US-Stellvertreterkrieg: In der Ukraine wimmelt es von CIA-Spionen und Kommandotruppen

Symbolbild Soldaten via freepik / kaninstudio

Ein neuer Bericht der New York Times macht deutlich, dass das US-Engagement in der Ukraine deutlich größer ist, als Washington bisher zugeben wollte. Sowohl die CIA als auch Kommandotruppen der USA und ihrer Verbündeten sind dort seit langer Zeit unterwegs.

Die New York Times berichtet, dass es in der Ukraine von Spezialkräften und Spionen der USA und ihrer Verbündeten nur so wimmelt, was früheren Berichten zu widersprechen scheint, wonach das US-Geheimdienstkartell Schwierigkeiten hat, Informationen über die Vorgänge in der Ukraine zu erhalten. Damit wäre auch die Behauptung, es handele sich nicht um einen Stellvertreterkrieg der USA, endgültig widerlegt.

In einem Artikel mit dem Titel “Commando Network Coordinates Flow of Weapons in Ukraine, Officials Say” teilen uns anonyme westliche Regierungsvertreter über ihre Haus- und Hofschreiber bei der New York Times Folgendes mit:

Während die russischen Truppen mit einer zermürbenden Kampagne zur Eroberung der Ostukraine fortfahren, hängt die Fähigkeit des Landes, dem Ansturm zu widerstehen, mehr denn je von der Hilfe der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten ab – einschließlich eines heimlichen Netzwerks von Kommandos und Spionen, die eilig Waffen, Geheimdienstinformationen und Schulungen bereitstellen, so US-amerikanische und europäische Beamte. Ein Großteil dieser Arbeit findet außerhalb der Ukraine statt, zum Beispiel auf Stützpunkten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Aber auch wenn die Regierung Biden erklärt hat, dass sie keine amerikanischen Truppen in der Ukraine stationieren wird, sind einige CIA-Mitarbeiter weiterhin im Geheimen im Land tätig, vor allem in der Hauptstadt Kiew, und lenken einen Großteil der massiven Mengen an Informationen, die die Vereinigten Staaten mit den ukrainischen Streitkräften austauschen, so aktuelle und ehemalige Beamte.

Zur selben Zeit seien “ein paar Dutzend Kommandotruppen von anderen NATO-Ländern, einschließlich Großbritanniens, Frankreichs, Kanadas und Litauens” ebenfalls in der Ukraine aktiv, so die Zeitung weiter. Wenn man davon ausgeht, dass “ein paar Dutzend” wahrscheinlich eine Untertreibung sind, um das wahre Ausmaß des westlichen Engagements zu verschleiern, kann man wohl von ein paar Hundert Mitgliedern westlicher Spezialeinheiten sprechen, die in der Ukraine aktiv sind.

Nach Angaben amerikanischer und anderer westlicher Beamter sind die auf ukrainischem Territorium stationierten Spezialkräfte nicht an der Front mit ukrainischen Truppen, sondern operieren von Hauptquartieren in anderen Teilen des Landes aus oder aus der Ferne über verschlüsselte Kommunikation. Nach Angaben dreier amerikanischer Beamter koordiniert dieses Netz von Spezialagenten die Routen für den Transport westlicher Rüstungsgüter von den ukrainischen Grenzen zu den Militäreinheiten sowie die Ausbildung und Einweisung der ukrainischen Truppen.

Diese Teams stimmen sich auch mit den NATO-Hauptquartieren in Europa ab, darunter Deutschland, Polen und Frankreich. Offiziellen Angaben zufolge war beispielsweise das Koordinierungszentrum auf dem Militärstützpunkt Ramstein in Deutschland für die Begleitung und Unterstützung der ukrainischen Luftwaffe zuständig. Außerdem helfen diese Gruppen dabei, Informationen über die Lage von Waffendepots im Rücken der feindlichen Truppen der Russischen Föderation herauszufinden, damit die Ukrainer gezielte Angriffe auf diese durchführen können. Insbesondere geht es um die Führung von MLRS HIMARS, die bereits an der Front eingetroffen sind.

Die Enthüllung, dass die CIA und US-Spezialeinheiten militärische Operationen in der Ukraine durchführen, macht die Behauptung der Biden-Administration zu Beginn des Krieges, dass es in der Ukraine keine amerikanischen Stiefel auf dem Boden geben würde, zu einer Lüge. Diese Nachricht dürfte allerdings niemanden überraschen, der etwas über das übliche Verhalten des US-Geheimdienstkartells weiß, aber interessanterweise steht sie im Widerspruch zu einer Aussage, die uns dieselbe New York Times vor nicht einmal drei Wochen gemacht hat.

“Die amerikanischen Geheimdienste haben weniger Informationen über die Operationen in der Ukraine, als ihnen lieb ist, und verfügen über ein weitaus besseres Bild von Russlands Militär, seinen geplanten Operationen und seinen Erfolgen und Misserfolgen”, teilte die NYT Anfang des Monats mit. “US-Beamte sagten, die ukrainische Regierung habe ihnen nur wenige geheime Informationen oder Details über ihre operativen Pläne gegeben, und ukrainische Beamte räumten ein, dass sie den Amerikanern nicht alles erzählt hätten.”

Nun stellt sich die Frage, wie viele andere Kriegs- und Propagandalügen Washingtons im Laufe der Zeit noch ans Tageslicht kommen. Was, das bislang noch als “russische Desinformation” gilt, wird sich noch als Wahrheit herausstellen?

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