Weiterer US-Bürger in Ukraine erschossen – Russland veröffentlicht Liste fremder Kämpfer

Gestern Nacht veröffentlichte die russische Armee ein weiteres Foto eines amerikanischen Kämpfers, der im Ukraine-Konflikt gefallen sein soll. Es handelt sich um den 35-jährigen Cesar Quintana aus Kalifornien. Hunderte fremde Kämpfer sollen in Mariupol eingeschlossen sein – ihre Optionen sind Kapitulation oder Tod, wobei Asow-Soldaten jeden Kämpfer der eigenen Seite erschießen, der aufgeben will. Russland veröffentlichte Zahlen: 6.824 fremde Söldner hätten für die Ukraine gekämpft, 4.877 wären noch aktiv.

Erst am Freitag berichteten wir über den Fall eines US-Bürgers, der in der Ukraine als ausländischer Kämpfer gefangengenommen oder getötet wurde: Angeblich US-Agent in der Ukraine festgenommen oder getötet – USA dementieren. Die Lage für die verbliebenen Einheiten der Ukrainischen Armee wird zunehmend aussichtsloser. Darüber berichten die westlichen Medien nicht, welche den Krieg in der Ukraine als eine Art Disneyland-Freiheitskampf verklären. Dabei ist jeder Tod sinnlos und vermeidbar.

Russland hat der ukrainischen Führung in Kiew ein Ultimatum hinsichtlich der Situation in der belagerten Hafenstadt Mariupol, Zentrum der nationalsozialistischen Asow-Einheiten gestellt. Diese sind seit Wochen am Gebiet des Stahlwerkes Azovstal eingeschlossen, haben weder Nahrung noch sonstigen Nachschub. Einzelne Soldaten, welche die Flucht aus dem Kessel geschafft und sich ergeben haben, sind bis auf die Knochen abgemagert.

Angeblich hat Kiew angeordnet, “wie Männer zu sterben”

Die russische Seite behauptet, man habe hunderte Funksprüche abgefangen, nach denen die Eingeschlossenen ihre Führung in Kiew anflehen, eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden oder kapitulieren zu dürfen. Angeblich – dies ist natürlich nicht von außen überprüfbar – würden die Anweisungen dahingehend lauten, dass man “wie Männer” in den Tod gehen soll. Wer sich ergibt wäre zu erschießen – außerdem wurden Exekutionen unter Kriegsrecht auch für Überlebende angekündigt. Es mag russische Propaganda sein – oder die Wahrheit. Einer der Eingeschlossenen hatte offenbar die Möglichkeit über soziale Medien mit der Außenwelt zu kommunizieren – ein britischer Söldner namens Aiden Eslin.

Vor seiner Flucht und Festnahme kann man ihm nicht unterstellen, russische Propaganda betrieben zu haben. Seine Nachrichten bestätigten die aussichtslose Lage in Mariupol. Seiner Familie schickte er die Nachricht: “If you are watching this, then we are surrounded. We held out for a month, we ran out of ammunition, food. Water is all we have left”. Er ist einer der Glücklichen, die den Krieg wohl überleben dürften, denn er befindet sich inzwischen in russischem Gewahrsam und scheint halbwegs anständig behandelt zu werden. Auch hier ist Vorsicht angebracht, dass man prominente Gefangene ordentlich behandelt kann Teil der Krisen-PR sein.

Britischer Söldner berichtet von aussichtsloser Lage

Eslin wurde erlaubt, der russischen Presse ein Interview zu geben. Darin erklärte er, er habe in Mariupol an der Seite eines Marokkaners, eines Kroaten und eines weiteren Briten in der ukrainischen Armee gedient. Vier Jahre verkaufte er seine Dienste an die Ukraine, die im Osten seit 2014 einen Bruderkrieg gegen abtrünnige Teilregionen führte, bei dem mindestens 14.000 Menschen starben. Eslin will zunächst in der Infanterie gedient haben und letztendlich bei der Artillerie gelandet sein. An dem Tag, wo Russland in die Ukraine einmarschierte, wollte er den Dienst quittieren und habe angeblich verweigert zu schießen. Daraufhin habe man ihn zum Stützpunkt Azovstal versetzt – ein Todesurteil für alle Kämpfer. Eslin wollte schon früher fliehen, doch das andauernde Artilleriefeuer habe das unmöglich gemacht. Eslin bestätigte, dass auf ukrainischer Seite niemand einen Friedensvertrag aushandeln wollte. Seiner Ansicht nach hätte sich die Ukraine einfach militärisch aus dem Donbass zurückziehen sollen, als Russland die Regionen als eigenständige Staaten anerkannte – das hätte den Krieg verhindert.

