversorgung wetterfest zu machen.