Selenskyj opfert kaltblütig tausende tapfere Soldaten

Während westliche Medien den “Heldenmut” der ukrainischen Kämpfer bejubeln und mehr und mehr Waffen und Geld fordern, vergisst die Öffentlichkeit, dass die ukrainische Führung hier tatsächlich tausende Soldaten ihrem Schicksal überlässt. Über ihr Überleben gibt es keine Verhandlungen – es gibt nicht einmal Versuche, sie zu befreien, sei es am Verhandlungstisch oder mit militärischen Mitteln. Selenskyj verurteilt diese jungen Männer zum Tod, während er mit Pressemädchen und der EU-Präsidientin ausgelassen vor der Kamera scherzt oder Kulissen besichtigt.

Die Zahl der in Mariupol eingeschlossenen Einheiten ist nicht im Detail bekannt. Fast 2.000 haben sich bisher ergeben, obwohl ihnen die Ermordung durch die eigene Seite angedroht wurde. Wer Geschichten aus früheren Kriegen kennt weiß, dass zu so einer Flucht möglicherweise auch die Notwendigkeit gehört, auf Soldaten der eigenen Seite zu schießen.

Bereits 1.035 ausländische Kämpfer in der Ukraine getötet

Das russische Verteidigungsministerium beruft sich auf Erkenntnisse der Geheimdienste und behauptet, dass in der Ukraine 6.824 ausländische Söldner aktiv sind. Viele davon sollen Bürger europäischer Länder sein, doch auch zahlreiche Kanadier und Amerikaner wären darunter. Die meisten Kämpfer stammen aus Polen, es sollen 1.717 Mann sein, etwa 1.500 wären jeweils US-Bürger, Kanadier und Rumänen. Aus Großbritannien und Georgien wären jeweils rund 300 Kämpfer aktiv.

Bei bisherigen Kriegshandlungen wären 1.035 ausländische Kämpfer durch russische Soldaten getötet worden. 912 wären ins Ausland geflohen. Aktuell wären noch 4.877 fremde Söldner auf ukrainischem Gebiet aktiv. 400 von ihnen sollen laut russischen Informationen in Azovstal eingeschlossen sein. Russland hat den verbliebenen Kämpfern nun ein finales Ultimatum gestellt: Es wurde eine Feuerpause angekündigt und großzügiger Zeitraum mit der Möglichkeit zur Aufgabe vereinbart. Großflächig wurden über dem Gebiet Flugblätter abgeworfen, die über diese Option informieren.

Wer nicht kapituliert, soll durch Vakuumbomben sterben

Wer das Zeitfenster nicht zur Aufgabe nutzt, müsse im Anschluss damit rechnen getötet zu werden. Man habe den Einsatz von Vakuumbomben in Aussicht gestellt – eine fürchterliche Waffe, gegen die es speziell im Kessel von Azovstal keine Überlebenschance und kein Entrinnen gibt. Russland könnte diese Waffen dort einsetzen, da keine Zivilisten in diesem Gebiet verblieben sind. Das Waffensystem ist von der Genfer Konvention verboten. Allerdings sind schon mehrfach Fotos von Leichen aufgetaucht, die darauf schließen lassen, dass Russland diese Waffen sehr wohl einsetzt. Die Bomben verwenden den vor Ort vorhandenen Sauerstoff, um mit hoher Temperatur eine Explosion zu erzeugen. Wer nicht im Feuerball stirbt, überlebt die daraus resultierenden schweren Lungenverletzungen nicht.

Selenkyj könnte den Krieg stoppen – aber er hat wohl andere Pläne

Auch wenn es manche durch die Massenmedien verhetzte Mitbürger nicht verstehen, weshalb es Journalisten gibt, die sich auch für die russische Seite der Ereignisse interessieren, sollte gerade diesen gesagt werden: Krieg ist schrecklich und generell abzulehnen, immer und überall. Jedes im Krieg verlorene Menschenleben ist ein sinnloser Tod. Wer Krieg befürwortet ist kein guter Mensch – das bezieht auch all jene ein, welche als vermeintliche “Gutmenschen” für die ukrainische Seite jubeln. Der im Westen umjubelte Präsident Selenskyj hätte es in der Hand, die Kampfhandlungen durch einen Friedensvertrag jederzeit zu stoppen. Doch er zieht es vor, seinen Hintermännern wie George Soros zu dienen, der sein 500 Milliarden-Investment in die Ukraine dahinschwinden sieht. (George Soros Interventionen in der Ukraine: 500 Milliarden Investments in Gefahr).

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